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18.08.2002 12:43 Uhr

XIII

18.08.2002 12:43 Uhr - Viel ist es nicht, mit dem Sie am Strand erwachen. Der Schlüssel zu einem Schließfach und eine Tätowierung auf der Schulter, das ist alles, was Ihnen von Ihrem bisherigen Leben geblieben ist. Kein Name, nichts, was auf Ihre Identität hinweist und vielleicht wartet genau jetzt in diesem Moment Ihre Frau mit dem Abendessen auf Sie, aber Sie wissen es nicht - kompletter Gedächtnisverlust. Aus Ermangelung von Hinweisen zu Ihrer Spielfigur heißt diese vorerst nach der mysteriösen Tätowierung auf der Schulter: 13. Während Sie nun versuchen Ihre eigene Geschichte zu rekonstruieren, stoßen Sie auf eine Verschwörung höchster Kreise gegen die US Regierung. In Szene gesetzt wird die Suche nach Ihrer Vergangenheit komplett in Cell-Shading-Grafik, was dem gesamten Spiel den düster, morbiden Charme der Comic-Vorlage von William Vance und Jean van Hamme verleiht. Unter der gezeichneten Oberfläche tuckert die Next-Generation-Unreal-Engine, die selbst in hektischen Situationen für eine enorme Grafikleistung sorgt und gleichzeitig hervorragende Effekte auf den Schirm zaubert. Obwohl die Vergangenheitsbewältigung Ihres Helden viele Adventure-Elemente enthält, ist XIII in erster Linie ein Ego-Shooter. Dementsprechend müssen Sie Gebäudekomplexe infiltrieren, Attentate verhindern oder einfach bestimmte Agenten ausschalten. Zur Verfügung stehen Ihnen dabei nicht nur die üblichen großen und kleinen Feuerwaffen, die in den Armeen rings um den Globus Verwendung finden, sondern Sie können nahezu jedes Objekt als Kampfmittel missbrauchen. Eine harmlose Pfandflasche beispielsweise wird aufgenommen, gegen die Wand geschlagen und schon verfügen Sie über eine messerscharfe Kampfscherbe mit Griff.
SCHWARZE SONNE
Allgemein sollten Sie versuchen Krisensituationen möglichst kreativ zu lösen, denn wilde Schießereien sorgen nur für unnötiges Aufsehen. Um inmitten von Wachleuten, Sicherheitskameras und namenlosen Verfolgern bestehen zu können, verfügt Ihr Held über einen sechsten Sinn. Mit diesem kann er Feinde erahnen, auch wenn sich diese in einem anderen Raum aufhalten. Um nicht weiter aufzufallen, können Sie ausgeschaltete Personen wegschleifen. Ein kleiner Werkzeugkasten gibt Ihnen überdies die Möglichkeit, Überwachungskameras zu deaktivieren sowie Sicherheitssperren zu überbrücken. Wem das alles zu heimlich ist, kann sich natürlich auch auf Teufel komm raus durch die Gänge ballern. Für diesen Spielertyp dürfte unter anderem die Fähigkeit des Helden interessant sein, Geiseln zu nehmen, beziehungsweise diese als Schutzschilde gegen feindliche Kugeln zu gebrauchen. Je weiter Sie in der Geschichte vorankommen, umso öfter treffen Sie auf Personen aus Ihrer Vergangenheit. In teilweise spielbaren schwarz-weiß Rückblende offenbaren sich so Stück für Stück die Zusammenhänge und das Rätsel um Ihre eigene Identität. Unter anderem dadurch gelingt es XIII eine unglaublich dichte Atmosphäre aufzubauen, die in Verbindung mit der spannenden Story voll überraschender Wendungen der Comic-Vorlage durchaus gerecht wird.
Einmal angestoßen und der Wachmann liegt am Boden.
Bei Lawinengefahr sind Granaten ein Garant für Spaß.
Weit entfernte Objekte lassen sich einfach anvisieren.
Warum zwei Wachmänner auf eine Frau aufpassen müssen, ist fraglich.
Wie in jedem guten Comic dürfen Geräuschuntermalungen nicht fehlen.
Gegen Bomben im Erdgeschoss helfen auch keine Großbuchstaben.
Was wäre ein Ego-Shooter ohne Scharfschützengewehr.
(Philipp Rohwedder)

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Allgemeine Infos
System: PS2
Genre: Ego-Shooter
Entwickler: Ubisoft Entertainment SA (FR)
Publisher: Ubisoft
Sprache: Deutsch
Schwierigkeit: nicht bekannt
Internet: http://www.ubisoft.de
Spieler: nicht bekannt
USK: ab 16 Jahren
Preis: € 60.00
Termin: 30.10.2003
 
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