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Test
17.03.2004 11:02 Uhr

Rogue Ops

Nikki Connors: Eine blonde Schönheit sinnt auf Rache.

Hersteller:
Termin: Spieler:
Testurteil:
77
 
Steuerung
-
Grafik
75
Sound
78
Multiplayer
-
17.03.2004 11:02 Uhr - Was würdet ihr wohl tun, wenn eure komplette Familie mit einem Mal durch ein Killerkommando ausgelöscht werden würde? Genauso erging es nämlich Kemcos Hauptdarstellerin Nikki Connors im Spiel Rogue Ops. Während eines wohlverdienten Familienurlaubs in Istanbul explodiert plötzlich eine Autobombe. Zum Glück hielt sich Nikki nicht in direkter Nähe auf - für ihren Mann Michel und ihre Tochter Amy kam allerdings jede Hilfe zu spät. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Nikki keinen blassen Schimmer davon, dass ihr Mann in Wahrheit im Dienste von Phönix, einer weltweit operierenden Anti-Terror-Spezialeinheit, stand. Nun sinnt die junge Frau natürlich auf Rache und setzt alles daran, die gewissenlosen Drahtzieher ausfindig zu machen. Das kommt den Hintermännern von Phönix nur gelegen, schließlich halten sie Nikki für äußert talentiert. Kurz: perfektes Frischfleisch mit hohem Killerpotenzial!

Schwächelnde Technik
Wenn ihr die Steuerung über Nikki übernehmt, werdet ihr erst mal durch ein Trainingslager gescheucht, um euch mit Nikkis Moves vertraut zu machen. Ihr könnt euch an Wänden entlangschleichen oder an Mauervorsprüngen hochspringen und euch daran entlanghangeln. Aus brenzligen Situationen dürft ihr euch auch mit einer Rolle vorwärts befreien, allerdings klappt das nicht immer einwandfrei, da die Steuerung hierfür leider ein wenig zu unpräzise geraten ist. Selbstverständlich wurde die Schönheit auch mit diversen Spionage-Gadgets ausgestattet. Neben den genreüblichen Waffen wie einer 9mm-Pistole und einem Scharfschützengewehr ist sie mit Ninjasternen, einem Elektroschocker, einer Armbrust sowie Granaten bestückt. Ihr wichtigstes Gadget ist jedoch ihr Visier. Eigentlich sieht es wie eine ganz gewöhnliche Sonnenbrille aus. Damit lassen sich aber sogar Wärmequellen und Elektrosmog durch Wände hindurch erkennen. Auf diese Weise könnt ihr mit Leichtigkeit Wachen lokalisieren oder Minen und elektronische Schaltkreise ausfindig machen. Bevor ihr die Verantwortlichen allerdings dingfest machen dürft, müsst ihr acht Missionen durchlaufen. Die Aufgabenstellungen sind dabei äußerst abwechslungsreich: Eine davon erfordert beispielsweise eine sehr makabre Vorgehensweise: Um Laserbarrieren zu überwinden, müssen zwangsläufig drei an Fleischerhaken hängende Leichen heruntergeschossen werden, um auf diese Weise das Sicherheitssystem zu überlisten. Ein anderes Mal wiederum wird es nötig, mithilfe eines Netzhautscanners die Daten einer Wache zu speichern, um sich Zutritt zu einem Sicherheitstrakt zu verschaffen. Zwar werden im Gameplay Stealth- und Action-Einlagen gleichermaßen wunderbar vereint, allerdings ist der Spaß für geübte Zocker etwas zu schnell vorüber. Die Lokalisierung ist den Entwicklern auf jeden Fall bis auf wenige Kleinigkeiten hervorragend gelungen. Beim Bildaufbau wurde jedoch ein bisschen geschlampt. Die permanent leicht instabile Framerate schmälert nämlich den Spielspaß. Dieses Manko wird aber durch sehr abwechslungsreiche und hübsche Texturen wieder etwas wettgemacht. Während die Levels mit sehr unterschiedlichem Design aufwarten, hätte die Darstellung selbst etwas sauberer ausfallen dürfen. Aber auch wenn die Technik nicht gerade das Gelbe vom Ei ist, macht es Spaß, der hübsch modellierten Hauptdarstellerin an ihr Ziel zu verhelfen.
Nikki muss diesen Generator irgendwie lahm legen.
Die Entwickler ließen sich ganz nette Effekte einfallen.
Hier muss Nikki das Sicherheitssytem überlisten.
Sniper-Einlage mal anders. So fällt das Spionieren leicht.
(Kerstin Springer)

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Kerstin Springer
Meine Meinung - Kerstin Springer
Mir persönlich hat es zwar Spaß gemacht, die clevere Nikki auf ihrem Rachefeldzug durch das Spiel zu begleiten, allerdings hätte ich mir eine größere Auswahl an Waffen gewünscht. Auch den etwas durchwachsenen Schwierigkeitsgrad muss man bemängeln. Während selbst ungeübte Spieler manche Missionen ruck, zuck durchdaddeln, werden sie an anderen sicher unzählige Male scheitern. Gut fanden wir jedoch, dass nicht grundsätzlich Schleichen angesagt ist. Ab und zu darf man auch knallhart draufballern, was dem Spiel die nötige Abwechslung verschafft. Hätte man zudem die technischen Mängel noch behoben, hätte einer 80er-Wertung absolut nichts im Wege gestanden.
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