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  • Final Fantasy 15 - Vorschau: Japano-RPG mit einigen offenen Baustellen
    Quelle: Square Enix

    Final Fantasy 15 - Vorschau: Vielversprechendes Japano-RPG mit einigen offenen Baustellen

    Final Fantasy 15 in der Vorschau: Größer, schöner, düsterer - aber auch besser? Nach vier Stunden offenbart Final Fantasy 15 in der Hands-on-Session enormes Potenzial, aber auch etliche Baustellen. Was uns gefallen hat und was uns bisher noch Kopfzerbrechen bereitet, verraten wir in unserer Vorschau zum kommenden Japano-Rollenspiel.

    Mehr bedeutet nicht zwangsläufig besser. Diese Erfahrung musste auch Square Enix mit Final Fantasy machen: Die einstmals so traditionsreiche Rollenspielserie wurde in den vergangenen Jahren ausgeschlachtet wie eine Weihnachtsgans, nach Final Fantasy X-2, Type-0 und unzähligen Neuauflagen für verschiedenste Plattformen verlor die Marke den Reiz des Besonderen. Damit soll jetzt Schluss sein, kündigte Game Director Hajime Tabata an - und versprach für Final Fantasy 15 ein düsteres und gleichermaßen emotionales Abenteuer.


    Schließlich war Final Fantasy schon immer Schauplatz ganz großer Geschichten und Emotionen.
    Kein Wunder, dass die in der deutschen Square-Enix-Niederlassung in Hamburg spielbare Vorschauversion auch gleich mit einem echten Paukenschlag beginnt. Wir erleben mit, wie der sichtlich gealterte Held Noctis gegen einen Feuerdämon kämpft. Inmitten der Flammen erkennen wir keine Gesichter. Es ist aber nicht zu übersehen, dass Noctis und seine Freunde offenbar in großen Schwierigkeiten stecken und keine Chance gegen den übermächtigen Feind haben. Nach 40 Sekunden endet "Chapter 0", und die Geschichte führt uns in der Zeit zurück in bessere Tage.

    01:29
    Final Fantasy 15: Das gesamte FF-15-Universum im Trailer
    Spielecover zu Final Fantasy 15
    Final Fantasy 15

    Geplatzte Märchenhochzeit

          

    In der Gegenwart beobachten wir, wie sich Prinz Noctis im Thronsaal von Insomnia von seinem Vater Regis Lucis Caelum CXIII verabschiedet. Der Monarch entsendet seinen Sohn in das ferne Reich Tennebrae, wo dieser Prinzessin Lunafreya ehelichen soll. Eigentlich ist eine Hochzeit ja Achtung, Arachnid: In einer verlassenen Mine entdeckt Noctis neben einer Königswaffe auch eine Riesenspinne. Zum Glück hat der Königssohn die Granate griffbereit. Achtung, Arachnid: In einer verlassenen Mine entdeckt Noctis neben einer Königswaffe auch eine Riesenspinne. Zum Glück hat der Königssohn die Granate griffbereit. Quelle: Square Enix eine erfreuliche Angelegenheit, doch hier liegt eine gewisse Schwere in der Luft. Gemeinsam mit seinen drei Kumpels Ignis, Gladio und Prompto besteigt Noctis seinen Regalia-Luxusschlitten und macht sich auf eine ungewisse Reise. Zugegeben, der Start von Final Fantasy 15 strotzt vor Pathos und die vierköpfige Crew könnte kaum klischeebehafteter dargestellt sein.

    Noctis ist der rebellische Thronfolger - in sich gekehrt und zugleich aufbrausend. Gladio überragt seine Kollegen um einen Kopf, spricht mit markant-tiefer Stimme und mutet mit seinen Tribal-Tattoos wie ein Action-Held aus den Neunzigern an. Ignis ist das Hirn und der Koch der Truppe. Das genaue Gegenteil zu ihm stellt Prompto dar, der mit seiner lauten und quietschigen Art bisweilen an unseren Nerven zerrt. Kurz gesagt: Wir hatten es schon mit sympathischeren Helden zu tun. Allerdings bleibt abzuwarten, wie sich die Figuren mit fortlaufender Spielzeit entwickeln. Schließlich kommt mit dem Alter die Weisheit und gute, japanische Rollenspiele gehen bekanntlich erst nach 60 Stunden so richtig los.

    Wer rastet, der rostet

          

    Final Fantasy 15 fühlt sich in den ersten zwei Stunden ein bisschen wie die Filmkomödie Hangover an: Kaum unterwegs, geht den vier Knalltüten Drück mich: Reaktionstests zum Blocken und Parieren gehören in Final Fantasy XV zum Alltag. Mal abwarten, ob sie auf Dauer nerven. Drück mich: Reaktionstests zum Blocken und Parieren gehören in Final Fantasy XV zum Alltag. Mal abwarten, ob sie auf Dauer nerven. Quelle: Square Enix das Benzin aus und sie müssen den Regalia bis zur nächsten Tankstelle schieben. Ortschaften sind zentrale Punkte in der Spielwelt des Rollenspiels. Dort ansässige Restaurantbesitzer verteilen nicht nur Jagdaufträge, sondern versorgen uns auch mit nützlichen Umgebungsinfos. Von ihnen erfährt die Reisegruppe, wo sich Ressourcen, Parkplätze oder Refugien zum Rasten befinden. In Final Fantasy 15 spielt nämlich das leibliche Wohl eine wichtige Rolle: Über Nahrungsmittel erhalten wir Charakterverbesserungen, die für einen Spieltag andauern. Damit die Helden aber nicht jede Nacht irgendwo kostenpflichtig einkehren müssen, können sie auch ein eigenes Lager aufschlagen. Dies als "Camping" zu bezeichnen, wäre sicherlich ein wenig untertrieben, schließlich genießen die Aristokraten einen gewissen Luxus und stellen neben einem Zelt auch eine großflächige Kochstelle auf. Mit eingekauften oder erbeuteten Zutaten kocht Ignis Mahlzeiten, die der Gruppe wiederum einen Buff bescheren. Der Gemüseeintopf etwa verbessert die Angriffskraft um +20 und erhöht die maximalen Lebenspunkte um +150. Der "Stramme Max" - zubereitet aus Gighee-Schinken und Aepyornis-Ei - liefert dagegen nur +30 Angriffskraft. Gerade bei der Großwildjagd auf speziell markierte Biester lohnt sich daher das Rasten.

    Ähnlich wie in Dark Souls 3 dient das Sitzen am Lagerfeuer zum Aufwerten der Helden. Zum Ende des Tages werden die gesammelten Erfahrungspunkte umgerechnet und in Fähigkeitenpunkte verwandelt. Die vier Helden teilen sich also Skill-Punkte, besitzen aber jeweils einen individuellen Fertigkeitenbaum, bei dem wir neue Aktionen oder Verbesserungen einkaufen. Auf diese Weise stärken wir beispielsweise Gladios Breitschwertattacken, schalten zusätzliche Accessoire-Slots frei oder sorgen für mehr Lebens- und Magiepunkte. Zumindest auf den ersten Blick ist das System vergleichsweise simpel und erlaubt das schnelle Verbessern der Charaktere. Allerdings vermissen wir ein wenig die Tiefe, die beispielsweise Rollenspiel-Konkurrenten wie The Witcher 3: Wild Hunt bieten. Die Entwickler verzichten in Final Fantasy 15 zudem auf üppige Inventaroptionen und Mikromanagement. Zusätzliche Outfits oder Rüstungen? Fehlanzeige. Besagte Accessoires beschränken sich auf Armbänder und Ringe, die den Charakter noch ein wenig aufwerten.

    Zu den Waffen!

          

    Stattdessen legt Square Enix den Fokus auf das Kampfsystem. Da wir im Gefecht ausschließlich Noctis kontrollieren, darf er als einziges Die besten Jungs: Noctis und seine Freunde sind noch enorm unreif. Ständig hampeln sie herum oder machen kindische Scherze. Die besten Jungs: Noctis und seine Freunde sind noch enorm unreif. Ständig hampeln sie herum oder machen kindische Scherze. Quelle: Square Enix Gruppenmitglied vier Waffen benutzen. Über das Digitalkreuz wechseln wir das Kriegsgerät ohne Unterbrechung und können sogar innerhalb einer Kombo von Breitschwert auf die Lanze schalten. Die übrigen drei Figuren besitzen ihre eigene Ausrüstung: Gladio bevorzugt den Bihänder, Ignis greift zum Dolch und Prompto setzt auf Handfeuerwaffen. Zusätzlich besitzt jede Figur eine Nebenwaffe. Jede Aktion kann wiederum mit Elementarzaubern versehen werden. Feuer, Eis und Blitz entdecken wir an Sammelstellen und absorbieren sie auf Tastendruck. Im Anschluss verteilen wir die Energie und können sie obendrein mit gefundenen Gegenständen kombinieren. So sind nicht nur Blitz-Eis-Zauber möglich, sondern auch vergiftete Feuerattacken. Diese Funktion wurde in den ersten Stunden allerdings nur wenig beleuchtet und könnte somit im späteren Spielverlauf noch an Bedeutung dazu gewinnen.

    02:37
    Final Fantasy 15: E3-Videofazit nach der Anspiel-Session in L.A.
    Spielecover zu Final Fantasy 15
    Final Fantasy 15

    Noctis auf der anderen Seite schwingt nur zu Beginn die 08/15-Prügel. Ab dem zweiten Kapitel gehen er und seine Freunde auf die Suche nach den sogenannten Königswaffen, die nur von wenigen Auserwählten seines Hauses benutzt werden dürfen. In der Anspielrunde entdecken wir das "Schwert des Weisen" und die "Klinge des Eroberers". Sämtliche Königswaffen richten bedeutend mehr Schaden an als normale Gerätschaften, verbrauchen aber auch Magiepunkte. Gehen Noctis diese aus, kann er weder kämpfen noch Attacken ausweichen. Hantieren wir also allzu unbedacht mit den Königswaffen, schaden wir nicht nur unserem Feind, sondern auch unserem Helden. Diese taktische Komponente kommt gerade bei längeren Gefechten ins Spiel, in denen wir immer wieder in Deckung gehen und Magiepunkte regenerieren müssen.

    Zwischen Taktik und Chaos

          

    Grundsätzlich laufen sämtliche Kämpfe in Echtzeit ab, der bereits angekündigte Pausenmodus war in der in Hamburg vorgestellten Version noch Wie auf Schienen: Echtes Open-World-Feeling will aufgrund der eingeschränkten Fahrzeugphysik nicht aufkommen. Auch die Städte wirken nicht sonderlich opulent. Wie auf Schienen: Echtes Open-World-Feeling will aufgrund der eingeschränkten Fahrzeugphysik nicht aufkommen. Auch die Städte wirken nicht sonderlich opulent. Quelle: Square Enix nicht implementiert. Wir steuern ausschließlich Noctis, während Prompto, Ignis und Gladio selbstständig agieren. Die Spiele-KI macht dabei einen durchaus guten Eindruck - die drei Kameraden richten nahezu gleichwertigen Schaden an und unterstützen uns zwischendurch auch mit Heilzaubern. Sehr schön: In der Hitze des Gefechts kommt es sogar zu Kombo-Manövern und einer hübsch dargestellten Interaktion zwischen den Protagonisten. Beispielsweise stellen sich dann Noctis und Prompto Seite an Seite und attackieren ihre Widersacher synchron. Wir können unsere Freunde dank Kommandopunkten ferner direkt befehligen: Sobald die grüne Leiste am linken Bildschirmrand aufgeladen ist, motivieren wir beispielsweise Ignis zum Markieren eines Gegners oder lassen Prompto zum Durchschuss ansetzen. In diesem Augenblick fährt die Kamera herum und zeigt den entsprechenden KI-Mitstreiter in der Nahaufnahme. Ein Quick-Time-Event schließt letztlich die Kommandoattacken ab und bringt Noctis wieder zurück ins Spiel.

    Überhaupt setzt Final Fantasy 15 überraschend häufig auf Reaktionstests. Wer nach dem erfolgreichen Block etwa noch zu einer Parade ansetzen möchte, muss dies ebenfalls nach der Bildschirmeinblendung erledigen. Reißt ein Monster Noctis gar zu Boden, fordert uns das Action-Rollenspiel zum munteren Tastenhämmern auf. Das Kampfgefühl unterscheidet sich stark abhängig davon, gegen wen wir antreten. Speziell Gefechte mit kleinen oder mittleren Monsterherden arten mitunter in pures Chaos aus. Wenn vier Helden und dazu auch noch sechs bis acht Kreaturen über den Bildschirm wuseln, fällt koordiniertes Vorgehen schwer, und die Kamera kommt nicht mehr mit. Nervig: In der Hands-on-Session versperrten immer wieder Objekte wie Hecken oder Steine die Sicht. In einem der Königsgräber mussten wir im Dunkeln gegen Goblins antreten. Eine gute Taktik ist hier meist nicht vonnöten, oftmals reicht stumpfes Button-Mashing.

    Richtig spannend wird Final Fantasy 15 dagegen in Bosskämpfen. In den gespielten Kapiteln nahmen wir es etwa mit einem gewaltigen Bluthorn-Monstrum und einem Kampfroboter auf. Diese dicken Brocken besitzen mehr als ausreichend Lebensenergie, um die gesamten Gruppe über Minuten zu beschäftigen. Durch die Einschränkung der Magiepunkte zwingt uns das Spiel, Pause einzulegen. Zu diesem Zweck warpen wir uns an Ankerpunkte und kommandieren die Kameraden von Aussichtspunkten aus. Je höher und weiter weg Noctis vom Kampfgeschehen ist, desto schneller regeneriert er seine Kräfte. Das ist auch bitter notwendig, denn die Bosse haben häufig schwere Spezialattacken auf Lager, die einem fast die komplette Lebensenergie rauben. Geht einer unserer Kollegen drauf, können wir ihn in alter Final-Fantasy-Tradition mit einer Phönixfeder wiederbeleben, ansonsten stößt er nach dem Kampf wieder zur Gruppe. Allerdings kosten "Nahtoderfahrungen" langfristig Lebens- und Magiepunkte und verkürzen deren Leisten bis zur nächsten Pause.

    Große, weite Welt

          

    Nicht so schön: Die Menüs sind eher zweckdienlich als übersichtlich. Noctis kann als einzige Spielfigur vier Waffen benutzen. Nicht so schön: Die Menüs sind eher zweckdienlich als übersichtlich. Noctis kann als einzige Spielfigur vier Waffen benutzen. Quelle: Square Enix Pausen sind ein gutes Stichwort. Denn Final Fantasy 15 gelingt es in der Anfangsphase ausgezeichnet zwischen schnellen Schlachten und ruhigen, persönlichen Momenten zu wechseln. Dabei steht ganz klar die Beziehung der vier Freunde und ihren gemeinsamen Erfahrungen im Vordergrund. Nach einer Nacht in der Wildnis etwa nimmt Ignis den jüngeren Noctis zur Seite. Während er sich nach dem Wohlbefinden des Prinzen erkundigt, müssen wir das virtuelle Essen umrühren. Interaktionen zwischen den Charakteren werden oftmals sogar mit Fähigkeitenpunkten belohnt. Die Nebenquests wiederum mäandern zwischen klassischen Rollenspielaufgaben wie dem besagten Jagen von Tieren oder Botengängen und liebevollen Momenten. Zum Beispiel treffen wir an einem Steg auf ein hungriges Kätzchen. Mit Noctis' Angeltalent fangen wir eine Makrele, doch darüber freut sich der Vierbeiner nicht. Erst als wir den Fisch von einer Köchin zubereiten lassen, macht sich die Mieze über den Schmaus her.

    So schön und weitläufig die Spielwelt von Final Fantasy 15 jedoch zu sein scheint, die Navigation fällt etwas schwierig. Kontrollieren wir den Regalia, fährt dieser wie auf Schienen: Querfeldein-Fahrten sind nicht möglich, zum Einparken und Wenden drücken wir eine Taste. Übernimmt Ignis das Steuer, werden wir gar zum Zuschauen verdammt. Während der teils mehrminütigen Fahrten können wir nichts tun, außer die Landschaft zu genießen und Musik zu hören. Da bekommt der Begriff "Zeitkiller" gleich eine ganz neue Bedeutung!

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Final Fantasy 15 - Vorschau: Vielversprechendes Japano-RPG mit einigen offenen Baustellen
Final Fantasy 15 in der Vorschau: Größer, schöner, düsterer - aber auch besser? Nach vier Stunden offenbart Final Fantasy 15 in der Hands-on-Session enormes Potenzial, aber auch etliche Baustellen. Was uns gefallen hat und was uns bisher noch Kopfzerbrechen bereitet, verraten wir in unserer Vorschau zum kommenden Japano-Rollenspiel.
http://www.videogameszone.de/gamescom-Event-238739/Specials/Vorschau-zum-Japano-RPG-1204002/
17.08.2016
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