25.02.2004 14:14 Uhr - Nach der Ankündigung eines Remakes von Metal Gear Solid für den GameCube richten sich natürlich sämt- liche Augen und Ohren auch auf die kleinste Information. Wir wurden diesen Monat mit einer spielbaren Preview-Version überrascht und lassen es uns nicht nehmen, euch über unsere ersten Eindrücke vom Spiel zu unterrichten. Schauplatz ist die einsame Insel Shadow Moses Island, auf der sich eine atomare Entsorgungseinrichtung befindet und die von einer terroristischen Gruppe besetzt wird. Leiche her sonst kracht's Die kriminellen Subjekte verlangen die Aushändigung der sterblichen Überreste von Big Boss, einem legendären Soldaten, der als größter Kämpfer des 20. Jahrhunderts verehrt wird. Falls dies nicht geschieht, drohen sie eine Atomwaffe abzufeuern. So weit die Einleitung und der ausschlaggebende Grund für Solid Snake, sich in eine gefährliche Ein-Mann-Mission zu stürzen. Wie beim PS-Original landet der Spieler in der Rolle von Solid am Landungsdock der Anlage und muss zu einem Aufzug, der ihn zum eigentlichen Hauptteil der Einrichtung bringt, schleichen. Gleich zu Beginn werden die Änderungen im Gameplay ersichtlich. War es beim Original noch möglich, einfach draufloszulaufen und einen Soldaten nach dem anderen auszuschalten, muss man jetzt erheblich mehr Vorsicht an den Tag legen. Die Gegner hören den Charakter, sobald er beispielsweise über eine stählerne Oberfläche rennt, und verfolgen unerbittlich die Quelle des Geräusches. Weiterhin ist die Möglichkeit, sich an einem Gelän-der festzuhalten, auch ein Element, das bei der Bewältigung einzelner Abschnitte Abwechslung ins Spiel bringt: Nachdem man den Helikopterlandeplatz erfolgreich hinter sich gelassen hat, stehen dem Spieler zwei Wege zur Verfügung, um in den nächsten Raum - den Tank- Hangar - zu gelangen. Entscheidet man sich für den oberen Lüftungsschacht, so kann man sich dort einfach über das Geländer schwingen und schon ist man eine Ebene tiefer. Ordnung ist das halbe Leben Das Wegschaffen überwältigter Feinde ist das nächste neue Feature. Da im Original erledigte Soldaten an Ort und Stelle verschwanden, brauchte man sich über deren Entsorgung keine Gedanken zu machen. In Twin Snakes bleiben die Körper sichtbar und sobald ein Kollege über den armen Tropf stolpert, löst er natürlich Alarm aus. Um dies erfolgreich zu verhindern, kann man sie zum Beispiel in Schränken verstauen. In Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty für die PS2 war es auch das erste Mal möglich, in der Ego-Perspektive die Waffe zu zücken und einen Soldaten auszuschalten. Genau dies ist auch in The Twin Snakes der Fall und eröffnet neue Möglichkeiten, die Terroristen auszuschalten oder sich in den Umgebungen umzuschauen und zurechtzufinden. Ein erweitertes Waffenarsenal und neue Gegenstände komplettieren die sehr gute spielerische Frischzellenkur. In grafischer Hinsicht hätten die Jungs von Silicon Knights etwas mehr leisten können. Bei schnellen Perspektivwechseln kommt die Grafik-Engine noch etwas ins Stocken und die Texturen sind ein wenig verwaschen. Von überragender Qualität sind die neu geschnittenen Zwischensequenzen. Die Entwickler haben hier die beste Arbeit geleistet. Übrigens könnt ihr euch auf unserer Homepage Videos von der Preview-Version anschauen.
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Mit dem Fernglas kann jedes Objekt ganz nah
herangeholt werden.
Der erste Zwischengegner ist schon relativ fordernd, aber nicht unbesiegbar.
Im Atomlager ist das Schießen zu Solids Leidwesen verboten.
Diese nebulöse Gestalt sorgt im Spiel für viel Verwirrung.
Die neuen Zwischensequenzen sind schon jetzt eine absolute Augenweide.
Der mysteriöse Ninja hat anscheinend einen schlechten Tag und lässt dies die armen Soldaten auch spüren.
Das hat Revolver Ocelot davon, wenn er sich an wehrlosen Geiseln vergreift. Vielleicht lernt er seine Lektion.
Revolver Ocelot ist ein gefährlicher Gegner für Solid Snake.
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