In 20 Stunden um die Welt
Zu Beginn seid ihr noch relativ schwach und verursacht auch dementsprechend wenig Schaden.
BILD: N-ZONE
Positiv fällt auf, dass die Geschichte keiner künstlichen Verlängerung mittels überflüssiger Nebenquests oder unnötiger Dialoge zum Opfer fällt. Alles ist so, wie es sein soll - jede Zeile sitzt, jede Aufgabe passt. Von der spektakulären, im Anime-Look gehaltenen Intro-Sequenz über die zahlreichen Verliese, Endgegner und Dörfer bis hin zum finalen Obermotz baut der Titel die gewohnt gute Atmosphäre auf, welche jedoch hin und wieder ihre Aussetzer hat und leibhaftige Rollenspieler das eine oder andere Mal zu langweilen droht. Die Genießer unter den RPG-Fans sollten sich auch im Klaren sein, dass das Kampfsystem nichts für schwache Nerven ist. Den größten Teil des Spiels lauft ihr schwert-schwingend durch Dungeons, Wälder und Städte. Dieser Aspekt kann manchmal doch schon etwas anstrengend sein.
Nichtsdestotrotz lässt Children of Mana vor allem die Herzen aller Multiplayer höher schlagen: Der kooperative Mehrspielermodus überzeugt durch fantastisches Team-Gameplay und läuft mit der entsprechenden Stückzahl an Cartridges zur Höchstform auf. Schade nur, dass auf einen Ein-Modul-Mehrspielermodus verzichtet wurde.
Abschließend bleibt zu sagen, dass der Titel ein rundum gelungenes Rollenspiel geworden ist, welches sich primär an Echtzeit-Freunde richtet. Zwar wirkt die Story verglichen mit den besseren Genre-Vertretern relativ flach und unausgereift, doch dafür überzeugen die liebevollen Details, die Children of Mana zu einem überaus positiven Gesamteindruck verhelfen und zu einer klaren Empfehlung an RPG-Liebhaber.
