MX vs. ATV: Untamed
Nachdem wir in der letzten Ausgabe bereits die DS-Version ausführlich testen konnten, steht nun also auch die Fassung für die Wii auf dem Prüfstand. Bei Wii-Version von MX vs. ATV: Untamed handelt es lediglich um einen Port der PS2-Fassung, weshalb optisch keine Quantensprünge zu erwarten sind. Im Gegenteil: Die stellenweise verwaschene und etwas veraltete Optik hat mit Next Gen ungefähr soviel zu tun wie Dieter Bohlen mit Leichenblässe. Und trotzdem kommt es bei bis zu acht Fahrern auf der Piste noch dann und wann zu Slowdowns. Spielt man hingegen in der Meisterschaft gegen nur einen Gegner, fällt sofort auf, wie flüssig der Titel auf einmal läuft. Dabei sieht's spielerisch gar nicht mal schlecht aus. Wie der Name schon sagt, geht ihr wahlweise mit MX-Bikes oder ATV-Quads an den Start, wobei zahlreiche Zusatzgefährte - unter anderem auch Monster Trucks - freigeschaltet werden können. Dabei wurde, wie bei den Heimkonsolenversionen der Reihe üblich, in Sachen Umfang erneut schwere Geschütze aufgefahren. Es gilt, etliche Modi zu bestreiten, darunter Meisterschaft, X-Cross sowie die Custom Events, bei denen ihr selbst festlegen könnt, welche Strecken der insgesamt vier Rennserien mit welchen Vehikeln in welcher Reihenfolge auftauchen. Dazu gesellen sich Multiplayer-Modi sowie ein Shop, indem ihr neue Vehikel, Strecken und Fahrzeugzubehör kaufen könnt. Leider müsst ihr insbesondere in der Meisterschaft die Strecken immer mehrfach befahren, bevor es zur nächsten Station geht. Hat man anfangs also fünf Runden eingestellt, zieht sich das Ganze irgendwann wie Gummi.
AUF DEN ZWEITEN BLICK
MX vs. ATV: Untamed
Trotz anfänglicher Skepsis wird man doch recht schnell warm mit dem Game. Das Spielgefühl überzeugt und erste Erfolge lassen nicht lange auf sich warten. Einen Großteil dazu trägt natürlich die Steuerung bei. Denn die Wartezeit zwischen der Veröffentlichung von PS2- und Wii-Version wurde insofern gut genutzt, dass man eine unkomplizierte und keinesfalls aufgesetzt wirkende Bewegungssteuerung implementieren konnte. Standardmäßig geht es mit Wii-Fernbedienung und Nunchuk ans Werk, wobei in Kombination von C oder Z mit den Bewegungssensoren von entweder Nunchuk oder Wii-FB diverse Stunts ausgeführt werden. Mit gut getimten Schwungbewegungen der Wii-FB springt ihr an Rampen nämlich besonders hoch ab und habt dann ausreichend Zeit euch den Stunts zu widmen. Erfreulicherweise hat sich THQ nicht den mittlerweile gängigen 3rd-Party-Methoden angeschlossen und sich bei der Wii-Version den Online-Modus gespart: Mit bis zu sechs Leuten geht's via Wi-Fi Connection zur Sache - offline bleibt's bei einem Splitscreenmodus für zwei Spieler.
