God of War 3 ab sofort im Handel: Kratos nimmt Rache an den Göttern

Test Sascha Lohmüller

God of War 3 endlich im Test für PlayStation 3: In unserem Review fühlen wir dem neuen God of War 3 ausführlich auf den Zahn, beleuchten Gameplay sowie Kampfsystem und verraten euch, weswegen Kratos' Rache mit einem Knall endet.

Charakter: Kratos ist unglaublich detailliert, egal ob es um Mimik, Animatio nen oder Texturdetails geht. Zum Vergleich oben ein Bild aus Chains of Olympus. Quelle: nefar007.deviantart.com Charakter: Kratos ist unglaublich detailliert, egal ob es um Mimik, Animatio nen oder Texturdetails geht. Zum Vergleich oben ein Bild aus Chains of Olympus. God of War 3 im Test: Was wurde im Vorfeld nicht alles diskutiert, befürchtet und orakelt. Wird God of War 3 wirklich toll aussehen und genug Atmosphäre versprühen? Nach einer für die Serie nur bedingt spektakulären Demo? Wird das Spielprinzip auch im dritten Teil der Serie fesseln, ohne dass es sich abnutzt? Werden sich clevere Puzzles und bombastische Kämpfe zu einem homogenen Ganzen zusammenfügen? Wird die Story um Rachegelüste, Götterverrat und das Ende der Welt erneut so episch ausfallen wie in den Vorgängern oder sie gar übertreffen? Wir haben God of War 3 durchgespielt und so viel können wir an dieser Stelle jetzt schon verraten: verdammt noch mal, JA! Für all jene, die die ersten beiden Teile nicht gespielt haben, fassen wir die Geschichte kurz zusammen (Vorsicht, Spoiler!): Der spartanische Kriegsherr Kratos wird von Ares hintergangen und bringt versehentlich seine eigene Familie um, schwört Rache, tötet Ares mithilfe der Büchse der Pandora, wird neuer Kriegsgott, wird wieder hintergangen - diesmal von Zeus -, reist in der Zeit zurück, tötet versehentlich Athene, erfährt, dass er Zeus' Sohn und somit Halbgott ist, und greift zusammen mit den Titanen den Hauptsitz der Götter, den Olymp, an. Grob und in kürzester Form. Und genau hier beginnt die Handlung von God of War 3 - alles dazu in unserem Test. In unserer God of War 3-Komplettlösung erfahrt ihr alle Fundorte der Gorgonenaugen sowie Phönixfedern und werdet sicher durch das Abenteuer geführt.

Freischwimmer: Die Wassereffekte samt Spiegelungen sehen schlichtweg großartig aus - genauso wie der Rest des Spiels! Quelle: Sony Freischwimmer: Die Wassereffekte samt Spiegelungen sehen schlichtweg großartig aus - genauso wie der Rest des Spiels! GIGANTOMANIE
In einer rasanten Kamerafahrt sehen wir, wie die Titanen den Olymp erklimmen, gleiten an ihnen vorbei, beobachten Göttervater Zeus, wie er die Szenerie überblickt und die anderen Götter sowie ein Heer von Untoten in die tobende Schlacht wirft. Ein weiterer Kameraschwenk nach unten und wir zoomen an den Körper der Titanin Gaia heran, auf dem Kratos steht, und steigen direkt ins Spielgeschehen ein. Was an dieser Stelle bereits auffällt und sich auch im späteren Spiel nicht verändert: Alle Zwischensequenzen in God of War 3 laufen in Spielgrafik ab. Vorbei sind die Zeiten der gerenderten Szenen. Ein mutiger Schritt, aber einer, der wohlüberlegt und sehr gelungen ist. Genauso bombastisch, wie diese Einstiegssequenz klingt, so spielt sie sich auch. Innerhalb der ersten halben Spielstunde kraxelt ihr quer über den kolossalen Körper Gaias und begebt euch sogar ins Innere ihres Torsos. Und als wäre dies noch nicht genug, trefft ihr bereits direkt am Anfang auf den ersten Gott, Poseidon. Anders als in den Vorgängern steht ihr nämlich nicht erst gegen Ende der Spielzeit einem Gott gegenüber, sondern immer wieder während der gesamten rund elf Spielstunden. Im Kampf gegen Hades beispielsweise tretet ihr in einem dunklen Raum gegen den Gott der Unterwelt an. Dabei weicht ihr nicht nur seinen Klingenhieben aus, sondern auch aus dem Boden schießenden Stacheln. Wurde Hades oft genug getroffen, reißt Kratos ihm in einem Quicktime-Event ein Stück Fleisch aus dem Leib, das daraufhin versucht, zu Hades zurückzukriechen.

Magisch: Jede Waffe besitzt einen auslösbaren Zaubereffekt, die Nemesis-Klingen etwa diesen äußerst effektvollen Kettenblitz. Quelle: Sony Magisch: Jede Waffe besitzt einen auslösbaren Zaubereffekt, die Nemesis-Klingen etwa diesen äußerst effektvollen Kettenblitz.

Natürlich ist es nun eure Aufgabe, das krabbelnde Steak aufzuhalten. Erschwert wird das Ganze durch Hände, die aus dem Boden nach euch greifen. Habt ihr dies mehrmals geschafft, versucht Hades, euch in einen Abgrund zu ziehen, während ihr euch dagegen wehrt und weiter auf ihn einprügelt. Doch selbst danach hat der Gott noch nicht genug. Seines Helms und seiner Klingen beraubt, schlägt der wütende Hades um sich, während ihr an mehreren Greifhaken um ihn herumschwingt und ihm den Rest gebt. Klingt kompliziert? Ist es auch, aber eben verdammt gut inszeniert und fordernd. Neben diesen beiden Göttern stellen sich noch Helios, einige weitere Olympier sowie eine Handvoll überraschende Kontrahenten dem Geist von Sparta in den Weg. Kurz nach Spielstart landet Kratos nämlich wieder einmal im Hades, der Weg auf den Olymp ist also entsprechend lang. Mehr wollen wir an dieser Stelle dann aber auch nicht über die Handlung verraten, es sei nur so viel gesagt: Es gibt einige Wendungen auf Kratos' Reise, bis schließlich der Abspann über euren Fernseher flimmert.

ALTBEWÄHRT, ABER GUT
Man muss so ehrlich sein und es sagen: God of War 3 erfindet die Serie nicht neu. Wozu auch? Die beiden Vorgänger funktionierten einwandfrei und gelten mittlerweile als Klassiker des Action-Genres. Und so finden sich auch im dritten Teil der Trilogie um Kratos bekannte Serienmerkmale wieder. Die Steuerung und das Interface sind größtenteils gleich geblieben, lediglich einige Detailverbesserungen wurden vorgenommen. Beispielsweise wurden die häufig auftretenden Quicktime-Events deutlich optimiert. Die zu drückenden Tasten werden nun auf dem Bildschirm genau da eingeblendet, wo sie sich auch auf eurem Gamepad befinden, also das X unten, der Kreis am rechten Bildschirmrand und so weiter. Eine Anpassung, die auf den ersten Blick vielleicht nicht so wichtig erscheint, aber gerade in hektischen Bosskämpfen die Übersicht um ein Vielfaches erhöht. Und hektische Bosskämpfe werdet ihr zuhauf bestreiten. Eine ähnlich kleine, aber spielerisch sehr feine Änderung wurde bei den Energieleisten vorgenommen. So teilen sich nun Gegenstände und Zauber nicht mehr dieselbe Ressource, sondern werden getrennt voneinander behandelt. Zauber verbrauchen weiterhin Mana, dargestellt durch eine blaue Energieleiste. Gegenstände wie der Flammenbogen oder Helios' Kopf hingegen greifen auf eine gelbe Energieleiste zurück. Der Vorteil: Besonders in Szenen, in denen ihr sowohl im Nahkampf als auch aus der Ferne beharkt werdet, ist es ein wahrer Segen, mit Zaubern um sich schleudern und zusätzlich Pfeile verschießen zu können. Und - was den männlichen Lesern gefallen dürfte - es gibt auch wieder ein Sexspielchen in God of War 3 - yeah!

Betthasen: Wie gewohnt gibt es ein Sexspielchen. Göttin Aphrodite bleibt, die anderen Ladies verschwinden leider. Betthasen: Wie gewohnt gibt es ein Sexspielchen. Göttin Aphrodite bleibt, die anderen Ladies verschwinden leider.

Da sprengt‘s dich weg: Die zahlreichen Zwischensequenzen fügen sich perfekt
in den atmosphärischen Look der Spielgrafi k ein - absolut brillant gemacht! Quelle: Sony Da sprengt‘s dich weg: Die zahlreichen Zwischensequenzen fügen sich perfekt in den atmosphärischen Look der Spielgrafi k ein - absolut brillant gemacht! GÖTTLICHE GEGENSTÄNDE
Wo wir schon beim Thema Gegenstände sind: Den ersten besitzt ihr gleich von Anfang an, denn dabei handelt es sich um die äußerst praktischen und aus Teil 2 bekannten schwarzen Ikarus-Flügel, mit denen ihr über Abgründe gleiten oder euch durch Luftströme nach oben tragen lassen könnt. Damit ist das Kratos'sche Inventar aber noch lange nicht voll. Als nächstes Helferlein erbeutet ihr im Hades einen Flammenbogen, mit dem ihr weiter entfernte Gegner unter Beschuss nehmt und sogar in Brand steckt. Eine weitere sehr nützliche Utensilie ist der Kopf des Sonnengottes Helios. Sofern ihr nicht schon auf zahlreichen Bildern und in diversen Trailern gesehen habt, wie ihr diesen erbeutet, könnt ihr es euch sicherlich denken - dies ist nicht die einzige sehr explizite Szene in God of War 3. Das Spiel gehört wie erwartet definitiv nicht in Kinderhände. Zurück zum erwähnten Kopf. Dieser dient euch fortan nicht nur als handliche Lichtquelle, sondern auch dazu, Gegner zu blenden und somit kurzzeitig zu betäuben. Im späteren Spielverlauf erbeutet ihr außerdem ein schickes Paar Stiefel, mit dem ihr bestimmte Wände hochlaufen oder in eine Gegnergruppe hineinstürmen könnt. In letzterem Fall läuft das Spiel dann kurz in Zeitlupe ab. Hinzu kommen diverse, für die Story wichtige Gegenstände, die jedoch keinen offensiven Nutzen haben. Unbrauchbar ist glücklicherweise keine der Errungenschaften, denn wenn ihr erst einmal in deren Besitz seid, werdet ihr regelmäßig mit Puzzles oder Passagen konfrontiert, die den Einsatz eines oder mehrerer Gegenstände erfordern. Gut so, denn dadurch fühlt es sich zu keinem Zeitpunkt so an, als würde man nur sein Inventar zumüllen.

Screenshots aus unserem Test zu God of War 3:

Bildergalerie

  1. Seite 1 God of War 3 im Test für PS3: Altbewährt, aber gut
  2. Seite 2 God of War 3 im Test für PS3: Ausnutzen ist toll
  3. Seite 3 God of War 3 im Test für PS3: Rätselspaß & God of Action
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk