Yakuza

Test

Filmreif inszeniert: die japanische Antwort auf Der Pate.

Kazuma nimmt sich der kleinen Haruka an. 
BILD: PLAYZONE Kazuma nimmt sich der kleinen Haruka an. BILD: PLAYZONE Mit der Pistole in der Hand stand Kazuma Kiryu über der Leiche seines "Familien"-Oberhaupts und ließ sich widerstandslos festnehmen. Was war nur in den aufstrebenden jungen Yakuza gefahren? Der zuständige Polizeiermittler Mako Date nahm Kiryu seine Variante der Geschichte ("Geldsorgen") nicht ab, doch was wirklich hinter dem Mord steckte, blieb unklar. Warum auch nicht - sollen die Verbrecher ihre Streitereien doch unter sich regeln, alles andere würde nur noch mehr Ärger bedeuten.

Wie im Film

In (teilweise sogar spielbaren) Rückblenden erzählt das Spiel die wahre Geschichte hinter dem Mord am Oberhaupt der Dojima-Familie: Der alte Lüstling hatte Yumi Sawamura entführt, eine Freundin Kazumas seit dem Kindesalter. Akira Nishiki, ein gemeinsamer Freund Yumis und Kazumas, war sofort ins Dojima-Büro geeilt und hatte bereits ein ganzes Magazin an Kugeln in den Körper des Yakuza-Chefs gefeuert, als Kazuma den Tatort erreichte. Damit Nishiki seiner gesundheitlich angeschlagenen Schwester weiterhin beistehen konnte, nahm sein bester Freund die Schuld für den Mord auf sich. Und so ging Kazuma Kiryu ins Gefängnis und kehrte zehn Jahre später zurück in eine Welt, in der fast nichts mehr so war wie früher.

Ein neues Leben?

Zu jeder Zeit begegnen Sie zahlreichen Passanten. 
BILD: PLAYZONE Zu jeder Zeit begegnen Sie zahlreichen Passanten. BILD: PLAYZONE Bei Kazumas Entlassung aus dem Gefängnis gibt es kein freudiges Wiedersehen mit den alten Freunden: Yumi war kurz nach dem Mord verschwunden und Nishiki war seitdem ein anderer Mensch geworden, der seinen und Kazumas gemeinsamen Mentor Shintaro Fuma verraten und eine eigene "Familie" gegründet hatte. Kazuma hat vorerst nur ein Ziel: Yumi finden. Doch dies ist leichter gesagt als getan, und zudem findet sich "der Drache der Dojima-Familie" alsbald mitten in einem Machtkampf innerhalb des Tojo-Clans wieder. Es ist eben nicht leicht, seine Yakuza-Vergangenheit abzuschütteln.

Lichter der Großstadt

Yakuza spielt größtenteils in einem detailverliebt entworfenen, fiktiven Stadtteil von Tokio, dessen strahlende Leuchtreklamen und dunkle Gassen speziell bei Nacht eine tolle Atmosphäre vermitteln. Aus allen Ecken hören (meist eher: lesen) Sie unterwegs Gesprächsfetzen mit, angerempelte Passanten kommen wirklich ins Stolpern und jeder Ort in dieser äußerst belebten Innenstadt wirkt einzigartig - von einfallslosen Standardtexturen keine Spur. Trotzdem halten sich die Ladezeiten beim Betreten neuer Abschnitte in Grenzen.

Die Stadt ist erfreulicherweise auch mehr als nur eine Kulisse: Begehbare Geschäfte, in denen Sie allerlei Hilfsmittel kaufen können, und Restaurants (die heilsamen Kräfte japanischen Essens &) erweisen sich als hilfreich und mit manchen Leuten am Straßenrand können Sie ein Gespräch anfangen, woraus sich nützliche Hinweise oder zusätzliche Missionen ergeben können.

Ganz egal, ob Sie gerade einer neuen Spur nachgehen oder für jemanden einen Auftrag erledigen - ohne längere Fußmärsche durch die Stadt geht bei Yakuza nichts. Wenn Sie nicht gerade ein Taxi nehmen, kriegen Sie es auf dem Weg zum nächsten Ziel fast immer mit irgendwelchen Leuten zu tun, die Kazuma auf offener Straße anpöbeln und zum Kampf fordern.

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