Modern Warfare 3 im Test für PS3 und Xbox 360: Großartig inszenierter Singleplayer-Modus mit emotionaler Story

Test Christoph Peter Schuster

Call of Duty: Modern Warfare 3 im Test: Der von Infinity Ward entwickelte Ego-Shooter punktet mit einer grandiosen Inszenierung sowie emotionaler Einzelspieler-Story und befördert die nette Dreingabe Spec-Ops zum echten Stundengrab. In unserem Test lest ihr, wie gut Modern Warfare 3 für PS3 und Xbox 360 schließlich geworden ist.

Während unseres Tests von Modern Warfare 3 stellten wir schnell fest: Entwicklerstudio Infinty Ward hat einmal mehr einen grandiosen Ego-Shooter entwickelt. Call of Duty: Modern Warfare 3 wirft alte Unsitten wie eine wirre Story und den unerträglich überzogenen Patriotismus über Bord und bietet ein gewohnt flottes Gameplay. Die Inszenierung und Action sind ebenfalls wieder umwerfend! Darüber hinaus schickt Modern Warfare 3 euch nicht zu gewohnten Schauplätzen wie Afghanistan oder den USA. Vielmehr seid ihr im Spiel in aller Welt unterwegs, darunter Berlin, London und Paris. Auch der Spec-Ops-Modus von Modern Warfare 3 wurde um sinnvolle Neuerungen ergänzt.

Wichtiges Instrument dabei: Ein separater Rangaufstieg. Ihr bekommt weiterhin bis zu drei Sterne pro abgeschlossener Mission, erhaltet zusätzlich aber wie im Mehrspielermodus Erfahrungspunkte und krabbelt die Karriereleiter hoch. Negativ ins Gewicht fällt bei Modern Warfare 3 die KI, die teils sehr merkwürdig agiert. Was uns im Test von Modern Warfare 3 besonders gut gefallen hat - und was weniger -, das lest ihr im Folgenden. Hinweis: Beim nachfolgenden Test behandeln wir ausschließlich den Einzelspieler- und Spec-Ops-Modus. Einen Test zum Multiplayer-Modus von Modern Warfare 3 liefern wir in Kürze nach.

Das hat uns an Modern Warfare 3 gut gefallen:

Die Story von Modern Warfare 3 ist deutlich weniger verzweigt als noch in den Vorgängern. Das macht es dem Spieler leichter, der Handlung zu folgen. Quelle: Activision Die Story von Modern Warfare 3 ist deutlich weniger verzweigt als noch in den Vorgängern. Das macht es dem Spieler leichter, der Handlung zu folgen. Großartige Inszenierung
Wer denkt, er habe in Ego-Shootern schon alles gesehen, den belehrt MW 3 eines Besseren. In Mission 4 beschützen wir im russischen Pendant zur Air Force One den Präsidenten vor Entführern; als die Maschine zum Sturzflug übergeht, verlaufen die Feuergefechte in temporärer Schwerelosigkeit weiter. Action à la Inception - wow! Später kämpfen wir uns durch eine afrikanische Stadt, während am Horizont ein Sandsturm heraufzieht. Die Uhr tickt gnadenlos, wir müssen unseren Heli erreichen, bevor der Sturm es tut. Hochspannung! In Sachen Inszenierung mag ein Battlefield 3 Musterschüler sein - bleibt aber Schüler, wo Modern Warfare den Meistergürtel trägt. Egal ob leise Schleicheinlage in Prag oder krachender Häuserkampf durchs zerstörte Berlin, so packend und eindringlich inszeniert sonst niemand. Wo sich Modern Warfare 2 zudem noch auf zutiefst amerikanische Befindlichkeiten konzentrierte, macht Modern Warfare 3 unmissverständlich klar: Die Tage der Supermacht USA sind gezählt, die neue Weltordnung geht uns alle was an!

Fantastisches Missions- und Leveldesign
Den Wechsel zwischen lauten und leisen Tönen, Vollgas und kurzem Durchschnaufen beherrschen die Modern Warfare-Schöpfer, wann immer ein Schauplatz oder Spielelement zu langweilen droht, folgt bereits das nächste auf den Fuß. Doch nicht nur inhaltlich, auch optisch bieten afrikanische Sümpfe und Slums, die europäischen Hauptstädte und der sibirische Schnee eine nette Variation. Wer sich zudem mit den Entwicklern unterhält, der merkt: Hinter den Missionsverläufen stecken eine Menge Überlegungen und Konzepte, der Wechsel zwischen weiten, offenen Arealen und Gefechten auf engstem Raum ist genau durchdacht.

Hier seht ihr weitere Screenshots aus Modern Warfare 3. (1) Quelle: Activison Hier seht ihr weitere Screenshots aus Modern Warfare 3. (1) Entschlackte Story, mehr Emotion
Sledgehammer räumte auf in Infinity Wards Handlungschaos. Die Serien-Markenzeichen bleiben dabei erhalten, der Spieler kann der Handlung aber angenehmer folgen, die Ideen dahinter sind nachvollziehbarer. Klar gewinnt Modern Warfare 3 keinen Oscar fürs beste Drehbuch, aber davon ist ein Tom Clancy mindestens ebenso weit entfernt. Die Entwickler schneiden also erfolgreich alte Zöpfe ab, um nach der gruseligen Geschichte von MW2 zu einem versöhnlichen Ende der Trilogie zu kommen. Und im Nachhinein betrachtet endet Modern Warfare 3 auch auf die einzige Art, auf die diese Trilogie enden konnte. Dementsprechend werdet ihr euch zum Schluss wohl zurücklehnen und zufrieden lächeln.

Starker Sound
Zu den herausragendsten Punkten der Battlefield-Präsentation zählt seit Jahren der superbe Sound. Endlich kam diese Botschaft an der US-Westküste an und drängte Sledgehammer und Infinity Ward zu einer neuen Klang-Offensive. Die Waffen haben mehr Wumms; Schüsse und Explosionen krachen mit deutlich mehr Druck aus den Boxen - dank neuer Sound-Engine können selbst audiophile Naturen den Pixelkrieg in Hollywood-Qualität erleben. Geräuschkulissen klingen ebenfalls vielschichtiger, die Symphonie der Destruktion unterstreicht das Geschehen perfekt. Ebenso die Musik: Wo sich im Vorgänger noch Hans Zimmers typische Pathos-Klatsche in den Vordergrund drängte, wirken die neuen Kompositionen geschickter ins Gesamtbild integriert.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Modern Warfare 3 im Test: Das hat uns gut gefallen - Inszenierung, Design und mehr
  2. Seite 2 Modern Warfare 3 im Test: Das hat uns gut gefallen - Abwechslung, Spec-Ops-Modus und mehr
  3. Seite 3 Modern Warfare 3 im Test: Das hat uns nicht gefallen + Wertung
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