Mittels Custom Firmware auf der PS3 wird die Möglichkeit von Homebrew-Software für PlayStation 3 geschaffen. Nutzer probieren neben Emulatoren für SNES oder Sega Mega Drive auch neue Dateimanager oder alternative Media Player aus.
Die PS3-Homebrew-Möglichkeit ist umstritten, weil dazu das Sicherheitssystem der PS3 gehackt werden muss. Homebrew ist die Bezeichnung von Computerprogrammen für Konsolen, die von Privatpersonen erstellt wurden. Während Hersteller Sony hauptsächlich die Angst vor Raubkopien von PlayStation 3-Spielen plagt, programmieren Hacker eher meist eigene Homebrew-Apps und -Tools, um die Möglichkeiten der PS3 auszutesten. Was die PlayStation 3 im Ur-Zustand verweigert, wird mittels Custom Firmware kurzerhand selbst gebastelt. Auch die Integration eines Linux-Betriebssystems ist nach dem Hack der PlayStation 3 wieder möglich. Der alternative Media-Player Showtime beispielsweise bietet eine Alternative zum herkömmlichen PS3-Media Player. Dabei dürfen Videodateien und Bilder von der Festplatte oder von einem Media Server abgespielt und angeschaut werden. Auch in 1080p dürfen Blu-ray-Dateien von externen Geräten wiedergegeben werden.
Auch der MultiMAN Filemanager bietet einen Picture Viewer an. Der Dateimanager verwaltet neben der PS3-Festplatte auch externe Festplatten oder USB-Sticks. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Festplatten in FAT32 oder NTFS formatiert sind. In Sachen Homebrew für die PS3 stehen also nicht nur illegale Raubkopien für Spiele im Vordergrund. Vor allem eigene Anwendungen und Tools werden von Programmierern angeboten. Videogameszone distanziert sich von illegalen Raubkopien für PS3, zeigt in diesem Artikel aber trotzdem einige Videos zu PS3-Homebrew-Anwendungen. Auch ein PS3-Tool zur Controller-Vibration wird gezeigt.
