Top-Test im Januar: Guitar Hero 2

Test

Erklimmen Sie als Gitarrengott den Rock-Olymp!

BILD: PLAYZONE BILD: PLAYZONE Packen Sie die Lederjacke aus, stellen Sie das Bier kalt und warnen Sie Ihre Nachbarn. Es ist wieder Zeit, zu rocken! Guitar Hero II steht im Handel und verspricht noch mehr Spaß als der schlagartig zum Kultspiel erhobene Vorgänger. Wir haben die Lederjacke ausgepackt, einige Kollegen zum feuchtfröhlichen Rock-Event eingeladen und verraten Ihnen auf den folgenden Seiten, wie viel Spaß der Titel wirklich macht.

School of Rock

Damit der Spaß als Rockstar nicht zu kurz kommt, gibt es in Guitar Hero II eine vorbildliche Übungsfunktion, mit der sich Anfänger langsam an die Spielmechanik rantasten können. Auch Experten kommen auf ihre Kosten und üben besonders schwierige Stellen verlangsamt, bevor es auf den großen Bühnen zur Sache geht. Im Extrakasten auf dieser Doppelseite erfahren Sie mehr über die "virtuelle Rockschule". Dort können Sie sich übrigens auch auf die zweite Neuerung vorbereiten: den großartigen Multiplayer-Modus.

Einen zweiten Gitarrencontroller vorausgesetzt, rocken Sie in der Koop-Variante gemeinsam als kleine Band und sind aufeinander angewiesen. Nur wenn beide Spieler konstant Ton für Ton treffen, gibt es maximale Punkte - die begehrte Starpower müssen Sie gleichzeitig einsetzen, um das Publikum völlig zum Ausrasten zu bringen. Egal ob Sie hier die Gitarren- oder die Bassspur (bzw. Lead- oder Rhythmusgitarre) zum Besten geben, beides macht jede Menge Spaß! Und da die Entwickler daran gedacht haben, auch Songs mit anspruchsvollen Basslinien ins Programm aufzunehmen, fordert Guitar Hero II auch die Tieftöner unter Ihnen!

Geniale Songlist

BILD: PLAYZONE BILD: PLAYZONE Ebenso viel Einfallsreichtum ließ Harmonix bei der Auswahl der Songs walten. Für wirklich jeden Geschmack ist etwas dabei, vom Gute-Laune-Lied mit einer Prise Country bis zum knüppelharten Metalbrett. Der Nachteil liegt allerdings auf der Hand: Um alle Goodies freizuspielen, müssen Sie sich auf jedem Schwierigkeitsgrad durch alle Songs kämpfen, also auch durch die, die Ihnen nicht so zusagen.

Halb so schlimm - eine Herausforderung stellt spätestens ab "schwer" eigentlich jedes Lied dar. Das gilt ebenso für die weit über 20 Bonustracks, die Sie nach einigen erfolgreichen Konzerten im Shop kaufen können. Letztere sind zwar weniger bekannt als die regulären Stücke, aber nicht minder abwechslungsreich. Alles in allem ein gut geschnürtes Lied-paket, das Sie mit großer Sicherheit lange an die Plastikgitarre fesseln wird.

Der Ton macht die Musik

BILD: PLAYZONE BILD: PLAYZONE Nicht nur wichtig, sondern für den Spielspaß von entscheidener Bedeutung ist bei einem Musikspiel natürlich die akustische Umsetzung. Jene ist auch im zweiten Teil der Reihe hervorragend geglückt. Jeder Song wurde sauber nach- und eingespielt. Lediglich die Sänger treffen nicht immer ins Schwarze und klingen manchmal einen Tick anders als das Original. Ungewohnt zwar, aber dem Spielspaß tut das keinen Abbruch.

Ausgesprochen gelungen ist der Sound im Mehrspielermodus. Jeder hört "seine" Stimme klar und deutlich heraus, folglich fällt es auch sofort auf, wenn sich jemand mal verspielt. Nicht getroffene Töne werden mit erbarmungslosen Quietschtönen und Störgeräuschen quittiert. Passend dazu hört man schon mal Pfiffe aus dem Publikum. Spielt man dagegen fehlerfrei und aktiviert noch dazu die Starpower, jubeln die Zuschauer, klatschen im Takt und feuern Ihr Alter Ego mächtig an. Fantastische Atmosphäre kommt auf und Sie fühlen sich fast wie auf einer echten Bühne.

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