Hulk rastet so richtig aus und sprüht vor Energie.
Vor knapp zwei Jahren lieferte Entwickler Radical Entertainment die Versoftung des Hulk-Kinofilms und bescherte dem grünen Ungeheuer seinen ersten GameCube-Auftritt. Jetzt ist die menschliche Abrissbirne zurück, die irgendwie permanent unzufrieden wirkt, und beschränkt sich auf das, was sie am besten kann: alles in Schutt und Asche legen!
Der Name ist Programm
Ihr schlüpft in die Rolle von Bruce Banner alias Hulk und macht euch auf die Suche nach einer Maschine, die tief in eure Psyche eindringt und so das grüne Biest in euch zähmen soll. Ohne sich lange mit Nebensächlichkeiten aufzuhalten, nimmt die gewaltige Zerstörungsorgie ihren Lauf. Dabei sind euch kaum Grenzen gesetzt.
Ihr steuert Hulk durch weitläufige Landschaften und Städte und sorgt für jede Menge Chaos, indem ihr an Gebäuden hochlauft, riesige Busse durch die Gegend schleudert, Polizeiautos auf nahende Hubschrauber werft oder riesige Gebäude in null Komma nix dem Erdboden gleichmacht. Der gesamte Spielablauf wirkt wie eine Farce und nimmt sich selbst nicht ernst. Wo sonst dürft ihr schon Autos in der Mitte zerreißen oder Polizisten packen und gegen das nächste Hochhaus werfen? Man ertappt sich ständig selbst dabei, dass einem die sinnlose Zerstörung irre Spaß macht.
Technisch kann Hulk leider nicht ganz überzeugen. Schlichte Texturen und Clippingfehler trüben den Spielspaß ein wenig. Darüber hinaus wirkt die Steuerung durch die zahlreichen Moves etwas überladen. Insgesamt aber trotzdem ein überraschend spaßiger und abwechslungsreicher Action-Titel, den sich nicht nur Hulk-Fans einmal genauer ansehen sollten.
