Sie werden spielen, Sie werden rocken, Sie werden Zugaben geben. Das Einzige, was Sie nicht tun werden, ist aufhören.
Im Schlacht-Modus hauen Sie sich gegenseitig tückische Items um die Ohren. Hier zu sehen: Bei Spieler 1 werden die Noten gespiegelt.
Nachdem Guitar Hero bereits neue Maßstäbe im Musikspiel-Genre setzte, soll der Ende November erscheinende dritte Teil nun an vergangene Erfolge anknüpfen. Für die Neulinge unter den Rockstar-Anwärtern fassen wir das Spielprinzip noch einmal kurz zusammen: Als Gitarrist treten Sie einer kleinen Garagenband bei. Ihr Ziel: irgendwann einmal ganz groß rauszukommen. Mit dem X-Plorer-Gitarren-Controller entfesseln Sie auf der Bühne ein regelrechtes Feuerwerk an wilden Sounds und scheppernden Beats. Dazu müssen Sie lediglich die von oben nach unten über den Bildschirm laufenden, farbigen Noten mit dem richtigen Timing nachspielen, indem Sie die am Gitarrenhals befindlichen fünf Grifftasten in Kombination mit dem Anschlagschalter betätigen.
Das liest sich vielleicht etwas kompliziert, funktioniert in der Praxis aber kinderleicht. So rocken Sie durch den Karrieremodus, in dem - wie schon in den Vorgängern - der Reihe nach die komplette Songliste abgearbeitet wird. Neu sind an dieser Stelle die Bosskämpfe gegen Musiker-Legenden wie Tom Morello oder Slash. Selbige werden - sofern bezwungen - als spielbare Rockstars freigeschaltet und stehen künftig neben den aus den Vorgängern bekannten Helden Axel Steel, Judy Nails und Johnny Napalm zur Auswahl.
Bei entsprechender Unterstützung dürfen Sie die Karriereleiter neuerdings auch zu zweit im Kooperativ-Modus nach oben klettern, was durch witzige "Du hast uns den Song versaut!"-Kommentare den Spielspaß merklich in die Höhe schraubt. Ebenso fesselnd gestaltet sich die neue Multiplayer-Schlacht, in der sich zwei Kontrahenten gegenseitig zu "überrocken" versuchen. Dabei wird das herkömmliche Spielgeschehen durch zusätzliche Spezial-Items bereichert, die den Rivalen bei Einsatz in allen erdenklichen Formen behindern.
So werden beispielsweise die Saiten des Griffbretts zerrissen, die Noten vertauscht oder das Tremolo blockiert. Wer das Gegenüber unter diesen Umständen in die Knie zwingt, gewinnt. Endet das Duell unentschieden, findet ein Sudden Death statt, in dem bei jedem Fehler die Sicht auf die zu spielenden Noten blockiert wird. Haben Sie gerade keinen menschlichen Mit- oder Gegenspieler zur Hand, können Sie wahlweise auch auf den neuen Online-Modus zurückgreifen. So haben Sie die Möglichkeit, spannende Musik-Gefechte via Internet auszutragen oder Ihre Rekorde für andere künftige Rockstars zu veröffentlichen.
Aus technischer Sicht gibt es nahezu keine Veränderungen zu den Vorgängern. Die Grafik wirkt bescheiden und zweckmäßig, der Sound donnert in gewohnt guter Qualität aus den Boxen. Lediglich die Präsentation der Karriere erfährt einen kleinen Stilumbruch. So wird das Fortschreiten nicht mehr durch eine simple Landkarte veranschaulicht, sondern durch kleinere Animationssequenzen - ganz im Stil der Musikvideos der Band Gorillaz gehalten - erzählt. Guitar Hero III: Legends of Rock ist wie zu erwarten ein brillantes Musikspiel geworden, dessen Kaufargument in erster Linie die Songauswahl darstellt.
