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12.08.2005 12:00 Uhr

True Crime: New York City

Vergesst die Stadt der Engel - willkommen im Big Apple!

12.08.2005 12:00 Uhr - Kinder, wie die Zeit vergeht. Vor anderthalb Jahren präsentierte Activision voller Stolz den eigenen GTA-Konkurrenten, jetzt steht uns schon dessen Nachfolger ins Haus. Der überrascht mit völlig neuer Umgebung und einem neuen Hauptdarsteller. Marcus Reed ist ein farbiger New Yorker Cop mit bewegter Vergangenheit und einer Menge Wut im Bauch.

Als Laufbursche für seinen im Knast sitzenden Vater schlägt er sich durchs harte Leben auf den Straßen von New York. Als ihn eines Tages seine eigenen Homies um die Ecke bringen wollen, setzt er sich zur Wehr und kann den Mordanschlag tatsächlich überleben. Just zu diesem Zeitpunkt tritt ein alter Kumpel seines Vaters auf den Plan und bietet ihm an, für das New Yorker Police Department zu arbeiten. Marcus denkt nicht lange nach und begibt sich mit einer Polizeimarke auf die Straße.

Welcome to reality!

True Crime: Streets of L.A. war nicht nur actionreich, sondern auch sehr witzig. Dennoch konnten nicht alle Spieler etwas mit den teilweise wirklich komischen Storywendungen anfangen. Übersinnliche Fähigkeiten und untote Gegner in schummrigen Kellern waren vielleicht auch etwas zu viel Fantasy für eine anfangs bodenständige Kriminalgeschichte.

Der Nachfolger wird zwar keinesfalls zum bierernsten Drama, soll aber dennoch etwas realistischer ausfallen. Der poppig bunte Look des Vorgängers gehört der Vergangenheit an, New York soll genauso schmutzig und versifft wirken, wie das reale Vorbild an vielen Orten tatsächlich aussieht. Die Entwickler von Luxoflux geben sich also alle Mühe, True Crime: New York City nicht zum simplen Abklatsch werden zu lassen, sondern die Kritikpunkte am Vorgänger konsequent auszumerzen und die guten Ideen weiter auszubauen.

New York, New York!

New York ist nicht einfach nur eine große Stadt, sondern eine Sensation, die man selbst erlebt haben muss. Die Wolkenkratzerdichte spottet jeder Beschreibung, Bürgersteige sind meist voller als die ersten Reihen eines Konzerts der Backstreet Boys und ein Blick auf die von gelben Taxis überfluteten Straßen lässt einen an der eigenen Zurechnungsfähigkeit zweifeln.

Eigentlich muss man sich schon wundern, dass es die Metropole nicht schon öfter in ein Spiel dieser Art geschafft hat. Zwar hatte Reflections 1999 unter anderem New York als Handlungsort in Driver eingebaut, beschränkte sich aber auf eine grobe Nachbildung der Straßenschluchten ohne Anspruch auf Genauigkeit und Authentizität. Die Entwickler von Luxoflux sind nicht nur stolz darauf, Satelliten-Aufnahmen millimetergenau ausgewertet zu haben, sondern wollen vor allem den Look und die Atmosphäre des Big Apple einfangen.

Der Spieler soll sich wie ein New Yorker fühlen und die vorhandene Infrastruktur entsprechend einbeziehen. Verkehrsmittel wie Taxis und die U-Bahn können und sollen vom Spieler genutzt werden, auch wenn man natürlich nach wie vor selbst in schnittigen Autos durch die Straßenschluchten rasen darf.

Jede Menge Abwechslung

True Crime: Streets of L.A. war ein perfektes Beispiel für einen Genre-Mix. In der Gestalt von Nick Kang ballerte man sich mit zahlreichen Waffen stylisch durch die Gegner, überstand verbissene Nahkämpfe mit coolen Spezialmanövern, raste mit einem Affenzahn durch Los Angeles und schlich sich auf leisen Sohlen in Gangsterbehausungen.

All dies wird auch True Crime: New York City bieten, doch da ist noch mehr. Die Entwickler haben sich Zuschriften von Fans genau durchgelesen und an den Kritikpunkten des Vorgängers gefeilt. Die Fahrphysik wurde überarbeitet und soll nun etwas griffiger sein. Auch die Steuerung zu Fuß wurde optimiert, die im Vorgänger gelegentlich etwas bockig reagierte.

Das Kampfsystem wurde natürlich ebenfalls abgeändert - Marcus Reed ist schließlich kein asiatischer Kung-Fu-Spezialist, sondern ein Straßenkämpfer. Dementsprechend ist sein Kampfstil härter und weniger akrobatisch. Wer auf spektakuläre Manöver dennoch nicht verzichten will, darf sich im Dojo neue Techniken aneignen. Schleichpassagen gibt's immer noch, sie werden dem Spieler aber nicht mehr aufgezwungen. Wer lieber mit riesiger Feuerkraft durch die Gegner pflügen will, kann dies jederzeit tun. Dann wird die Mission unter Umständen aber schwieriger.

Immer was zu tun

Die Zufallsverbrechen werden diesmal mehr Tiefe bieten. Wer beispielsweise einen Drogendealer aufgreift und verhaftet, kann von diesem möglicherweise Informationen erhalten, die zur Ergreifung des Herstellers der giftigen Substanzen führen. Wer keine Lust auf die zufällig eingestreuten Einsätze hat, wird sich unter Umständen ganz schnell in einer blauen Straßenpolizisten-Uniform wiederfinden.

Dann säubert man die Stadt so lange von Verbrechern, bis man wieder befördert wird, um sich den Story-Missionen zu widmen. Was auch immer man tut und wie auch immer man sich verhält, sämtliche Handlungen haben natürlich Auswirkungen auf das "Good-Cop-Bad-Cop-Rating". Hoffen wir mal, dass dieses interessante Feature diesmal noch mehr Einfluss auf den Spielverlauf hat als im Vorgänger.
Unzählige Lichter und schicke Spiegelungen faszinieren die Augen.
In der Kneipe fliegen die Fetzen.
Marcus ist schwerfälliger als Nick Kang, aber genauso wehrhaft.
"Kauft dieses Spiel oder ich muss euch verhaften!"
Im Dojo lernt man neue Kampftechniken dazu.
Das 1902 erbaute Flatiron-Gebäude gilt als ältester Wolkenkratzer von New York...
... und hat den Weg ins Spiel gefunden.
Ballereien sind erneut cool inszeniert.
So nah mit der Halbglatze am Pizza-Ofen werden die meisten Widersacher überaus schnell redselig.
Die Ähnlichkeiten zum Ford GT40 sind unverkennbar - COOL!
Ob nur Rennmaschinen oder auch andere Bikes zur Verfügung stehen, ist noch nicht entschieden.
Alles ist sauber, selbst der Baum fühlt sich wohl.

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 Mit dem Katana-Schwert macht Marcus einen auf dicke Hose.
 Alles ist sauber, selbst der Baum fühlt sich wohl.
 Würdet ihr euer Auto hier parken? Wir nicht!
 Ob nur Rennmaschinen oder auch andere Bikes 
zur Verfügung stehen, ist noch nicht entschieden.
 Die Ähnlichkeiten zum Ford GT40 sind unverkennbar - COOL!
 ... und hat den Weg ins Spiel gefunden.
 So nah mit der Halbglatze am Pizza-Ofen werden die meisten Widersacher überaus schnell redselig.
 Ballereien sind erneut cool inszeniert.
 "Kauft dieses Spiel oder ich muss euch verhaften!"
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 Marcus ist schwerfälliger als Nick Kang, aber genauso wehrhaft.
 
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