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Test
07.08.2006 15:00 Uhr

Electroplankton

Hersteller: Nintendo of Europe (DE)
Termin: 07.07.2006 Spieler: 1
Testurteil:
77
 
Steuerung
85
Grafik
52
Sound
75
Multiplayer
-
Das Spiel gibt es außerdem
für folgende Plattformen:
Perfekt für die Ruhe am Nachmittag Fesselt immer nur wenige Minuten
Einzigartiges Spielkonzept  
07.08.2006 15:00 Uhr - Wir betrachten einen musikalischen Mikrokosmos und sind ganz entspannt!

Sind wir doch einmal ehrlich: Spiele setzen Spieler enorm unter Druck und verursachen Stress. In Trauma Center muss das knackige Zeitlimit eingehalten werden, in Advance Wars raucht der Kopf, wenn wir den Gegenschlag vorbereiten, und in Nanostray treibt uns die Jagd nach dem Highscore Schweißperlen auf die Stirn. Electroplankton will nichts von alledem, es ist im Grunde nicht mal ein Spiel, denn es verzichtet entgegen herkömmlicher Gameplay-Regeln völlig auf Ziele, Punktzahlen oder Levelabschnitte.

Kleine Musikschule

Insgesamt zehn verschiedene Szenarien laden zum musikalischen Experimentieren mit den (Electro-)Planktons ein, deren bizarre Bezeichnungen wie Nanocarp, Lumiloop oder Marine Snow ansatzweise die Andersartigkeit des Spielkonzeptes erahnen lassen. Ich beginne mit Tracy, das klingt nicht ganz so skurril und irgendwie vertraut. Sechs lachende dreieckige Electroplanktons grinsen mir vor einer bläulich schimmernden Silhouette mit Blubberblasen entgegen und ich ziehe mit dem Stylus vorsichtig einen kleinen Kreis auf den Touchscreen - "Dedilideling schallt es mir entgegen, als würde das gelbe Plankton Klaviertasten hinuntergaloppieren. Interessant!

Ein zweiter gerader Strich lässt das grüne Plankton ein Glockenspiel imitieren - klingt irgendwie merkwürdig. Ich lasse die anderen vier Planktons mitmusizieren, indem ich ausladende Figuren auf dem Touchscreen zeichne, und es entsteht ein anfangs hektischer Klangteppich, der immer beruhigender auf mich wirkt. Ein Druck auf den Select-Knopf und die Electroplanktons erstarren, wechseln zu meinem Erstaunen aber plötzlich die Tonart. Jetzt klingt es wie ein Xylophon, aber nicht minder harmonisch.

Mit der Zeit stelle ich fest, dass jedes Plankton einen anderen Klang erzeugt und dieser zusätzlich von der Länge des Striches und der Position auf dem Touchscreen abhängig ist - das lädt zum Experimentieren ein, ist aber erst der Anfang. Zurück im Hauptmenü wähle ich Rec-Rec an und erblicke vier Fische, die zu einem monotonen Beat vorbeischwimmen. Mein Stylus tippt gezielt auf das lila Flossenvieh und ich nehme mein erstes Sprachsample auf: "Eins, zwei, drei, vier." "Eins, zwei, drei, vier", schallt es von dem Fisch zurück. Klingt zwar nicht originell, aber mit dem Beat doch cool.

Als Nächstes saugen die Fische die Wörter "N-ZONE", "Tschaka" und "Fabian ist doof" auf und schon dröhnt es "Eins, zwei, drei, vier, N-ZONE, Tschaka, Fabian ist doof" aus dem Lautsprecher. Gut, an der Feinabstimmung muss ich noch arbeiten. Als Nächstes widme ich mich Lumiloop, einem runden Plankton, das mich irgendwie an Apfelringe erinnert, nur in Schwarz. Zusammen mit fünf Kollegen dreht es sich dank Styluskitzelei im Kreis. Je schneller, desto sphärischer werden die Synthesizerklänge und farbiger die Electroplanktons.

Ich wechsele die Drehrichtung der Teller und plötzlich vernehmen meine Ohren ganz andere Töne, die ungemein entspannend wirken und jeder Panflötengruppe in der Fußgängerzone locker den Rang ablaufen. Aber das Beste ist: Ich bin der Dirigent und kann mich kreativ frei entfalten! Jedes der zehn Szenarien bietet unterschiedliche Klänge, andere Electroplanktons und neue Möglichkeiten der Interaktion - euch werden keine Grenzen gesetzt.

Bizarr und traumhaft!

Electroplankton entführt euch in eine bizarre Klang- und Farbenwelt, die sich mit jedem Ton ein Stück weiter erschließt. Beispiel: In Sun-Animalcule platziert ihr kleine Sonnen auf dem Bildschirm, die immer größer, schillernder und somit auch greller und lauter werden. Dann versinken die Sonnen, die Nacht steigt herauf und bringt den Mond und ganz andere Klänge mit sich - fast schon ein kleines Kunstwerk.

In manchen Szenarien ist eure Sprache das zentrale Element, dann wieder wird der Stylus benutzt, um neue Melodien zu kreieren, oder ihr klatscht kräftig in die Hände, um die Electroplanktons rhythmisch in Formation zu bringen. Immer wieder entdeckt ihr neue Zusammenhänge in den Weiten einer einzigartigen Klangwelt. Electroplankton erwartet vom Spieler nichts und ist eine ganz neue Art der Unterhaltung: Es ist einfach da, ohne Hektik ohne Vorgaben - ein bizarres Klangfeuerwerk mit psychedelischen Reizen, das den Spieler entspannt und ihm völlige Freiheiten schenkt in einem Kosmos, der seinen eigenen Gesetzen folgt.
Etwaige Nebenwirkungen können wir bis jetzt noch nicht ausschließen. BILD: N-ZONE
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Sascha Dowidat
Meine Meinung - Sascha Dowidat
Über Electroplankton zu urteilen fällt schwer, weil es völlig anders ist! Statt des Spielspaßes lässt sich der Unterhaltungsfaktor bewerten, der von dieser Softwareperle ausgeht. Die meditativen Klänge und Farbspielereien üben eine seltsame Faszination aus, die immer wieder erneut fesselt.
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 Etwaige Nebenwirkungen können wir bis jetzt noch nicht ausschließen. 
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Allgemeine Infos
System: DS
Genre: Simulation
Entwickler: Nintendo Co. Ltd. (JP)
Publisher: Nintendo of Europe (DE)
Sprache: Deutsch
Schwierigkeit: nicht bekannt
Internet: http://www.nintendo.de
Spieler: 1
USK: ohne Altersbeschränkung
Preis: € 40.00
Termin: 07.07.2006
 
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