Conduit 2 im Test für Wii: Super Grafik, tolle Steuerung, aber Mehrspieler-Defizite

Test Christoph Kraus

Conduit 2 im Test: Der Nachfolger der Action-Ballerei The Conduit könnte stimmiger kaum sein. Darüber hinaus überzeugte uns im Test die tolle Steuerung und die super Grafik. Der Mehrspieler-Modus allerdings weist Defizite auf.

Conduit 2 im Test für Wii: Im Nachfolger von The Conduit wird Geheimagent Michael Ford mit einer mys­teriösen Alien-Bedrohung konfrontiert. Der machtgierige Bandenführer John Adams, mit dem sich Ford bereits im ersten Teil anlegte, ist in Wahrheit kein Mensch, sondern ein Außerirdischer. Zu allem Überfluss hegt er böse Absichten, denn durch die sogenannten Conduits – das sind Portale, die nur durch eifrigen Feuerbeschuss zerstört werden können – schlüpfen pausenlos neue Biester. Washington, D.C. droht dadurch vollständig in Schutt und Asche gelegt zu werden. Es sei denn, Michael Ford packt die Sache an!

Der Vorgänger war zwar ausgesprochen actionreich inszeniert, allerdings sorgte so manches langwierige Suchrätsel sowie der geringe Grad an Abwechslung hin und wieder für Tristesse. Die Entwickler von High Voltage Software haben fast alle Makel des Vorgängers behoben: So sind die Areale in Conduit 2 nun deutlich vertrackter aufgebaut – es gibt etliche Verzweigungen und der Levelaufbau ist in sich stimmiger. Dabei ist der richtige Pfad zumeist auf Anhieb ersichtlich: So weisen etwa Signallampen über den Türen den Weg zum Ausgang. Was uns an Conduit 2 besonders und was weniger gut gefallen hat, lest ihr im nachfolgenden Test.

Das hat uns an Conduit 2 gut gefallen:

Super Steuerung
In puncto Steuerungsvielfalt beeindruckte schon das erste Conduit-Abenteuer. So ließ sich beispielsweise der Blickbereich des Spielers nach eigenem Gusto verändern. Auch zahlreiche andere Parameter konnte man anpassen, etwa die Transparenz der Ener­gieleisten und sogar deren Position auf dem Fernseher. Conduit 2 bietet eine ähnlich ausgeklügelte Konfigurationsvielfalt. Wahlweise darf man übrigens auch mit dem Classic-Controller spielen, was gut funktioniert. Wer MotionPlus einsteckt, bekommt zudem einen Tick mehr Präzision geboten. Die Vorteile sind aber recht gering.

Die Bilder beweisen es: Conduit 2 strotzt regelrecht vor Action. Hier erledigt Michael Ford gerade zwei Alien-Biester. Die Bilder beweisen es: Conduit 2 strotzt regelrecht vor Action. Hier erledigt Michael Ford gerade zwei Alien-Biester. Action am laufenden Band
The Conduit – im Juli 2009 veröffentlicht – war ein vergleichsweise guter Shooter, wenn man die Tatsache berücksichtigt, dass die Wii nicht gerade für bombastisch inszenierte Ballerspiele bekannt ist. Doch schlauchartige Levels und ständig gleiche Suchaufgaben zerrten auch zeitweise an der Geduld der Spieler. Die frohe Botschaft lautet: Der Nachfolger wurde in (fast) allen Belangen verbessert und besticht durch abwechslungsreiches Spieldesign und eine gute Präsentation. Besonders gut gefällt uns der hohe Action-Anteil. Denn Verschnaufpausen gibt es selten, meist jagt eine Begegnung mit einem Gegner die nächste. Aber die pausenlose Spannung kommt dem Spielerlebnis zugute. Langwierige Suchaufgaben gibt es praktisch nicht mehr. Wir finden: gut so!

Bosskämpfe runden das actionorientierte Spielprinzip ab. Bosskämpfe runden das actionorientierte Spielprinzip ab. Bombastische Bosskämpfe
Bosskämpfe runden das actionorientierte Spielprinzip ab. Hier bekämpfen wir zum Beispiel den fiesen Leviathan – eine überdimensionale Kobra, die nur bei ständigem Feuerbeschuss aufgibt. Im Bild heizen wir dem Biest vom Geschützturm aus mächtig ein!

Variabler Schwierigkeitsgrad
Gut gefällt uns die Möglichkeit, den Schwierigkeitsgrad nach einem Ableben der Spielfigur zu senken. Wenn ihr beispielsweise an einer bestimmten Stelle einige Leben am Stück verliert und schon regelrecht am Verzweifeln seid, könnt ihr bequem einen Gang zurückschalten. Das Spiel überlässt euch dabei die Wahl zwischen etlichen Schwierigkeitsgraden. So gibt es nicht nur "gemäßigt", sondern auch "sehr einfach". Wer sich als echten Profi zählt, entscheidet sich entweder für "hohen" oder "sehr hohen" spielerischen Anspruch. Klasse gemacht! Bei anderen Spielen musste man sich meistens schon vor Beginn der Einzelspielerkampagne für einen Schwierigkeitsgrad entscheiden. Das war äußerst unpraktisch, denn wer weiß schließlich schon vor dem Start ins Abenteuer, wie knifflig das Spiel wird.

Bildergalerie

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