MotoGP 08 im Test

Test

Die MotoGP-Reihe steht bei Xbox-Spielern seit Jahren für hochwertige Motorradrennsimulationen. Allerdings stammten die Ableger dieser Reihe bislang aus dem Hause THQ und wurden von Climax entwickelt. Capcom, das bisher die entsprechende Lizenz nur für Sonys Heimkonsolen besaß, schnappte sich diese nun aber auch für die 360. Die Folge ist, dass MotoGP 08 - mal abgesehen von der offiziellen Lizenz - wenig mit seinen Xbox-Vorgängern gemein hat. Leider trifft dies auch in puncto Qualität zu.

Lizenzpaket
Motorradfans werden sich zuerst einmal darüber freuen, sowohl mit den MotoGP-Bikes als auch in der 250cc- und der 125cc-Klasse antreten zu dürfen. Hier sind alle aktuellen Fahrer, Teams und die 18 offiziellen Strecken vertreten und wie in der Realität finden nun auch Rennen bei Nacht statt. Neben der Möglichkeit, Meisterschaften in den jeweiligen Klassen zu fahren, bildet der Karriere-Modus das Herzstück des Spiels. Hier dürft ihr euren eigenen Fahrer erstellen und müsst euch nach oben arbeiten.

Fahrgefühl
Was die Steuerung angeht, gibt's nichts zu meckern. Zwar ist es nun nicht mehr möglich, per rechtem Analog-Stick Gas zu geben und zu bremsen, dies wird aber nur jenen missfallen, die genau das an der THQ-Serie geliebt hatten. Das Handling der Bikes lässt sich außerdem dreistufig kalibrieren. Auf "Arcade" ist es noch relativ einfach, das eigene Zweirad in der Spur zu halten, während ihr nur nach einiger Übung auf "Simulation" stellen solltet. Hier müsst ihr auf so Kleinigkeiten achten wie nicht gleichzeitig zu lenken und zu bremsen, da sonst euer Vorderrad ausbricht. Zusätzlich lässt sich die KI der Gegner bestimmen. Die Tuning-Möglichkeiten eures Bikes beschränken sich allerdings auf das Nötigste.

Inszenierung???
Während sich der spielerische Kern von MotoGP 08 durchaus als ansprechend bezeichnen lässt, sieht's beim Drumherum richtig düster aus. Die Rennen gegen bis zu 34 CPU-Gegner laufen zwar herrlich flüssig, die Strecken sehen aber so steril aus, als würdet ihr permanent in einer Geis­ter­stadt fahren. Zuschaueranimatio­nen oder sonstige Bewegungen abseits des Asphalts sucht man vergebens. Genauso wie Siegerehrungen, Jubelanimatio­nen oder Ähnliches. Eine Rangliste zeigt euch nach dem Rennen lediglich eure Platzierung und schon geht's weiter zum nächs­ten Wettkampf.

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