11.01.2006 15:00 Uhr - Überraschung! Statt eines neuen Abenteuers mit dem beliebten Firmen-maskottchen Sonic schickt Sega mit Shadow the Hedgehog ein anderes Gesicht an den Start. Seinen letzten Gast-auftritt hatte Shadow in Sonic Heroes. Auf der Suche nach seiner Vergangenheit muss Shadow viele Schwierigkeiten meistern.
Freund oder Feind?
Der Spieler übernimmt die Kontrolle über Shadow und begleitet ihn durch das knallbunte, aber auch pfeilschnelle 3D-Jump&Run. Begleitet von passenden Sounds, wirbelt der coole Igel durch die bunten und sehr abwechslungsreichen Gebiete. Während der Missionen kann er sich Fortbewegungsmittel "ausleihen" und Endgegner durch geschicktes Taktieren ins Jenseits befördern.
Dabei lockern Third-Person-Shooter-Elemente das Gameplay auf, die jedoch leider aufgesetzt wirken. Im Story-Modus hat Shadow stets die Qual der Wahl, ob er sich für den Weg der dunklen Seite oder den Pfad des Lichts entscheidet. Je nachdem, wie ihr euch entscheidet, ändern sich sowohl der nächste Level und die Verbündeten als auch der dazugehörige Handlungsverlauf.
Eine gespaltene Seele, angezeigt durch zwei Balken am oberen Bildschirmrand, ermöglicht es zudem, für einen gewissen Zeitraum eine von zwei sehr effektiven Spezial-attacken einzusetzen: Chaos Control und Chaos Blast. Der Auswahl-Modus ermöglicht das Wiederholen bereits gespielter Levels, um einzelne Spielstände zu verbessern. Leider wirkt der Mehrspieler-Teil von Shadow the Hedgehog nicht so fesselnd wie der Einzelspieler-Modus.
Unübersichtliche Kämpfe und sich stets wiederholende Arenen sorgen für einen eher gedämpften Spaßfaktor. Leider hat sich Sega mit Shadow the Hedgehog nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Die Grafik ist nicht up to date und die Kamera vermiest einem des Öfteren die Übersicht. Auch das Leveldesign sprüht nicht gerade vor Inspiration. Für ein Spiel aus dem Sonic-Universum ist Shadow the Hedgehog somit eher enttäuschend, beinharte Sonic-Fans können aber einen Blick riskieren.
Alte Ruinen der Macht - hier sollte man unbedingt das Schlüssel-Schloss-Prinzip im Auge behalten.
Technisch bietet Shadow leider kein gutes Niveau.
Kunterbunt und absolut schräg: Clowns und schrille Farben, die einen das Fürchten lehren.
Schnelle Saltos, Megasprünge und Turboschienen sorgen für ein schnelles Spielgefühl. Ebenso kann man mit Waffen, die teilweise fast so groß sind wie Shadow selbst, so richtig auf den Putz hauen. Schade, dass die 3D-Shooter-Sequenzen genauso uninspiriert sind wie das Leveldesign und die Technik von Shadow the Hedgehog. Auch der Mehrspieler-Modus ist sehr enttäuschend. Die Arenenauswahl ist dürftig und die Übersicht leidet unter der schlechten Bildschirmaufteilung deutlich. Schade, Sega!