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Test
24.05.2008 09:00 Uhr
HazeDie Erwartungen waren groß! Vielleicht zu groß, denn Ubisofts PS3-exklusive Ballerei wird aktuellen Ansprüchen nicht gerecht. |
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| Das Spiel gibt es außerdem für folgende Plattformen: |
| Aufwendig konstruierte Story und stimmungsvolle Dialoge sorgen für Atmosphäre. | Die deutsche Synchronisation hingegen enttäuscht durch unpassende und unmotivierte Sprecher. | ||
| Vielseitiges Nectar-Gameplay, das sich gut und intuitiv handhaben lässt und vor allem auf der Mantel-Seite sehr originell rüber kommt. | Das Fahrverhalten der Vehikel ist zu zäh und störrisch ausgefallen. |
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24.05.2008 09:00 Uhr - Da wir einerseits einen Beta-Test von Haze anhand einer frühen Test-Version angefertigt und zusätzlich dazu auch noch die Verkaufs-Version getestet haben, kombinieren wir an dieser Stelle beide Texte, um euch alle Einzelheiten über Ubisofts PS3-exklusiven Shooter zu liefern. Hier der Beta-Test: Story mit viel Potenzial Wie bereits in der letzten Ausgabe erwähnt, schlüpft ihr in Haze in die Rolle von Shane Carpenter, der als Soldat der Mantel Global Corporation an einem Einsatz in Mittel- oder Südamerika (der genaue Ort wird nicht genannt) teilnimmt, um eine Rebellion niederzuschlagen. Im Verlauf der Ereignisse wechselt er jedoch auf die Seite der Rebellen und kämpft gegen seine ehemaligen Kameraden. Wieso und weshalb verraten wir euch natürlich nicht. Nur so viel: die Story ist das Highlight von Haze. Mit sehr viel Hingabe hat Rob Yescombe glaubhafte Hintergrundinformationen (siehe die Website www.mantelglobalindustries.com) und coole Dialoge verfasst, um die nötige Spannung aufzubauen - und auch die sehr gute englische Sprachausgabe trägt dazu bei. Gerade zu Beginn des Spiels baut die Story eine richtig coole und packende Atmosphäre auf, schafft es aber leider nicht, die Spannung bis zum Ende zu halten. Gegen Ende wird Haze zu durchsichtig und offensichtlich. Spielerisch prinzipiell gut Zentrum des Gameplays ist die Kriegsdroge Nectar. Mit diesem Aufputschmittel seht ihr die Gegner orange-gelb-leuchtend absolut klar, das Zielen im Zoom-Modus wird erleichtert und ihr könnt schneller laufen und kräftiger zuschlagen. Haltet die L2-Taste gedrückt, um euch eine Ladung zu verpassen. Geht euch der Stoff mal aus, könnt ihr auf den Nectar-Vorrat eurer Kameraden zurückgreifen. Allerdings führt zu exzessiver Gebrauch zu einer Überdosis. Dann verschwimmt das Sichtfeld, ihr könnt nicht mehr Freund von Feind unterscheiden und feuert sogar, ohne eine Taste zu drücken. Die Verlockung ist dennoch groß, denn der Nectar gibt euch das Gefühl von Überlegenheit und so setzt ihr euch regelmäßig einen Schuss. Diese Abhängigkeit nimmt man während des Spielens zunächst gar nicht war und genau darin liegt die Genialität. Leider ist dieser spielerisch gelungene Teil von Haze viel zu schnell vorbei und ihr wechselt nach nur einem Drittel auf die Rebellen-Seite. Jetzt müsst ihr die Schwächen der Substanz Nectar ausnutzen, indem ihr euren Gegnern mit Nectar-Granaten, einem gezielten Schuss auf den Nectar-Injektor im Nacken oder mit einem in Nectar getauchten Messer gezielt eine Überdosis verpasst. Ihr könnt auch Granaten zur Mine umfunktionieren und im Boden vergraben, was wohlgemerkt auf jedem Untergrund möglich ist. Zum Beispiel auf dem Metallboden eines Frachtschiffes. Die Animation zeigt dann, wie ihr die Mine erst in den Boden steckt und dann mit den Händen verscharrt. Peinlich! Das ist jedoch nicht der einzige Patzer. Stecken eure Kameraden zu viele Treffer ein, rufen sie am Boden kniend nach Hilfe. Drückt ihr nun die Viereck-Taste, heilt ihr den Verwundeten durch Handauflegen! Das wirkt deplatziert und lächerlich. Leider nutzt sich das Anti-Nectar-Gameplay sehr schnell ab und ihr geht bald dazu über, in normaler Ego-Shooter-Manier die Waffen sprechen zu lassen. An den Fahrpassagen haben die Entwickler offensichtlich nichts mehr verändert. Die Vehikel lassen sich alles andere als gut kontrollieren und man ist froh, wenn man wieder zu Fuß unterwegs ist. Technisch veraltet In technischer Hinsicht zeigt sich Haze immer noch durchschnittlich. Hin und wieder bekommt man durchaus ansehnliche Texturen zu Gesicht, allerdings kommt Haze zu keinem Zeitpunkt nur ansatzweise an die derzeitige Konkurrenz heran. Frame-rate-Einbrüche trotz der 30 Bilder pro Sekunde und ein völlig veraltetes Beleuchtungssystem sorgen für zusätzlichen Punktabzug im Technikbereich. Mit den im Vorfeld herausgegebenen Presse-Screenshots kann die tatsächliche Grafik von Haze nicht ganz mithalten. Und hier der Test der Verkaufs-Version: Die Story wird nach wie vor durch gelungene Zwischensequenzen erzählt, in denen bissige Dialoge und Sprüche für Atmosphäre sorgen. Gerade das erste Drittel von Haze hebt sich in dieser Beziehung vom Rest des Spiels ab und wirkt wie ein Antikriegs-Spiel. Die deutsche Synchronisation schafft es allerdings nicht, die Dramatik und Bissigkeit des englischen Originals rüberzubringen. Leider wird die Story zum Ende hin zu offensichtlich und verliert durch unnötige Längen zusätzlich an Spannung. Das Nektar-Gameplay ist sehr originell und macht gerade als Mantel-Soldat eine Menge Laune. Man lässt sich vom Rausch der Kriegsdroge recht schnell gefangen nehmen und genießt während des Spielens das Gefühl der Überlegenheit. Die Missbrauchs-Thematik hinterlässt vor allem in Kombination mit der Story und ihrer Inszenierung einen bitteren Nachgeschmack. Auf der Rebellen-Seite ist das gezielte Ausnutzen der Nektar-Nachteile zwar auch sehr interessant, nutzt sich aber recht schnell ab. Abseits des insgesamt gelungenen Nektar-Gameplays wirkt Haze allerdings sehr altbacken. Die Fahreinlagen sind unverändert und fallen im Vergleich zu den Ballerpassagen deutlich ab. Außerdem trüben zahlreiche Fehler wie KI-Aussetzer, flackernde Texturen, senkrecht im Boden steckende Waffen, Soundaussetzer und Design-Macken wie aus dem Nichts auftauchende Kameraden zusätzlich den potenziell positiven Eindruck. Kooperativ mit drei weiteren Spielern, egal ob im LAN oder online, erfährt Haze aber einen deutlichen Spielspaß-Schub. Die meiste Kritik muss sich aber die Optik von Haze gefallen lassen, die im Direktvergleich mit der Ego-Shooter-Konkurrenz gerade mal Durchschnitt ist. |
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Allgemeine Infos
| System: | PS3,Xbox 360 |
| Genre: | Ego-Shooter |
| Entwickler: | Free Radical Design |
| Publisher: | Ubisoft |
| Sprache: | Deutsch |
| Schwierigkeit: | variabel |
| Internet: | http://www.hazegame.com/ |
| Spieler: | nicht bekannt |
| USK: | Keine Jugendfreigabe |
| Preis: | € 65.00 |
| Termin: | 23.05.2008 |
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