F.E.A.R. 2: Project Origin: Der Grusel-Schocker für PS3 im Test

Test Sebastian Stange

EIN BALLER-FEST
F.E.A.R. 2: Project Origin - PlayStation 3 (BILD: play³) (9) F.E.A.R. 2: Project Origin - PlayStation 3 (BILD: play³) (9) Doch auch ohne schlüssige Story macht das Grusel-Abenteuer durchaus Spaß. Das liegt zum einen an der herrlich morbiden Inszenierung. Egal ob Schock-Moment, subtiler Grusel oder morbider Gag - das Spiel wird euch in seinen Bann ziehen. Spielt es idealerweise bei Nacht und ihr werdet euer Pad so manches Mal panisch von euch schleudern. Darüber hinaus ist F.E.A.R. 2: Project Origin ein wirklich grundsolider Shooter. Euch steht ein ansehnliches Waffen­arsenal mit MG, Schrotflinte, Flammenwerfer und diversen Granaten zur Verfügung und später dürft ihr sogar in einem mächtigen Exo-Skelett spazieren gehen. Generell sind alle Schusswechsel ein Spaß. Die Replikanten-Einheiten verhalten sich erfreulich klug. Sie werfen beispielsweise Tische um und nehmen dahinter Deckung - das könnt ihr natürlich auch. Außerdem versuchen sie immer wieder, euch zu flankieren und bleiben erstaunlich störrisch außerhalb eurer Schusslinie. Gerade bei größeren Gegnermassen und einem entsprechenden Waffenarsenal kommt wahre Baller-Freude auf. Dann wird F.E.A.R. 2: Project Origin eher zum Action-Kracher. Zwischendurch wird der Grusel-Regler aber auch kräftig hochgeschraubt. In einer Grundschule müsst ihr beispielsweise nur wenig ballern, dafür werden eure Nerven gehörig auf die Probe gestellt.

Bildergalerie

ÜBERSETZUNG: WUNDERLICH
F.E.A.R. 2: Project Origin - PlayStation 3 (BILD: play³) (10) F.E.A.R. 2: Project Origin - PlayStation 3 (BILD: play³) (10) Technisch gibt es an F.E.A.R. 2: Project Origin nichts zu meckern, jedoch ist der Titel auch kein Killzone 2. Immerhin wurden alle Umgebungen recht detailreich gestaltet und großzügig mit zerstörbaren Objekten bestückt. Feuergefechte hinterlassen also ein befriedigendes Chaos. Gut sind auch die Szenen gelungen, wo das Spiel zwischen Wahnvorstellung und Realität hin- und herspringt. Das entschädigt für die kleineren Ruckler. Warum man jedoch bei der deutschen Synchro so geschlampt hat, können wir nicht ganz verstehen. Die Sprecher tragen ihre Texte gestelzt und unnatürlich vor und so manche Zeile wirkt einfach unpassend aus dem Englischen übersetzt. Für Teil drei erwarten wir in diesem Punkt Besserung!

Wertung zu FEAR 2: Project Origin (PS3)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Durchweg gelungener Shooter mit grundsolidem Gameplay.Die Horror-Elemente wirken nicht aufgesetzt und schocken wirklich.Die Gegner-KI ist erfreulich clever, was die Kämpfe unterhaltsam macht.Die Grafik kann sich wirklich sehen lassen – gerade im Vergleich zu Teil eins.
Die deutsche Synchronisation ist leider ein ziemlicher Reinfall.Sehr schnell verliert man jegliches Gefühl für die eigentliche Handlung.

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