Mario Kart Wii - Nintendo
Was ist schöner als zwei Wochen Urlaub am Stück? Die Antwort: zwei Wochen Urlaub am Stück und zwischendurch in die Nintendo-Zentrale flitzen, um das neue Mario Kart Wii zu testen! Aber was tut man nicht alles, um mit Mario, Luigi, Toad, Yoshi, Bowser, Waluigi, einer gewissen Prinzessin und elf weiteren Fahrern wieder ordentlich Bleifuß zu geben? Vor der Abfahrt war aber zunächst eine gründliche Recherche angesagt, und die war wirklich spannend: Denn im Internet kursierten bereits Konzeptskizzen der 32 Strecken, angebliche Details zu einem Tastatur-basierten Chat und geheime Infos zum geplanten Mario Kart-Kanal. Doch ist hier etwas Wahres dran? Wie wird sich der neue Wii-Renner spielen? Lenkt Nintendo dank Wii-Wheel-Unterstützung spielerisch noch mehr zu den Gelegenheitsspielern ein? Und wie gut ist Mario Kart Wii im Vergleich zu den übrigen Teilen? Ein Blitzstart in Richtung Großostheim sollte alle Fragen klären - wie gut außerdem, dass man auf deutschen Autobahnen noch Ruhe vor Bananenschalen, grünen Koopa-Panzern und Maxi-Pilzen hat.
DER LENKRAD-CHECK
Mario Kart Wii - Nintendo
Mario Kart Wii unterscheidet sich schon aufgrund seiner sperrigen Verpackung von anderen Spielen. Ähnlich wie Link's Crossbow Training wird der Rempelrenner in einer dicken Schachtel ausgeliefert, in der auch das Wii-Wheel steckt. Dieses Plastikzubehör dient in erster Linie einer einfacheren Steuerung für Neulinge und Gelegenheitsspieler. An der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern: Das Lenkrad muss nicht kompliziert zusammengesteckt werden, fühlt sich daher an wie aus einem Guss, liegt gut in der Hand und ist kinderleicht zu installieren (siehe Extrakasten): einfach Fernbedienungshülle abziehen, die Wii-FB korrekt einschieben und das Rennen kann beginnen! Selbst ein "Durchlass-Schlitz" für die Sensoren der Wii-Fernbedienung ist im Wii-Wheel integriert. Ihr könnt also auch problemlos andere Rennspiele mit dem Lenkrad spielen. Außerdem ist die Handhabung viel simpler als bei den zerbrechlichen Bauteilen des Ubisoft-Lenkrads, das den grottigen Wii-Launch-Spielen Monster 4x4 World Circuit und GT Pro Series beilag. Kurzum: Das Wii-Wheel erfüllt tadellos seinen Zweck. Aber zu einer ausführlicheren "So spielt es sich"-Analyse kommen wir später.
DIE ERSTE BERÜHRUNG
Mario Kart Wii - Nintendo
Der Moment der Wahrheit beginnt, als wir zum ersten Mal die virtuelle Garage betreten: Wie wird sich Mario Kart Wii steuern? Wie man das so macht, wenn man zum ersten Mal in ein brandneues Spiel einsteigt, entscheiden wir uns zunächst für die einfache 50-ccm-Klasse. Hier sind die gegnerischen Fahrer noch recht leicht auszutricksen, es gibt genügend starke Extras und der Beschuss durch Rivalen hält sich noch in Grenzen. Denn nur einfach Gas zu geben wäre in der Mario Kart-Serie ja langweilig - daher setzt ihr euch auch diesmal mit Bananenschalen, Blitzen, Bloopern, Bomben und weiteren Gimmicks zur Wehr. Was die Präsentation betrifft, fühlen wir uns sofort an Mario Kart: Double Dash!! und Mario Kart DS erinnert: Jedem der 18 Fahrer steht nicht nur ein einziges Kart zur Verfügung, sondern gleich eine ganze Flotte - vor allem Luigis Blooper-Kart (im Look der gleichnamigen Krake) hat es uns mächtig angetan. Ehrensache, dass jedes Vehikel eigene Beschleunigungs-, Drift- und Handlings-Parameter aufweist. Ebenfalls cool: Ihr könnt in den 100- und 150-ccm-Klassen auf dem Sattel von Motorrädern Platz nehmen - auch hier gibt's für jeden Geschmack ein eigenes Modell. Die Steuerung der PS-Bikes unterscheidet sich gar nicht mal so sehr von denen der Karts, nur dem Tricksen kommt eine massiv höhere Bedeutung zu: Wer kurz vor einer Sprungschanze (die es zuhauf an den Streckenrändern gibt) das Lenkrad nach oben reißt, gewinnt beim Aufprall am Boden einen praktischen Turbo-Boost hinzu. Die Stunt-Einlagen sind außerdem cool inszeniert und bringen spielerische Frische ins Gameplay. Auch die Tatsache, dass das Windschatten-Feature aus Mario Kart DS in der Wii-Version integriert ist, finden wir sehr erfreulich. Wer also eine gewisse Zeit hinter einem bestimmten Fahrer herfährt, der bekommt einen satten Aufwind zu spüren.
