Top-Test Januar: The Legend of Zelda: Twilight Princess

Test Christoph Kraus

Hundert Spielstunden mit tausend Höhepunkten: Darum hat Nintendos Legenden-Epos das Zeug zum Mythos!

Die Animationen sind enorm geschmeidig, man beachte auch den detaillierten Schattenwurf. 
BILD: N-ZONE Die Animationen sind enorm geschmeidig, man beachte auch den detaillierten Schattenwurf. BILD: N-ZONE Eigentlich ist Shigeru Miyamoto wahrlich nicht zu beneiden: Der begnadete Spieledesigner hat in mehr als 25 Jahren Berufspraxis zwar eine Fülle an Spielen entworfen, die vor Kreativität und genialem Gameplay nur so strotzen. Doch kann jemand, der federführend an der Entstehung eines Spiels mitwirkt, überhaupt ein Abenteuer aus dem Blickwinkel von Otto Normalspieler erleben?

Durfte Miyamoto-san tatsächlich niemals erfahren, was für ein unbeschreibliches Gefühl es ist, in der Rolle des Spitzohrs Link einen Fuß auf die weitläufige Steppe von Hyrule zu setzen und sich von der facettenreichen Landschaft mit ihren fantasievollen Völkern in den Bann ziehen zu lassen? Wir glauben nicht. Schließlich hat der kreative Kopf das Spiel durch alle Entwicklungsetappen begleitet, ist mit der Spielmechanik bestens vertraut und kennt sämtliche Wendungen der Story. Da können wir doch froh sein, dass wir uns ohne Vorkenntnisse in das Land Hyrule stürzen dürfen, in dem die Geschichte von Twilight Princess angesiedelt ist!

Möglicherweise wird Miyamotos neuester Geniestreich auf Ewigkeit das beste Spiel bleiben, das zum Launch einer Konsole, in diesem Fall Wii, erhältlich ist. Und gibt es für den in Würde ergrauten GameCube ein schöneres Abschiedsgeschenk, als kurz vor seinem Ableben ein Spiel solchen Kalibers ins Laufwerk zu legen? Aber ganz egal, auf welchem System ihr dem Geheimnis der zwielichtigen Prinzessin auf den Grund gehen werdet: Links Reise nimmt in einem kleinen, idyllischen Bauerndörfchen namens Ordon seinen Lauf, das sich urplötzlich zum Dreh- und Angelpunkt der komplexesten Story entwickelt, welche die Zelda-Serie jemals hervorgebracht hat. Seid ihr bereit für das größte, längste und intensivste Hyrule-Abenteuer aller Zeiten?

Unsere kleine Farm

Durch die Flugpassagen entdeckt ihr neue Orte. Die Levels sind allerdings nicht ganz leicht.
BILD: N-ZONE Durch die Flugpassagen entdeckt ihr neue Orte. Die Levels sind allerdings nicht ganz leicht. BILD: N-ZONE Anders als in den vergangenen Zelda-Teilen dirigiert ihr Link in Twilight Princess nicht von Anfang an in seinem Zipfelmützenanzug durch die Prärie. Er arbeitet diesmal als Cowboy auf einem familiären Gehöft, trägt eine standgemäße Arbeitskutte und kümmert sich tagein, tagaus um die Belange der Farm. Doch wer viel arbeitet, benötigt natürlich auch mal Freizeit und so hat sich Link den Angelsport als Hobby ausgesucht.

Seine Begeisterung für den entspannenden Freizeitsport können wir voll und ganz nachvollziehen, denn seit Segas Angelcontroller-Spektakel Bass Fishing hat das virtuelle Rutenauswerfen nicht mehr so viel Spaß gemacht wie in der Wii-Version von Twilight Princess: Zu Beginn des Spiels stehen wir an einem Steg, an dem wir das Plätschern der Fische vernehmen. Ohne zu zögern aktivieren wir die Angel mit der B-Taste und ziehen die Wii-Fernbedienung anschließend nach hinten, um auf diese Weise Schwung zu holen.

Jetzt nur noch mit dem Controller nach vorne preschen und - schwupps! - landet der Köder im Wasser und wir warten in aller Ruhe darauf, dass ein Glitschetierchen anbeißt. Ist dies geschehen, beginnt der Schwimmer im Wasser unruhig hin- und herzuzappeln. Zeit, die Wii-Fernbedienung wieder zurückzureißen und mit kreisförmigen Bewegungen des Nunchuks die Leine einzuholen.

Bildergalerie: The Legend of Zelda: Twilight Princess
Bild 1-3
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