Battlefield Bad Company 2 - Test des großen Modern Warfare 2-Konkurrenten für PS3 und Xbox 360

Test Maik Koch

Battlefield: Bad Company 2 im Test: Der Herbst gehörte Modern Warfare 2. Doch nun greifen vier chaotische Söldner in Battlefield: Bad Company 2 nach dem Genrethron. Haben sie eine Chance auf den Sieg?

Gleich zu Beginn von Bad Company 2 erlebt ihr eine echte Überraschung. Eigentlich geht es im Spiel um ein fiktives Gegenwartsszenario, in dem der Kalte Krieg nie ein Ende fand. Im Gegenteil: Die Russen könnten jederzeit in die USA einfallen. Doch eure erste Mission führt euch in die Vergangenheit. Genau genommen auf eine japanische Insel inmitten des Zweiten Weltkriegs. Dort versucht ihr, einen Forscher aufzusammeln, der an einer schrecklichen Technologie arbeitet und die Fronten wechseln will. Was für eine clevere Idee für den Prolog! Angesichts der vielen Shooter mit modernem Setting wirkt das Weltkriegsszenario geradezu erfrischend! Die Mission zieht sich nicht lang hin, sondern stimmt euch kurz und knackig auf das zentrale Thema des Spiels ein: eine geheimnisvolle Superwaffe. Dieser seid ihr den Rest des Spiels über auf der Spur und macht dabei ganz Südamerika unsicher. Die Bad Company jagt dabei zwielichtige Informanten, böse Schurken, einen abgestürzten Satelliten sowie ein Schiff in einer Wüste. Sobald die Server zu Battlefield: Bad Company 2 "armed and dangerous" sind werden wir den Multiplayer-Modus von Battlefield : Bad Company 2 auf Herz und Nieren prüfen. Neben dem Battlefield: Bad Company 2-Grafikvergleich zwischen PS3 und Xbox 360-Version, vergleichen wir auch den Mehrspieler-Modus von Battlefield: Bad Company 2 und Modern Warfare 2 miteinander.

Battlefield Bad Company 2 im Test - Ciao, Sniper: Anstatt den Scharfschützen mühsam zu flankieren, greifen wir zur Gewehrgranate. Quelle: videogameszone.de Battlefield Bad Company 2 im Test - Ciao, Sniper: Anstatt den Scharfschützen mühsam zu flankieren, greifen wir zur Gewehrgranate.

Battlefield Bad Company 2 im Test - Tod von oben: Mit dem Bordgeschütz ballern ist simpel, macht aber Spaß. Quelle: videogameszone.de Battlefield Bad Company 2 im Test - Tod von oben: Mit dem Bordgeschütz ballern ist simpel, macht aber Spaß. ABWECHSLUNG IST TRUMPF
Das Spiel scheint es recht eilig zu haben, euch in die Schlacht zu schicken. Die Zwischensequenzen sind meist recht kurz und es gelingt ihnen selten, die Chemie des Soldaten-Quartetts wirklich zu transportieren. Im Vergleich mit dem Vorgänger mussten wir einfach weniger schmunzeln. Immerhin ist die geradlinige Geschichte, bei der ihr stets denselben Charakter spielt, eine erfreuliche Abwechslung zur Erzählweise der Call of Duty-Spiele, bei denen ihr immer wieder die Rollen wechselt. Etwas eigentümlich sind die vielen Schwarzblenden: Vor und nach jeder Dialogsequenz und vielen wichtigen Ereignissen wird das Bild kurz schwarz. Das kaschiert Ladezeiten, zerstückelt jedoch den Spielverlauf. Doch die Gameplay-Happen sind allesamt äußerst unterhaltsam. Stets werdet ihr vor neue Herausforderungen gestellt und nie haltet ihr euch zu lange in einem Gebiet oder mit einem bestimmten Waffensystem auf. Mal sitzt ihr an Bord eines Hubschrauber-Geschützes, mal haltet ihr einem Gegenangriff stand und mal donnert ihr auf einem Quad-Bike durch die Wüste. Das funktioniert zwar recht linear – ihr arbeitet euch stets zu dem Punkt vor, an dem das nächste vorgeschriebene Ereignis passiert –, aber innerhalb der Abschnitte genießt ihr große Freiheiten. Das liegt vor allen Dingen an der speziellen Grafik- und Soundengine des Spiels.

Battlefield Bad Company 2 im Test - Vorher: Ein Schütze auf diesem Hausdach ist so frech, auf euch zu feuern. Quelle: videogameszone.de Battlefield Bad Company 2 im Test - Vorher: Ein Schütze auf diesem Hausdach ist so frech, auf euch zu feuern.

MACHT ALLES KAPUTT!
„Frostbyte 2.0“ nennen die schwedischen Entwickler ihre Technologie, die enorm weitläufige Umgebungen samt zerstörbaren Gebäuden erlaubt. Jede Mauer kann mit einem Raketen- oder Granatwerfer pulverisiert werden. Das funktioniert zwar nicht derart detailliert wie in Red Faction: Guerrilla, dafür wirkt Bad Company 2 deutlich hübscher als der Sci-Fi-Shooter. Mit der Möglichkeit zur gezielten Zerstörung eröffnen sich neue Wege. Durchgänge in Häusern oder Mauern sind stets nur eine Granatenexplosion entfernt, was interessante Flankenmanöver ermöglicht, ihr könnt Scharfschützen den Boden unter den Füßen wegsprengen oder die Sandsackbarriere eines MG-Nests pulverisieren. Bekommt ein Gebäude genügend Treffer ab, so sinkt es ächzend in sich zusammen. Das ist zwar eine vorgefertigte Animation, wirkt aber dennoch mächtig beeindruckend. Doch seid auf der Hut: Eure Gegner wissen ebenfalls, dass die Umgebung zerstörbar ist. Am Ende einiger Scharmützel blieb oft wenig von den Gebäuden übrig, in denen wir Stellung bezogen hatten. Diese beeindruckende Technik hat aber einen etwas nervigen Nebeneffekt. Insbesondere in halb zerstörten Häusern bleibt eure Spielfigur leicht an Umgebungsobjekten hängen.

Battlefield Bad Company 2 im Test - Nachher: Eure Granate reißt ein riesiges Loch in das Haus. Wow! Quelle: videogameszone.de Battlefield Bad Company 2 im Test - Nachher: Eure Granate reißt ein riesiges Loch in das Haus. Wow!

Den Battlefield: Bad Company 2-Test zur PC-Version lest ihr auf pcgames.de

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