Resistance: Fall of Man

Test

Vorhang auf für den ersten Ego-Shooter auf der PlayStation 3!

Wer einem Stalker so nahe kommt, segnet meist kurz darauf das Zeitliche. 
BILD: PLAYZONE Wer einem Stalker so nahe kommt, segnet meist kurz darauf das Zeitliche. BILD: PLAYZONE Wäre das nicht cool, wenn ihr mal nen Ego-Shooter machen würdet?", hatten wir die Entwickler von Insomniac bei einer Präsentation von Ratchet & Clank 3 im Jahr 2004 gefragt. "Ja, das wäre bestimmt eine Überlegung wert", war die diplomatische Antwort seinerzeit. Jetzt, drei Jahre später, ist aus der Überlegung ein fertiges Spiel geworden, das nicht nur ein Neuanfang nach Jahren der Fließbandarbeit an (hervorragenden) Ratchet & Clank-Spielen ist, sondern auch den hohen Erwartungen an die PlayStation 3 gerecht werden muss.

Auf der Xbox 360 protzen bereits Spiele der zweiten Generation mit Bombast-optik, jetzt stellt sich die Frage, ob Sonys neue Plattform da mithalten oder gar noch eine Schippe drauflegen kann. Mit gut dreimonatiger Verspätung dürfen sich nun endlich auch europäische Spieler ein Bild von der Leistungsfähigkeit der Konsole machen. Und von dem Resultat, das dabei herauskommt, wenn die Macher von Ratchet & Clank ein ganz und gar erwachsenes Spiel entwickeln.

Call of Honor

BILD: PLAYZONE BILD: PLAYZONE Wir erinnern uns: Anfang des Jahrhunderts hatte die Menschheit vornehmlich damit zu tun, sich gegenseitig über den Haufen zu schießen und zwei Weltkriege forderten Millionen von Menschenleben. Insomniac schreibt die Geschichte um und lässt den zweiten Weltkrieg niemals stattgefunden haben. Stattdessen überfallen Anfang der Fünfzigerjahre geifernde Aliens mit größeren Zähnen als Moralvorstellungen die Erde und sorgen erneut dafür, dass die Menschheit zu den Waffen greifen muss.

So auch Nathan Hale, amerikanischer Army Ranger, der sich an der englischen Küste wiederfindet und fortan für empfindliche Verluste in den Reihen der Invasoren sorgt. Hier steigt der Spieler ins Geschehen ein und erfahrene Anhänger des Genres Ego-Shooter reiben sich zunächst einmal die Augen. Die Ähnlichkeiten zu bekannten WWII-Shootern wie Call of Duty oder Medal of Honor sind nicht von der Hand zu weisen. Graubraune Straßenzüge, ein hohes Spieltempo und jede Menge geskriptete Ereignisse sorgen von Anfang an für Spannung. Doch Resistance ist nicht etwa nur ein einfacher Klon von einem der genannten Spiele, sondern hat durchaus eigene Qualitäten zu bieten.

Sci-Fi-Blei

BILD: PLAYZONE BILD: PLAYZONE Herausragendes Merkmal sind sicherlich die abgefahrenen Waffen, die dem Spieler im Verlauf der Alien-Hatz in die Hand gedrückt werden. Während im Kampf gegen die Nazis stets historisch akkurate Schießprügel zur Auswahl stehen, ermöglicht die Alien-Technologie den Entwicklern enorme kreative Freiheit. Dadurch gelangen Sie beim Kampf gegen die Chimera an illustre Gewehre, die um die Ecke schießen können, Raketenwerfer mit Pause-Funktion und Scharfschützengewehre, die die Zeit verlangsamen.

Praktische Helfer, die Sie aber auch bitter nötig haben. Wer bereits einige Erfahrung im Genre mitbringt und spontan den mittleren Schwierigkeitsgrad anwählt, der wird schon in den ersten Levels des Öfteren verdutzt aus der Wäsche gucken, wenn er wieder mal angesichts der zielsicheren Gegner-Übermacht ins Gras beißt. Selbst der einfachste Schwierigkeitsgrad hat seine tückischen Stellen und macht den gezielten Umgang mit den vielen verschiedenen Waffen unabdingbar.

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