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Osmos - der Überraschungs-Hit für iPhone und iPad im Test

03.09.2010 12:49 Uhr
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Mit Osmos gelangt die Umsetzung eines PC-Spiels auf die Handhelds von Apple. Osmos gehörte zu den Überraschungshits des Jahres 2009 und gewann mehrere Awards in der Independent Spiele Szene. Wir testen die iPhone-Version.

Der Antrieb der eigenen Zelle geschieht durch den Ausstoß von Zellstoff. Der Antrieb der eigenen Zelle geschieht durch den Ausstoß von Zellstoff. Wer in der Schule gut aufgepasst hat, weiß, dass die Osmose ein Begriff der Biologie ist. Er bezeichnet den Austausch von Molekülen durch eine feste Membran. Vor allem in den Vorgängen von Zellen und Pflanzen, speziell im Austausch von Wasser, findet die Osmose statt. Die Eine Million Euro Frage: Wie um alles in der Welt kann man daraus ein Computerspiel machen? Die Antwort: Man kann, und wie! 2009 erschien Osmos über Steam und heimste für ein Spiel aus der Independent Szene jede Menge Lob ein. Die Seite www.metacritic.com listet es mit einer Wertung von 80/100, die Leser gaben sogar eine Wertung von 8,6/10.

Jetzt, ein Jahr später, hat der Entwickler das Spiel für iPhone, iPod Touch und iPad umgesetzt, nebst einer gesonderten iPad Version mit besserer Grafik. Lassen sich die Spieler mit den tragbaren Geräten ebenfalls begeistern?

Eine Mischung aus Biologie und Astronomie

Osmos bietet eine Menge Spielmodi. Hier müsst Ihr andere Zellein einsammeln und gleichzeitig im Orbit der größten Zelle bleiben. Osmos bietet eine Menge Spielmodi. Hier müsst Ihr andere Zellein einsammeln und gleichzeitig im Orbit der größten Zelle bleiben. Osmos ist ein Geschicklichkeitsspiel, das am ehesten der Kategorie Physik-Puzzle entspricht. Ihr steuert eine Art Zelle auf ungewöhnliche Weise. Denn wollt Ihr diese nach rechts bewegen, müsst Ihr links neben die Zelle tippen, um dort etwas Zellstoff abzulassen. Das dient dem Objekt als Antrieb, sorgt aber in größeren Mengen dafür, dass die Zelle Masse verliert. Genau das jedoch gilt es zu vermeiden, denn in dem Großteil aller Missionen ist das Ziel, so groß wie möglich oder zumindest größer als all die anderen Zellen zu werden.

Kommen sie mit einer anderen Zelle in Berührung, verleibt sich die größere Zelle die kleinere ein. Sorgt also dafür, dass Ihr immer die größere Zelle seid, wenn Ihr in Kontakt mit anderen geratet. Dieses Prinzip zieht sich durch das ganze Spiel und liegt allen Leveln zugrunde. Man könnte also befürchten, dass sich schnell Langeweile eingestellt.

Ein Prinzip, viele Variationen Weit gefehlt! Denn die Level stecken voller Abwechslung. Mal müsst Ihr Eure Zelle durch große Nachbarzellen hindurch navigieren. Dann wiederum fliegt Ihr im Orbit einer Riesenzelle und müsst andere Zellen einsammeln und gleichzeitig der Anziehungskraft trotzen. In einigen Levels geht es verdammt hektisch zu, weil man den anderen Zellen schnell ausweichen oder andere zügig einsammeln muss. In andere Levels wiederum geht es um millimetergenaues Steuern der Zelle, was man möglichst langsam machen sollte. Praktisch: Mit einem Fingerwisch über den Bildschirm nach links lässt sich der Spielablauf drosseln, mit einem Wisch nach rechts beschleunigen.

Auf den Punkt genau bewegt

Oft geht es um Millimeter: Die untere Zelle wird euch verschlingen, die rechte aber kann geschluckt werden. Oft geht es um Millimeter: Die untere Zelle wird euch verschlingen, die rechte aber kann geschluckt werden. Die genaue und flüssige Steuerung trägt erheblich zum Spielspaß bei. Das typische Zwei-Finger-Zoomen der Apple-Geräte läuft bei Osmos butterweich ab und ist darüber hinaus auch oft nützlich und nicht etwas nur ein nettes Gimmick. Das Abfeuern der Zellstoffe, um die Zelle zu bewegen, funktioniert ebenfalls punktgenau und macht so vor allem die langsameren Spielabschnitte zu einer fast meditativen Angelegenheit. Osmos ist vor allem deswegen ein Spiel, bei dem man wunderbar abschalten und entspannen kann.

Genug Umfang Osmos bietet eine Art Kampagne an, die sich Odyssey nennt und 27 Level beinhaltet. Habt Ihr diese erfolgreich bestritten, wird der Arcade Modus freigeschaltet, in dem Ihr alle Level bei beliebigem Schwierigkeitsgrad auswählen könnt. Besonders im höchsten Schwierigkeitsgrad sind die Solar-Level sehr schwer, aber durchaus machbar. Es sollte lediglich jeder Materieausstoß genau abgewägt werden. 14 Errungenschaften und OpenFeint-Integration gehören zum Spiel dazu und sorgen für genügend Langzeitmotivation.

Fazit

Osmos besitzt eine faszinierende Atmosphäre, einen tollen Soundtrack und spielt sich wie für den Touchscreen des iPhones gemacht. Es ist diese Art von Spiel, die man gespielt haben muss, um den ganzen Reiz zu erfassen. Vor allem die perfekt funktionierende Steuerung hat es uns angetan: Es ist einfach beeindruckend, wenn sich die Zelle wie in Zeitlupe genau dorthin bewegt, wo man sie hinlotsen wollte. Einziger Wermutstropfen: Das Spiel ist ausschließlich in englischer Sprache erhältlich. Das betrifft aber nur das Menü und die Missionsbeschreibungen, insofern können wir darüber hinwegsehen. Für alle, die Lust auf ein außergewöhnliches Spiel in einem neuen interessanten Setting habe, den können wir Osmos wärmstens empfehlen.


Wertung: 9 von 10 Punkten/Sternen

Titel: Osmos

Hersteller: Hemisphere Games Inc

Getestete Version: 1.6.3

Sprache: Englisch

Kompatibel: Kompatibel mit iPhone, iPod Touch und iPad. Erfordert iOS 2.2.1 oder neuer. Eigene iPad Version vorhanden.

Preis: 2,39 € (iPad Version: 3,99 €)

Osmos
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03.09.2010 12:49 Uhr
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Neuer Benutzer
Bewertung: 1
03.09.2010 12:16 Uhr
also wenn ich in bio gut aufgepasst hab (is auch schon 7 jahre her) dann is osmose der austausch von molekülen durch eine semipermeable membran!!!! also eine halbdurchlässige (keine feste)!!! 

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