Die Party-Perle kommt mit noch besseren Musikstücken endlich auch nach Europa. Ran an die Bongos!
Hersteller:
Termin:
Spieler:
Testurteil:
89
Steuerung
90
Grafik
64
Sound
80
Multiplayer
89
22.10.2004 12:59 Uhr - Vor einiger Zeit berichteten wir bereits von der Japan-Version des Multiplayer-Krachers Donkey Konga; jetzt konnten wir die PAL-Version testen. Hier eine Vorwarnung: Ihr solltet, bevor ihr das Spiel in euren Würfel schiebt, unbedingt alle Verpflichtungen für die nächsten Stunden absagen, denn es erwartet euch ein Spaßgarant der obersten Rangordnung, der euch tagelang an den Bildschirm fesseln wird.
Taktvoll Als Erstes muss man sich an einen neuen Controller gewöhnen: Zwei Plastik-Kongas (Trommeln) ersetzen das herkömmliche Joypad. Diese gilt es im Spielverlauf möglichst rhythmisch zu bearbeiten. Auf dem Bildschirm laufen nun von rechts nach links mehrere Rhythmussymbole durch, welche mittels der Bongos zum richtigen Zeitpunkt aktiviert werden müssen: Es gibt Symbole für Schläge auf die linke, die rechte oder beide Bongos gleichzeitig. Mithilfe eines eingebauten Mikrofons wird die vierte Aktion erfasst, nämlich Händeklatschen. Beim Testen hat sich Fingerschnippen als die schnellere Geräuschvariante bewährt. Die Schläge und Geräusche werden abhängig von der Genauigkeit des Trommlers mit "exzellent", "gut", "schlecht" oder "verpasst" beurteilt. Weiterhin gibt es Extrapunkte für das möglichst schnelle Schlagen der Bongos bei lang anhaltenden Tönen und das fehlerfreie Durchtrommeln eines Songs, was zu lohnenden Combos führt.
Wunde Hände Damit Solospieler unterhalten werden, sind zahlreiche Modi wie das möglichst fehlerfreie Nachtrommeln aufeinander folgender Songs, die übliche Punktejagd nach dem High-score und das Bestehen gegen bis zu drei Computerschlagzeuger in Donkey Konga integriert. Einige Minispiele wie Lianenklettern oder Bananenjonglieren sind ebenfalls vorhanden, müssen allerdings erst freigespielt werden. Sehr motivierend ist das Sammeln von Songpunkten, welche man in neue Songs (siehe Infokasten) investieren kann. Ist das Spiel im Solo-Modus schon witzig, so entpuppt es sich im Multiplayer-Bereich als absoluter Spaßgarant: Bis zu vier Spieler können entweder mittels Joypad oder weiterer Bongos (separat erhältlich) an dem Trommelspaß teilnehmen. Viele Party-Modi, angefangen vom gemeinsamen Spielen eines Songs bis hin zu hitzi--gen Trommelkämpfen, bringen die müdeste Gesellschaft zum Kochen. Sogar unsere größten Redaktionsmuffel saßen nach kurzer Zeit mit vor dem Bildschirm und trommelten, was das Zeug hielt. Aufgrund der guten Songauswahl für den europäischen Markt haben wir uns entschieden, die ursprüngliche Wertung der japanischen Version im Einzelspieler-Modus um einen Prozentpunkt und im Mehrspieler-Modus um zwei Prozentpunkte zu erhöhen. Meine abschließende Meinung: Zockt ihr gerne mit Freunden, dann besorgt euch dieses Spiel!
Trefft im richtigen Moment die Symbole.
Mit mehreren Mitspielern leidet die Blase vor Lachen!
Und wieder eine heftige Spaßgranate aus dem Hause Nintendo! Daran könnten sich einige Spielehersteller, die den Markt mit schlechten Konvertierungen und lieblosen Filmversoftungen überfluten, ein Scheibchen abschneiden. Doch zum Spiel: Ein total niedlicher Bongo-Controller, eine exzellente Musikauswahl und viele Spiel-Modi können auf voller Linie überzeugen. Okay, der Solo-Modus kann nicht unbedingt lange motivieren, aber mit mehreren Mitspielern mutiert das Spiel zu einem absoluten Klassiker. Wenn man zu viert vor dem Bildschirm sitzt und die unmusikalischen Mitstreiter bei dem Versuch, einen Sambasong nachzutrommeln, beobachtet, bleibt kein Auge trocken! Wer gerne mit Freunden spielt, ein bisschen Rhythmus im Blut hat und keine Angst vor einem alternativen Controller hat, muss sich diesen Titel unbedingt zulegen. Sehr gut gelungen ist auch die Anpassung an den europäischen Markt. Wer ob der niedlichen Verpackung diesem Spiel keine Chance gibt, verpasst einen der besten Partykracher der letzten Zeit.