So verwandelt sich ein Kindheitstraum in ein Trauma.
Quelle: PLAYZONE
ÖDE Die Prügeleien sind der hauptsächliche Spielinhalt und ganz schön langweilig.
In den letzten beiden Ausgaben hab ich noch über Harry Potter gejammert, weil die Spiele zwar unterhaltsam, aber eben wahrlich nicht herausragend sind und der Vorlage nicht gerecht werden. In diesem Punkt haben die Transformers leichtes Spiel, denn niemand erwartet von dem Blockbuster-Film, auf dem das Spiel basiert, irgendetwas anderes als Popcorn-Kino ohne Sinn und Verstand mit fetten Actionsequenzen. Sinn und Verstand fehlen dem Videospiel schon mal, fette Action sucht man aber leider ebenfalls vergebens.
MACH KAPUTT WAS DICH KAPUTT MACHT
Die Wahl zwischen Gut und Böse vor Beginn des Spiels klingt reizvoll. Soll man als Autobot die Menschheit schützen oder als Decepticon alles zerstören? Der gut situierte Videospieler wählt natürlich die zweite Variante und hat eigentlich nach fünf Minuten schon alles gesehen. Die Missionen bieten so vielfältige Aufgaben wie "Fahr irgendwo hin!", "Mach alles kaputt!" oder "Bekämpfe alle Gegner, bis wir Stop sagen!". Kein Witz, Transformers macht in puncto Eintönigkeit sogar Superman Konkurrenz und keine Mission kommt in Sachen Komplexität auch nur über eine Nebenmission eines GTA hinaus. Mit den Autobots sieht's sogar noch düsterer aus, weil hier der Teil mit der reuelosen Zerstörung wegfällt und mehr Fahrten zu absolvieren sind, was angesichts der schwammigen Fahrzeugsteuerung und den meist knappen Zeitlimits nicht gerade zum Hochgenuss wird.
SEHEN, SPIELEN, VERGESSEN
Quelle: PLAYZONE
TITAN GEGEN TITAN Wenn Transformers sich streiten, haben Panzer Sendepause.
Sinnloses Zerstörungsorgien wären dennoch ganz cool, wenn sie denn entsprechend präsentiert würden. Leider ist die Optik weit hinter den Möglichkeiten der PS3 und man fühlt sich eher wie ein Spielzeugroboter in der Märklin-Eisenbahnwelt. Macken am Spieldesign verhindern ebenfalls höhere Spaßweihen. So haben die Transformers zwar zwei verschiedene Waffensysteme, diese bleiben aber letztlich bedeutungslos, da schon früh fast alle Gegner Schutzschilde haben, denen Waffengewalt nichts ausmacht. Also läuft alles auf belanglose Prügeleien hinaus, die mit einem Knopf und ohne jeden Pep ablaufen. Nicht, dass wir wirklich ein brillantes Spiel erwartet hätten, aber zum einen zeigt Ataris Versoftung der populären Wandel-Roboter von vor drei Jahren der Filmumsetzung klar wo der spielerische und optische Hammer hängt, zum anderen kann man für den Preis eines PS3-Spiels mehr erwarten als Fließband-Action ohne Highlights.