Wir lagen vor Madagaskar und hatten ein Nilpferd an Bord!
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Termin:
Spieler:
Testurteil:
77
Steuerung
82
Grafik
71
Sound
76
Multiplayer
70
16.08.2005 12:00 Uhr - So schräg sich die Verfremdung des alten Seemannsliedes auch anhört, so richtig ist sie in diesem Fall. Denn in der Versoftung des neuesten Dreamworks-Streifens machen sich der selbstherrliche Löwe Alex, das leicht hyperaktive Zebra Marty, die hypochondrische Giraffe Melman und das etwas übergewichtige Nilpferd Gloria unfreiwillig auf den Weg nach Madagaskar.
Unfreiwillig? Jawohl, denn eigentlich hat das glorreiche Quartett im Zoo alles, was das Herz begehrt. Täglich geregelte warme Mahlzeiten, Stallservice und jede Menge Freunde - aber das reicht dem Zebra mit Hummeln im Hintern nicht. Marty träumt von großen Abenteuern in freier Wildbahn. Als eines Nachts vier verrückte Pinguine aus dem New Yorker Central Zoo ausbüxen, nutzt Marty die Verwirrung und geht stiften.
Und schon stecken Sie mittendrin in einem tierischen Abenteuer, bei dem kaum ein Auge trocken bleibt. Besonders jüngere Kinofans werden ihre helle Freude daran haben, die tierischen Helden durch das witzige Abenteuer zu geleiten. Zu Beginn steht natürlich der Ausbruch auf dem Plan. Ihr schleicht mit Marty durch den nächtlichen Zoo, lockt Wachen auf eine falsche Fährte, bewerft sie mit Mülltonnen oder versetzt ihnen einen wuchtigen Tritt, der die Sternchen leuchten lässt. Da soll mal einer sagen, Zebras wären nicht talentiert!
Multitalente im Viererpack
Ohne Marty ist das Quartett natürlich nicht komplett und so folgt die Truppe dem gestreiften Ausreißer in die Straßen von New York. Da wehrt sich das Nilpferd Gloria gegen feindliche Polizisten, Löwe Alex springt geschickt über Autokolonnen und Giraffe Melman hüpft von Bus zu Bus - stets auf der Suche nach Marty. Die einzelnen Fähigkeiten der Helden spielen dabei eine wichtige Rolle.
Durch das Sammeln von Spielkarten erlernt das Quartett permanent neue Fertigkeiten. So kann Melman mit einem Hubschrauberkreisel länger durch die Luft schweben, Zebra Marty kann kriechen, Gloria lernt einen Poklatscher und Löwe Alex springt höher und schreit lauter als der ganze Rest der Rasselbande.
In den Straßen von New York endet der Ausbruchsversuch der vier schon fast, denn sie werden geschnappt, in Kisten gesteckt und verschifft. Klappe zu, Helden tot, möchte man meinen, aber weit gefehlt. Denn die vier oberschlaue nPinguine aus dem New Yorker Zoo kapern genau dieses Schiff, um sich damit in die Antarktis abzusetzen.
Aber dank einiger Navigationsprobleme und kleiner Katastrophen an Board landen die Tiere im Dschungel von Madagaskar und müssen sich dort mit auf Techno tanzenden Lemuren und deren Anführer King Julien herumschlagen. Alleine die aberwitzigen Charaktere lassen euch permanent schmunzeln und sorgen in den zahlreich vorhandenen Zwischensequenzen für viel Freude, denn der Humor des Films wurde nicht zuletzt dank guter deutscher Sprachausgabe gut rübergebracht.
Madagaskar ist technisch kein brillanter Titel, kann aber dank farbenfroher Präsentation und gelungener Soundkulisse punkten. Mit diesem abwechslungsreichen Jump&Run-Spaß dürften nicht nur kleine Kinofans viel Freude haben.
Die kurzen Zwischensequenzen sind witzig.
Im Straßenverkehr ist der Löwe los.
Im Dschungel von Madagaskar lauern viele Gefahren.
Für die jüngere Zielgruppe ist der Titel einfach super geeignet. Wer den Film schon gesehen hat, kann mit dem Spiel zusätzlichen Spaß erleben. Spielerisch und technisch haben wir es sicherlich nicht mit einer Meisterleistung zu tun, aber das ist auch zweitrangig. Bei Madagascar steht der Humor und die nachspielbare Reise der tierischen Protagonisten im Vordergrund. Ich für meinen Teil hatte sehr viel Spaß und muss unbedingt den Film sehen.