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Test
24.05.2008 09:00 Uhr

Haze

Die Erwartungen waren groß! Vielleicht zu groß, denn Ubisofts PS3-exklusive Ballerei wird aktuellen Ansprüchen nicht gerecht.

Hersteller: Ubisoft
Termin: 23.05.2008 Spieler: -
Testurteil:
70
Leserwertung:
1 Lesertest.
Steuerung
-
Grafik
67
Sound
70
Multiplayer
73
Das Spiel gibt es außerdem
für folgende Plattformen:
Aufwendig konstruierte Story und stimmungsvolle Dialoge sorgen für Atmosphäre. Die deutsche Synchronisation hingegen enttäuscht durch unpassende und unmotivierte Sprecher.
Vielseitiges Nectar-Gameplay, das sich gut und intuitiv handhaben lässt und vor allem auf der Mantel-Seite sehr originell rüber kommt. Das Fahrverhalten der Vehikel ist zu zäh und störrisch ausgefallen.
24.05.2008 09:00 Uhr - Da wir einerseits einen Beta-Test von Haze anhand einer frühen Test-Version angefertigt und zusätzlich dazu auch noch die Verkaufs-Version getestet haben, kombinieren wir an dieser Stelle beide Texte, um euch alle Einzelheiten über Ubisofts PS3-exklusiven Shooter zu liefern.

Hier der Beta-Test:

Story mit viel Potenzial
Wie bereits in der letzten Ausgabe erwähnt, schlüpft ihr in Haze in die Rolle von Shane Carpenter, der als Soldat der Mantel Global Corporation an einem Einsatz in Mittel- oder Südamerika (der genaue Ort wird nicht genannt) teilnimmt, um eine Rebellion niederzuschlagen. Im Verlauf der Ereignisse wechselt er jedoch auf die Seite der Rebellen und kämpft gegen seine ehemaligen Kameraden. Wieso und weshalb verraten wir euch natürlich nicht. Nur so viel: die Story ist das Highlight von Haze. Mit sehr viel Hingabe hat Rob Yescombe glaubhafte Hintergrundinformationen (siehe die Website www.mantelglobalindustries.com) und coole Dialoge verfasst, um die nötige Spannung aufzubauen - und auch die sehr gute englische Sprachausgabe trägt dazu bei. Gerade zu Beginn des Spiels baut die Story eine richtig coole und packende Atmosphäre auf, schafft es aber leider nicht, die Spannung bis zum Ende zu halten. Gegen Ende wird Haze zu durchsichtig und offensichtlich.

Spielerisch prinzipiell gut
Zentrum des Gameplays ist die Kriegsdroge Nectar. Mit diesem Aufputschmittel seht ihr die Gegner orange-gelb-leuchtend absolut klar, das Zielen im Zoom-Modus wird erleichtert und ihr könnt schneller laufen und kräftiger zuschlagen. Haltet die L2-Taste gedrückt, um euch eine Ladung zu verpassen. Geht euch der Stoff mal aus, könnt ihr auf den Nectar-Vorrat eurer Kameraden zurückgreifen. Allerdings führt zu exzessiver Gebrauch zu einer Überdosis. Dann verschwimmt das Sichtfeld, ihr könnt nicht mehr Freund von Feind unterscheiden und feuert sogar, ohne eine Taste zu drücken. Die Verlockung ist dennoch groß, denn der Nectar gibt euch das Gefühl von Überlegenheit und so setzt ihr euch regelmäßig einen Schuss. Diese Abhängigkeit nimmt man während des Spielens zunächst gar nicht war und genau darin liegt die Genialität. Leider ist dieser spielerisch gelungene Teil von Haze viel zu schnell vorbei und ihr wechselt nach nur einem Drittel auf die Rebellen-Seite. Jetzt müsst ihr die Schwächen der Substanz Nectar ausnutzen, indem ihr euren Gegnern mit Nectar-Granaten, einem gezielten Schuss auf den Nectar-Injektor im Nacken oder mit einem in Nectar getauchten Messer gezielt eine Überdosis verpasst. Ihr könnt auch Granaten zur Mine umfunktionieren und im Boden vergraben, was wohlgemerkt auf jedem Untergrund möglich ist. Zum Beispiel auf dem Metallboden eines Frachtschiffes. Die Animation zeigt dann, wie ihr die Mine erst in den Boden steckt und dann mit den Händen verscharrt. Peinlich! Das ist jedoch nicht der einzige Patzer. Stecken eure Kameraden zu viele Treffer ein, rufen sie am Boden kniend nach Hilfe. Drückt ihr nun die Viereck-Taste, heilt ihr den Verwundeten durch Handauflegen! Das wirkt deplatziert und lächerlich. Leider nutzt sich das Anti-Nectar-Gameplay sehr schnell ab und ihr geht bald dazu über, in normaler Ego-Shooter-Manier die Waffen sprechen zu lassen. An den Fahrpassagen haben die Entwickler offensichtlich nichts mehr verändert. Die Vehikel lassen sich alles andere als gut kontrollieren und man ist froh, wenn man wieder zu Fuß
unterwegs ist.

Technisch veraltet
In technischer Hinsicht zeigt sich Haze immer noch durchschnittlich. Hin und wieder bekommt man durchaus ansehnliche Texturen zu Gesicht, allerdings kommt Haze zu keinem Zeitpunkt nur ansatzweise an die derzeitige Konkurrenz heran. Frame-rate-Einbrüche trotz der 30 Bilder pro Sekunde und ein völlig veraltetes Beleuchtungssystem sorgen für zusätzlichen Punktabzug im Technikbereich. Mit den im Vorfeld herausgegebenen Presse-Screenshots kann die tatsächliche Grafik von Haze nicht ganz mithalten.

Und hier der Test der Verkaufs-Version:

Die Story wird nach wie vor durch gelungene Zwischensequenzen erzählt, in denen bissige Dialoge und Sprüche für Atmosphäre sorgen. Gerade das erste Drittel von Haze hebt sich in dieser Beziehung vom Rest des Spiels ab und wirkt wie ein Antikriegs-Spiel. Die deutsche Synchronisation schafft es allerdings nicht, die Dramatik und Bissigkeit des englischen Originals rüberzubringen. Leider wird die Story zum Ende hin zu offensichtlich und verliert durch unnötige Längen zusätzlich an Spannung. Das Nektar-Gameplay ist sehr originell und macht gerade als Mantel-Soldat eine Menge Laune. Man lässt sich vom Rausch der Kriegsdroge recht schnell gefangen nehmen und genießt während des Spielens das Gefühl der Überlegenheit. Die Missbrauchs-Thematik hinterlässt vor allem in Kombination mit der Story und ihrer Inszenierung einen bitteren Nachgeschmack. Auf der Rebellen-Seite ist das gezielte Ausnutzen der Nektar-Nachteile zwar auch sehr interessant, nutzt sich aber recht schnell ab. Abseits des insgesamt gelungenen Nektar-Gameplays wirkt Haze allerdings sehr altbacken. Die Fahreinlagen sind unverändert und fallen im Vergleich zu den Ballerpassagen deutlich ab. Außerdem trüben zahlreiche Fehler wie KI-Aussetzer, flackernde Texturen, senkrecht im Boden steckende Waffen, Soundaussetzer und Design-Macken wie aus dem Nichts auftauchende Kameraden zusätzlich den potenziell positiven Eindruck. Kooperativ mit drei weiteren Spielern, egal ob im LAN oder online, erfährt Haze aber einen deutlichen Spielspaß-Schub. Die meiste Kritik muss sich aber die Optik von Haze gefallen lassen, die im Direktvergleich mit der Ego-Shooter-Konkurrenz gerade mal Durchschnitt ist.
Haze
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10 Kommentare zum Artikel
erdmaennchen14 | 18.07.2008 | 15.52 Uhr
Ich habe das Spiel jetzt durch und finde das eigentlich ganz gut vorallem im koop falls jemand auch mal im koop mit mir spielen will online id:mirra19
mr-playdreiplaya | 05.06.2008 | 16.06 Uhr
als erstes; jaaa okay die grafik und synchro sind wirklich nicht ganz so schön anzusehn und anzuhören..
der rest geht aber voll in ordnung
ich finde das spiel hat echt nich NUR 70% verdient :'(
fuchs-chris | 04.06.2008 | 18.56 Uhr
Es gibt viele Wege eine Spiel zu Bewerten. Gemessen an anderen gibt es oft etwas besseres, aber ... Haze macht definitiv eine Menge Spaß und somit es es mit ziemlicher Sicherheit nicht schlecht!! Klar hat sich Haze zuvor selbst in den Himmel gelobt und nicht eingehalten, aber hey was soll's?! Muss man die Jungs jetzt dafür abstrafen?

Ich habe bereits Resistance gespielt und fand den Titel ebenfalls gut. Ich denke Haze ist auf einer ähnlichen Stufe anzusiedeln. Resistance war aber noch etwas stimmungsvoller und auch hübscher. Ich habe Haze durchgespielt und empfand es als kurzweilig. Das ist positiv und auch negativ zu gleich. Turok dagegen habe ich noch nicht durch ... und ich weiß nicht ob ich noch Lust dazu habe. Es wird nämlich zum Ende echt langweilig. (immer das gleiche)

Call of Duty ist eine Klasse für sich! Aber ich würde eine Call of Duty auch nicht mit einem
Haze, Resistance oder Half Life Orange Box vergleichen. Apropos Half Life ... Die Grafik
ist auch nicht up to date und trotzdem ist "der Ego Shooter" ... und hat nen Monster Spaß gemacht.

Ich will keinem zu nahe treten, aber nach 30 sek kann man das Spiel bestimmt nicht beurteilen.
Dazu kommt auch noch das die Demo tatsächlich langweilig ist. Nach der Einführung wird auf jeden Fall besser und mehr ist in der Demo nicht drin. Außerdem: sobald man die Seite gewechselt hat, kommt einem auch die Sprachausgabe nicht mehr so dumm vor. Mantel Soldaten sollen aber auch dumm klingen, weil sie dumm sind.

Kurz:
das Spiel ist zu kurz, die Grafik ist ok (aber nicht mehr), der Multiplayer Story-Koop Modus ist klasse, es macht Spaß und ist motivierend, solider Ego Shooter

Meine "Spaß-Faktor-Wertung":
Ich vergebe keine Nummern aber das Spiel steht unter Resistance jedoch über Turok.
Call of Duty hat in diesem Satz nichts zu suchen, da es ein ganz anders Spiel ist.
skyrocker21 | 30.05.2008 | 17.53 Uhr
Das ist einfach nur lachhaft, ultra langweilig das game. Habe die Demo keine 30 sek. an gehabt und schon wieder aus gemacht, dem ist nurnoch erbärmlich bei zufügen.
kratos1234 | 29.05.2008 | 18.53 Uhr
Finde ich echt schade das es nicht so richtig gelungen ist. Aber ich bin mir dennoch sicher das es sich gut verkaufen wird und vieleicht kommt ja dann auch ein nachfolger der alles wieder gut macht. Aber ich muss sagen wenn man es mit einem kumpel im multiplayer zockt ist es schon recht spaßig. Da finde ich die bewertung schon recht hart.
meisternintendo | 26.05.2008 | 23.16 Uhr
Zitat: (Original von urstdertyp am 26.05.2008 22:35)
Ich will nen neues time splitters. aber ich fand haze nich so ubel, mir hat durchweg spas gemacht.is zwar keine bombe aber ganz cool und locker zu zocken.ne 70 wertundg find ich io.

Ich hab mich echt gewundert, als die ersten Wertungen zu Haze angeflogen kamen. Gerade von Free Radical hätte man echt mehr erwarten können, da man die Time Splitters auf der letzten Konsolengeneration wohl zu den besseren Shootern zählen darf.
Und weil wir gerade dabei sind: Time Splitters 4
urstdertyp | 26.05.2008 | 22.35 Uhr
Ich will nen neues time splitters. aber ich fand haze nich so ubel, mir hat durchweg spas gemacht.is zwar keine bombe aber ganz cool und locker zu zocken.ne 70 wertundg find ich io.
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Haze 56
Genre: Ego-Shooter Plattform: Sony Playstation 3 Game
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Allgemeine Infos
System: PS3,Xbox 360
Genre: Ego-Shooter
Entwickler: Free Radical Design
Publisher: Ubisoft
Sprache: Deutsch
Schwierigkeit: variabel
Internet: http://www.hazegame.com/
Spieler: nicht bekannt
USK: Keine Jugendfreigabe
Preis: € 65.00
Termin: 23.05.2008
 
Magazin
Die neue PLAY³ 04/2010
- ab 03.03.2010 am Kiosk


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