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Test
02.03.2004 10:44 Uhr

Sonic Heroes

Schöner, schneller, besser: Sonics bestes 3D-Abenteuer!

Hersteller:
Termin: Spieler:
Testurteil:
83
 
Steuerung
-
Grafik
78
Sound
73
Multiplayer
80
02.03.2004 10:44 Uhr - Mit Sonic Heroes ist es Sega geglückt, die angestaubte Sonic-Reihe wieder zu rehabilitieren. Diesmal erwartet euch nämlich keine billige Portierung einer Dreamcast-Fassung, sondern ein niegelnagelneues GameCube-Spiel! Worum es geht? Ganz klar, Dr. Robotnik will sich wieder mal die Welt unter den Nagel reißen. In drei Tagen wird die Prophezeiung des niederträchtigen Schurken ihren verhängnisvollen Lauf nehmen. Um ihm einen Strich durch die Rechnung zu machen, stehen insgesamt vier Teams bereit.

Trio mit sechs Fäusten
Jedes Team setzt sich aus drei teilweise altbekannten, aber auch brandneuen Charakteren zusammen, die allesamt individuelle Moves beherrschen. Egal für welches Weltrettungskommando ihr euch entscheidet, ihr steuert immer alle drei Protagonisten gleichzeitig! Je nach Levelstruktur oder Gegnerspezies bestimmt ihr mit der X- bzw. Y-Taste, welcher Charakter die Führung übernehmen soll. Wenn eure Wahl zu Spielbeginn beispielsweise auf Team Sonic gefallen ist, so sollte in Speed-Passagen selbstverständlich Segas Firmenmaskottchen höchstpersönlich den Trupp anführen. Müssen dagegen schwerere Gegner oder Gegenstände zerschmettert werden, ist Knuckles euer Mann. Mithilfe von Tails' rotierendem Schwanz wiederum können Sonic und Knuckles ins Schlepptau genommen werden, um tiefe Abgründe zu überwinden. Das Trio hat aber noch weitere Tricks auf Lager: Knuckles sowie Tails können per simplen Tastendruck ihre Kollegen auf Feinde feuern, um weiter entfernte Kontrahenten aus dem Weg zu räumen, während Sonic sich an emporragenden Stangen hochzwirbeln darf. Das ist aber immer noch nicht alles: Falls die Gegner mal allzu sehr in der Überzahl sind, ist der Z-Button eure Rettung. Einmal aktiviert, formieren sich eure Spielfiguren und führen - ähnlich wie in Harry Potter: Quidditch Weltmeisterschaft - eine teamorientierte Spezialattacke aus, die ein Meer an Lichtern auf eure Flimmerkisten zaubert und alle Feinde in nächster Umgebung in Schutt und Asche legt. Ganz egal für welches Trio ihr euch auch entscheidet, ein flinkes Reaktionsvermögen ist wie immer das A und O. Die rasante Reise führt euch durch insgesamt 14 großzügig angelegte Levels, die vor altbewährten Konstruktionen wie mehr oder weniger stabilen Plattformen, Katapulten, Beschleunigungsstreifen, Loopings, Flippern, Rohrsystemen und vielem mehr nur so strotzen. Dank der einfachen und schnell reagierenden Steuerung habt ihr die unterschiedlichen Moves der Freunde rasch raus und könnt in einem Affenzahn durch die Stages rauschen. Dank vor bestimmten Passagen angebrachter, entsprechend farbiger Monitore seht ihr sofort, welcher Charakter gerade empfohlen wird. Habt ihr im Singleplayer-Modus ausreichend Erfolge verbucht, so dürft ihr das Speed-Vergnügen auch mit bis zu drei Kumpels via Splitscreen zocken. In den insgesamt sieben Multiplayer-Modi geht's hauptsächlich darum, als Erster das Levelende zu erreichen. Leider geht hier die Framerate arg in die Knie, was bei dem Tempo auch nicht weiter verwundert. Allerdings sieht man an anderen Spielen, wie beispielsweise F-Zero GX, dass auch dieses Problem lösbar wäre.

Viel Flüssigerer Bildaufbau
Das Gameplay wird euch aber dennoch absolut begeistern, auch wenn das Spiel mit einem üblen Manko zu kämpfen hat: Die Kameraeinstellung ist nämlich derart miserabel, dass man es schnell vermeidet, sie überhaupt zu ändern. Uns ist es jedenfalls unbegreiflich, dass ein so fähiges Entwickler-Team wie Sega das nicht in den Griff bekommen hat. Obgleich das Spiel noch immer nicht hundertprozentig flüssig läuft, gehören die derben, unerträglichen Ruckeleinlagen - wie sie in Sonic Adventure DX vorkamen, der Vergangenheit an. Außerdem hat sich die Grafik erheblich gemausert. Zwar wurden Texturen recht sparsam verwendet, dafür ist das Leveldesign äußerst detailliert und besonderes bei den Wassereffekten hat man sich sichtlich Mühe gegeben. Eines ist jedenfalls sicher: Auf dem Würfel macht Sonic hier mit Abstand die beste Figur!
Hier kommt dem Trio gerade ein monströser Zug entgegen.
Jump&Run-Passagen könnt ihr meist auch fliegend überwinden.
An solchen Barrieren wird automatisch gewechselt.
Knuckles haut alles kurz und klein.
Wenn Knuckles das Gespann anführt, formieren sich seine Kumpels.
Am unteren Balken erkennt ihr, wie viel Vorsprung euer Gegner hat.
(Kerstin Springer)

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Kerstin Springer
Meine Meinung - Kerstin Springer
Ich persönlich finde das Gameplay einfach genial! Allerdings habe ich es nach kurzer Zeit fast völlig vermieden, die Kameraperspektive zu ändern, da man auch ohne dieses Feature meistens wunderbar klarkommt. Was die Gegner betrifft, hätte ich mir aber ein wenig mehr Abwechslung gewünscht. Zu schnell hat man den Bogen raus, mit welchem Charakter die unterschiedlichen Feinde am schnellsten ins Nirwana befördert werden. Dafür haben’s die Jump&Run-Passagen aber manchmal ganz schön in sich.
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