Deadly Creatures für Wii im Test

Test Sebastian Stange

Kreative und neuartige Spiel­ideen gibt es auf der Wii so einige. Dennoch hat sicherlich niemand damit gerechnet, dass ihr mit Wii-FB und Nunchuk einmal eine Tarantel und einen Skorpion durch ein ausgewachsenes Abenteuer steuern würdet. Genau darum dreht sich Deadly Creatures, das schon jetzt eines der ungewöhnlichsten Spiele des Jahres ist.

Wo sonst habt ihr die Gelegenheit, ein Autowrack zu erkunden, das groß wie ein Haus ist? Und wo sonst legt ihr euch mit Wespen, Gottesanbeterinnen und Eidechsen an? Wir finden es klasse, dass das Spiel etwas völlig anderes wagt. Ob das auch gelungen ist, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.

INTERAKTIVE TIERDOKU
LAUSCHPOSTEN Die Story um die zwei Schatzsucher bekommt ihr nur am Rande mit. Quelle: Videogameszone.de LAUSCHPOSTEN Die Story um die zwei Schatzsucher bekommt ihr nur am Rande mit. ]Eure ersten Schritte im Mikrokosmos der Krabbelviecher macht ihr als Tarantel. Die hat keinen Namen, kann nicht sprechen und ist auch sonst nicht an der Story des Spiels interessiert. Vielmehr kreuzt ihr in der Rolle von Spinne und Skorpion immer wieder die Wege der Hinterwäldler Struggs und Wade, die auf der Suche nach einem vergrabenen Schatz sind. Wie Riesen stampfen sie am Horizont entlang, wobei jeder ihrer Schritte die Erde erbeben lässt. Ihr bekommt ihre Gespräche mit und erlebt aus verschiedenen Perspektiven, wie ihnen die Gier zu Kopf steigt. Die beiden Krabbler selbst haben keine besondere Geschichte. Sie wehren sich lediglich gegen allerlei Gegner und versuchen, in den weitläufigen Umgebungen einen Ausgang zu finden.

EKLIG, ABER WAHR Es gibt tatsächlich Eidechsen, die zur Verteidigung Blut aus ihren Augen spritzen. EKLIG, ABER WAHR Es gibt tatsächlich Eidechsen, die zur Verteidigung Blut aus ihren Augen spritzen. Das ist wunderbar konsequent und sorgt dafür, dass eure Spielfiguren nicht künstlich vermenschlicht werden. Ihr steuert Tiere und die kennen nur den Kampf ums Überleben. Auf der anderen Seite kann es durchaus sein, dass ihr euch etwas verloren vorkommt, während ihr durch Wüsten oder Abwasserrohre krabbelt. Immerhin ist es interessant, wie sich die Wege von Skorpion und Tarantel kreuzen, zwischen denen ihr Kapitel für Kapitel wechselt. Oft durchquert ihr sogar denselben Level, nur eben auf einem völlig anderen Weg.

SKORPION VERSUS RATTE
Spielerisch ist Deadly Creatures nur schwer einzuordnen. Prinzipiell ist es ein Action-Spiel, bei dem ihr die Spielfigur mit dem Nunchuk steuert und per Tastendruck und Geste verschiedenste Angriffe startet. Überall in den Levels findet ihr Maden und Heuschrecken, die eure Energie wiederherstellen. Für besiegte Gegner gibt es Punkte, die mit der Zeit neue Angriffe und Fähigkeiten freischalten. Außerdem sind in den Umgebungen so manche Geheimräume versteckt. In denen findet ihr zwar keine Schätze, dafür jedoch spezielle Krabbler. Verspeist ihr sie, steigt eure Angriffskraft oder Lebensenergie dauerhaft.

Bildergalerie

Skorpion und Spinne unterscheiden sich deutlich. Nur die Tarantel kann beispielsweise springen und mit ihrem Netz Fernangriffe starten. Außerdem kann sie sich an entfernte Orte katapultieren. Der Skorpion hingegen kann seine Scheren nutzen, um Angriffe zu blocken und beherrscht weitaus mehr Angriffstechniken als die Tarantel. Nur er kann außerdem spektakuläre Finishing-Moves vollziehen, die zwar totaler Humbug sind, aber gerade deshalb richtig Freude bereiten. Im Endeffekt spielen sich beide Tiere aber recht ähnlich. Schnell habt ihr für jede Situation eine starke Technik gelernt. Die komplizierten Combos zu erlernen, ist nicht unbedingt notwendig. Immerhin macht der Spielverlauf Spaß, auch wenn er abwechslungsreicher sein könnte. Die Steuerung funktioniert recht gut und eure Gegner sind allesamt herrlich widerlich.

  1. Seite 1 Das große Krabbeln mit Wii-FB und Nunchuk
  2. Seite 2 Das Fazit und die Wertung von Deadly Creatures für Wii
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