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Test
10.11.2009 12:30 Uhr
Tropico 3 im Test: Wie gut ist die Konsolen-Premiere auf Xbox 360 gelungen?Tropico 3 für Xbox 360 im Test: El Presidente gibt jetzt endlich auch auf der Konsole Audienzen. Lohnt sich ein Besuch auf Kalypsos Insel?
10.11.2009 12:30 Uhr -
PC-Besitzer spielen schon seit einigen Monaten die Wiederauferstehung einer witzigen Kultserie, die euch in die Knobelbecher des Diktators eines karibischen Bananenstaats steckt. Angefangen in den 1950er-Jahren, dürft ihr die Geschicke eures Reiches völlig frei lenken. Möchtet ihr lieber einen sozialistischen Bauernstaat errichten und euch der Sowjetunion unterjochen? Oder strebt ihr nach Coca-Cola, Kapitalismus und prallen Konten?
Xaver macht mit Bei der Spielmechanik hält sich Entwickler Haemimont Games eng an den ersten Teil der Serie: Ihr zieht Wohnungen, Minen und Farmen hoch, die Geld und Gut in die Lagerhallen spülen. Danach geht es daran, die Bedürfnisse der Bevölkerung zu befriedigen, also zum Beispiel Kirchen, Schulen oder Fernsehsender zu errichten. Leider macht euch beim Bauen ständig die hakelige Steuerung einen Strich durch die Rechnung. Wollt ihr ein Gebäude platzieren, scrollt der Bildschirm unendlich langsam und auch die Platzierung selbst ist auf der Konsole nicht so präzise wie auf dem PC. Außerdem sind die Inseln oft so gestaltet, dass an wichtigen Stellen Platz fehlt. Trotzdem ist der Stadtplaner-Part für Genre-Veteranen recht leicht. Interessanter ist da schon die langwierige Aufgabe, die einzelnen Gruppierungen auf dem Eiland zufriedenzustellen. Kapitalisten, Kommunisten, Intellektuelle, Religiöse, Militaristen, Umweltschützer und Nationalisten haben nämlich alle eigene Anliegen und Ziele und kommen sich teilweise gegenseitig in die Quere. Zudem müsst ihr noch die beiden Supermächte USA und UdSSR gegeneinander ausspielen. Zwischendurch fälscht ihr Wahlen, leitet Staatsgeld auf euer Privatkonto (das leider keinen spielerischen Wert hat) oder lasst Widersacher von der Geheimpolizei aus dem Weg schaffen. Als cooles Gimmick haben die Entwickler einen Diktator-Avatar ins Spiel eingebaut. Ihr dürft entweder vorgefertigte Charaktere wie Fidel Castro und Che Guevara nehmen oder euch selbst ein Alter Ego mit eigenen Fähigkeiten und Problemen zurechtschnitzen. Euer Presidente greift sogar selbst ins Geschehen ein, beschleunigt Bauvorgänge oder hält auf dem Balkon seines Palastes markige Ansprachen.
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