Mit Shadow of the Colossus und Ico erstrahlen zwei fantastische Spiele-Klassiker auf der PlayStation 3 jetzt in High-Definition. In unserem Test der ICO Collection lest ihr, wie sich die Neuauflagen schlagen.
Quelle: Sony
Ico: Mit der hilflosen Yorda an der Hand setzt sich der gehörnte Held gegen die Schattengeister durch.
ICO Collection im Test: Eine Junge mit Hörnern, ein magisches Mädchen und ein riesiges Schloss - das waren 2002 die einfachen Zutaten für ein außergewöhnliches Spielerlebnis. Und auch heute hat Ico in der bald erscheinenden grafisch aufgemotzten HD-Variante nichts von seiner Faszination verloren. Ihr spielt den besagten Jungen, der wegen seiner Hörner in das Schloss verbannt wurde, die dort gefangene Yorda trifft und beschließt, mit ihr zu entkommen. Klingt simpel und ist auch in Sachen Gameplay genauso einfach umgesetzt. Euer kindliches Alter Ego ist beileibe kein Superheld und kann dementsprechend nur eingeschränkt klettern oder springen.
Im Kampf gegen die schattenhaften Wesen, die ihn und seine neue Freundin verfolgen, verwendet er nur einen simplen Stock. Was Ico so besonders macht, ist die enge emotionale Bindung, die ihr als Held ganz automatisch zu eurem hilflosen Schützling aufbaut, wenn ihr Yorda hinter euch herzieht und vor Gegnern beschützt. Ebenfalls außergewöhnlich: Das Spiel verzichtet komplett auf eine Benutzeroberfläche und bis auf wenige Ausnahmen auch auf Bildschirmanzeigen. Lediglich die Fantasiesprachen der Protagonisten sind untertitelt. Das Ergebnis ist ein stillvolles, unglaublich atmosphärisches Abenteuer, das damals wie heute seinesgleichen sucht.
Quelle: Sony
Shadow of the Colossus : Die riesenhaften Gegner liefern euch packende, schweißtreibende Kämpfe.
Meisterwerk mit Macken
Der zweite Titel in dieser Collection mit aufgehübschten Klassikern ist etwas umstrittener: Shadow of the Colossus ist von den selben Entwicklern, verfügt auch über einen einzigartigen Stil und spielt in einer ebenso fantastischen, menschenleeren Welt wie Ico. Der Held ist diesmal jedoch ein junger Krieger, der sich hoch zu Ross auf den beschwerlichen Weg ans Ende der Welt macht, um seine verstorbene Geliebte ins Leben zurückzuholen. Um dies zu bewerkstelligen, soll er 16 durch die Gegend streifende Kolosse besiegen.
Keine leichte Aufgabe, denn die Kreaturen sind riesig und verfügen nur über wenige Schwachstellen, die sich aber mit dem Zauberschwert des Helden aufdecken und damit bearbeiten lassen. In vielen Fällen müsst ihr aber erst einmal komplizierte Kletteraktionen vollführen, bis ihr dorthin gelangt. Dabei solltet ihr immer einen Blick auf die Ausdaueranzeige eures Helden haben, sonst fangt ihr schnell wieder von vorne an. Zusätzlich erschwert werden diese Bosskämpfe, die wie an der Schnur aufgereiht aufeinander folgen, durch eine hakelige Steuerung und eine zickige Kamera. Besonders die Reitpassagen verkommen dadurch zu einer ziemlichen Tortur.
