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Test
19.11.2004 11:31 Uhr

Ribbit King

Den Golfball durch einen Frosch zu ersetzen, das klingt doch nach einer witzigen Idee. Nur an der Umsetzung hapert´s.

Hersteller:
Termin: Spieler:
Testurteil:
64
 
Steuerung
85
Grafik
47
Sound
37
Multiplayer
64
19.11.2004 11:31 Uhr - Der Tierschutzverein wäre entsetzt: Beim so genannten Frolf prügelt man in Ribbit King einen Frosch mit einem Hammer quer über golplatzähnliche Spielfelder. Diese makabere Sportart ist inzwischen so beliebt, dass sie in der gesamten Galaxie betrieben wird! Sogar Turniere werden veranstaltet, bei denen der Gewinner mit Ribbitin belohnt wird, einem Rohstoff, auf den zahlreiche Planeten angewiesen sind. Auch auf Hippitron, dem Heimatplaneten der Hauptfigur Scooter, wird das begehrte Ribbitin langsam knapp. Grund genug, den Hammer zu schwingen. Die Präsentation ist ähnlich abgefahren wie die Story. Unter den quietschbunten Charakteren finden sich Steinmonster, Pinguinroboter und Pandabären. Aber gerade die witzige Aufmachung verleiht dem Spiel einen gewissen Reiz - was man vom Gameplay allerdings nicht behaupten kann.

Der Zufall bestimmt
Das Spielprinzip ist denkbar einfach: Frolf basiert auf dem Golfsport, allerdings wird der Golfplatz durch einen Hindernisparcours ersetzt, der Ball durch einen Frosch. Je nachdem, wohin man diesen schlägt, macht er sich die Umgebungsobjekte zunutze und kann sich zum Beispiel mithilfe von Teleportern den Weg zum Ziel verkürzen, auf Trampolinen herumhüpfen, durch Teiche schwimmen oder nach herumschwirrenden Fliegen schnappen. Solche Hindernisse können auch zu Combos verknüpft werden, um den High-score zu knacken. Bei den eben genannten Beispielen könnte das folgendermaßen aussehen: Vom Trampolin aus springt der Frosch in einen Teich. Hat er diesen durchschwommen, hopst er in einen Teleporter, an dessen Ende eine Fliege darauf wartet, verspeist zu werden. Gewonnen hat zu guter Letzt nicht unbedingt der Spieler, der als Erster den Frosch einlocht, sondern derjenige, der die meisten Punkte hat. Das Problem ist nur, dass sich die Objekte kaum geplant verknüpfen lassen. Vielmehr kommen Combos oft durch reinen Zufall zustande, was das Gewinnen zur reinen Glückssache macht. Zusätzliche Items, mit denen man seinen Frosch füttern kann, um ihn zum Beispiel weiter hüpfen zu lassen, verleihen den Matches auch kaum mehr Tiefgang.

Froschjagd mit Frenden
Dafür bringt zumindest der Multiplayer-Modus, in dem man mit bis zu drei weiteren Frolfern auf Punktejagd geht, kurzweiligen Spaß. Zunächst ist es herrlich komisch, sich mit ein paar Freunden über die unbeholfenen Hüpforgien der Frösche zu amüsieren, nach kurzer Zeit sorgt die Willkür der Biester aber auch hier für Frust statt Lust. Daran ändern auch die zufälligen Startpunkte der Spieler und des Ziellochs, die für Abwechslung sorgen sollen, nichts. Die schwache technische Umsetzung ist uns übrigens genauso ein Dorn im Auge wie das Gameplay. Der Dudel-Soundtrack zerrt an den Nerven und optisch bewegt sich der Titel gerade mal auf N64-Niveau. Was bleibt, ist ein schwaches Fungolf-Game, das zum Preis von 30 Euro eine günstige Alternative zu anderen Titeln darstellt und für kurzweilige Mehrspielerpartien durchaus zu gebrauchen ist. Wer die 30 Euro gerade übrig hat, sollte sein Geld allerdings lieber in ein vernünftiges Vollpreisprodukt wie Mario Golf: Toadstool Tour investieren.

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Udo Crnjak
Meine Meinung - Udo Crnjak
Die abgefahrene Präsentation hat mir anfangs richtig gut gefallen, aber schon nach kurzer Einspielzeit entpuppt sich Ribbit King als ein sehr durchwachsenes Golfspiel. Geplante Manöver klappen wegen der wiederspenstigen Frösche nur selten, wodurch ernst zu nehmende Matches praktisch unmöglich sind. Im Multiplayer-Modus sorgt das zwar zunächst durchaus für gute Laune, nachdem man sich aber einmal herzlich über die unbeholfen herumhüpfenden Frösche schlapp gelacht hat, stellt sich auch hier schnell Langeweile ein. Für eine schnelle Mehrspieler-Runde zwischendurch mag der Titel durchaus taugen, ein ernsthafter Konkurrent für Marios kultiges Fun-Golfen sind die knuffigen Frolfer aber nicht wirklich.
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