Vor zwei Jahrzehnten war Ritter Dirk wirklich noch ein Held.
Hersteller:
Termin:
Spieler:
Testurteil:
65
Steuerung
-
Grafik
69
Sound
73
Multiplayer
-
30.04.2004 11:27 Uhr - Im Jahr 1983 schrieb Dragons Lair aufgrund seiner - für damalige Verhältnisse - bombastischen Grafik erstmals Videospielgeschichte. Genau wie im Original schlüpft ihr in die Rollen von Ritter Dirk the Daring und macht euch auf die Suche nach Prinzessin Daphne. Die holde Maid wurde nämlich vom bösen Drachen Siges gekidnappt und in Magier Mordrocs Festung verschleppt. Das finstere Gemäuer hat insgesamt weit mehr als 250 Kammern, in denen über 30 Gegnerarten nur darauf lauern, Dirk das Lebenslicht auszublasen. Laufend, springend, schleichend, hangelnd oder Purzelbäume schlagend kämpft ihr euch nach typischem Trial-and-Error-Prinzip von einem Raum zum nächsten. Unterdessen zersäbelt ihr etliche kuriose Gestalten und sammelt Goodies wie Goldstücke, Heil- oder Manatränke. Unglücklicherweise werdet ihr etliche Male tatenlos dabei zusehen müssen, wie euren Helden durch urplötzlich auftauchende Fallen der Tod ereilt. Für viel Frust sorgt die Tatsache, dass ihr in diesem Fall den kompletten Part von vorne beginnen müsst. Soundtechnisch offenbart das Spiel die gleichen heroischen Heldenklänge wie früher, der Grafik wurde jedoch ein zeitgemäßer 3D-Anstrich verpasst. Sicherlich kann sich nicht jeder für diesen Stil begeistern, aber der Cel-Shading-Look fängt das Flair des Originals gut ein.
Etliche Spielpassagen beginnt ihr immer wieder von vorne.
Auch ein neues 3D-Gewand oder Boni in Form eines neuen Intros, veränderter Schluss-Sequenzen oder eines Musikvideos zaubern aus diesem alten Schinken eine Softwareperle. Neuauflagen von Klassikern sind ja seit geraumer Zeit schwer in Mode gekommen. Ritter Dirk the Daring hätte man aber lieber in Frieden ruhen lassen sollen.