Jedes Rollenspiel hat ein paar Minigames. Dieses Minigame hat ein bisschen Rollenspiel. Eine unmögliche Genre-Kombination.
Knobelei: Zaubersprüche, Kombo-Ketten, Mana - das Spielkonzept von Bejeweled hat sich schwer verändert.
Strategie-Rollenspiel-Denkspiel-Mischmasch > Kennen Sie Bejeweled? Das ist dieses simple Flash-Spielchen, bei dem man zwei nebeneinander liegende Juwelen austauscht, um gleichfarbige Steine aneinanderzureihen. Das simple Prinzip war so erfolgreich, dass das ganze kurzerhand für Xbox Live Arcade portiert wurde. Derzeit kriegt auch so ziemlich jede andere Plattform eine Umsetzung, sogar die altehrwürdige PS2. Aber mit dem Original hat Puzzle Quest nicht mehr viel gemein. Das Konzept wurde nämlich erweitert: durch einen Rollenspiel-Part. Das Seltsame: es funktioniert.
Klingt komisch, ist aber so
Um eine solche Kombination überhaupt umsetzen zu wollen, braucht man dicke Eier. Das Ganze dann aber so umzusetzen, dass es funktioniert und auch noch süchtig macht, das verdient Respekt! In der Rolle eines selbst kreierten Helden bewegen Sie sich auf festen Routen durch das Königreich Etheria und kämpfen dort rollenspieltypisch gegen Ritter, Drachen und Zombies. Aber eben nicht mit einem rollenspieltypischen Kampfsystem, sondern bei einer Runde des eben beschriebenen Bejeweled. Die beiden Kontrahenten ziehen nacheinander und können zusätzliche Züge abstauben, sich gegenseitig mit Zaubern beharken oder das Spielfeld durch besondere Fähigkeiten manipulieren. Nach und nach erlernt man sogar neue Fähigkeiten oder schaut sie sich von Monstern ab, die man in sein Verlies gesperrt hat. Man darf auch eine Festung bauen und erweitern. Und zwar in jeder Stadt, die man erobert. Das geht nämlich auch. Verrückt, wie und dass das alles in ein Denkspiel passt, aber es funktioniert irgendwie! Einziger Dämpfer an diesem so abwegigem wie genialen Spielprinzip: die Präsentation. Die ist nämlich zum Wegrennen.
