FUEL im Test: Open-World-Granate oder lahmer Racer?

Test Horst Heindl

FUEL-Test: 14.000 Quadratkilometer: Das Eldorado für Freiheits­liebende oder nur ein gigantisches Spielspaßgrab?

FUEL (1) (4) Quelle: Videogameszone.de FUEL (1) (4) FUEL ist gut geworden. Nicht sehr gut oder gar der Überflieger, der das Open-World-Rennspiel hätte werden können, wenn die Entwickler mehr Spiel in die riesige Spielwelt eingebaut hätten. Mit riesig meinen wir: 14.000 Quadratkilometer riesig. Und abgesehen von sporadischen, keineswegs störenden Nachladerucklern dürft ihr stundenlang durch die abwechslungsreiche Landschaft cruisen. Durch dichte Wälder, über staubige Highways, vorbei an Seen und roten Felsformationen, über einen Salzsee, einen schneebedeckten Berg hinauf oder an der Pazifikküste entlang.

FUEL (1) (1) Quelle: Videogameszone.de FUEL (1) (1)

Der größte Pluspunkt ist zugleich der größte Kritikpunkt. Abgesehen von einigen Trucks wirkt die Welt wie ausgestorben. Kein Lebewesen bevölkert die Landschaft. Wir sprechen vom Offline-Freeride-Modus. Im Mehrspielermodus, für den der Titel ausgelegt ist, ist das sicher anders. Dann trefft ihr stets auf jene 15 Spieler, die euch gerade am nächsten sind.

Über Stock und Stein
FUEL (1) (3) Quelle: Videogameszone.de FUEL (1) (3) Im Einzelspielermodus schaltet ihr im Laufe der Karriere die 19 Camps frei, in die die Welt unterteilt ist. Sterne und Fuel sind die beiden Währungseinheiten im Spiel. Je mehr Sterne ihr habt, in umso mehr Camps könnt ihr direkt springen. Mit Fuel kauft ihr neue Fahrzeuge, von diversen Motocross-Maschinen über Straßen-Motorräder, Muscle Cars oder Buggys hin zu Trucks. Jedes Camp bietet Karriererennen (bringen Sterne und etwas Fuel) und Herausforderungen (keine Sterne und jede Menge Fuel).

FUEL (1) (2) Quelle: Videogameszone.de FUEL (1) (2)

Spielmodi und Chrash-Tests
FUEL (1) (5) Quelle: Videogameszone.de FUEL (1) (5) Helikopterverfolgungen oder Ausscheidungsrennen, bei denen immer der Rundenletzte ausscheidet, sind typische Herausforderungen. Bei der Variante Suchen und Zerstören gewinnt ihr, indem ihr ein flüchtendes Fahrzeug berührt. Das ist nicht sehr prickelnd, die Jagd nach Fuel motiviert Genrefans trotzdem. Wesentlich interessanter sind die klassischen Runden- oder Checkpointrennen im Karrieremodus. Die KI-Fahrer machen nämlich hin und wieder Fehler oder nehmen sinnvolle Abkürzungen. Hier spielt FUEL seinen Trumpf aus. Ständig müsst ihr abwägen, ob ihr bei hoher Geschwindigkeit auf der Straße bleibt oder querfeldein fahrt. Das verkürzt zwar die Strecke, dafür seid ihr langsamer unterwegs, was aber wiederum vom gewählten Vehikel abhängt. Umso ärgerlicher ist das arcadelastige Fahrgefühl. Prallt ihr mit 120 Sachen gegen einen noch so dünnen Baum, kommt ihr nicht nur in null Sekunden zum Stehen, auch der Baum wirkt so starr wie ein unerschütterlicher Stahlpfos­ten. Wenigstens ein optisches Schadensmodell wäre schön gewesen, liebe Entwickler!

Bildergalerie

Wertung zu FUEL (PS3)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
Riesige, vielfältige Spielwelt, die komplett ohne Ladezeiten befahren werden kannDas sehr gute Navi passt den optimalen Weg ständig an die gewählte Strecke an.
Fahrverhalten manchmal fragwürdig; es gibt nicht mal ein optisches Schadensmodell.Im Freeride-Modus ist offline fast überhaupt nichts los.Kein gutes Geschwindigkeitsgefühl, außer in der StoßstangensichtKleinere Design- und Technikfehler (Kein Rückblick, Clippingfehler, Abstürze, ...)
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