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Test
07.01.2004 11:41 Uhr

Harry Potter Quidditch Weltmeisterschaft

Vor Jahrhunderten riefen Hexen und Zauberer eine äußerst kuriose Sportart ins Leben.

Hersteller:
Termin: Spieler:
Testurteil:
71
 
Steuerung
-
Grafik
82
Sound
81
Multiplayer
79
07.01.2004 11:41 Uhr - Bevor Joanne K. Rowlings erster HP-Band Harry Potter und der Stein der Weisen den Weg in die Händlerregale fand, hätte kaum jemand damit gerechnet, dass der kleine Zauberlehrling einen derartigen Wirbel auslösen könnte. Har- rys Beliebtheit veranlasste EA bereits zu zwei gelungenen Videospielumsetzungen. Bei dem Versuch, Rowlings Zauberwelt erneut virtuelles Leben einzuhauchen, betritt EA somit natürlich kein Neuland. Die kölschen Jungs wagten sich diesmal sogar an den berühmt-berüchtigten magischen Freizeitsport der Hexen und Zauberer.

Simple Spielregeln
Um euch den begehrten Meisterschaftspokal zu krallen, kämpft ihr mit sechs weiteren Azubi-Kollegen gegen etliche andere Teams. In Hogwarts überlässt man das Malträtieren von Schusters Leisten aber lieber den Normalsterblichen und zieht eine erheblich komfortablere Fortbewegungsmethode vor: Alle Kämpfer rauschen auf ihren Zauberfegern in die Arenen, die sich - wie beim Fußball - in zwei Spielfeldhälften unterteilen. Auf beiden Seiten ragen jeweils drei auf langen Stangen angebrach- te Ringe in den Himmel. Um neben Punkten auch die begehrten Quidditch-Karten einzuheimsen, müsst ihr den Quaffel (einen roter Lederball) durch einen dieser Ringe feuern. Grundsätzlich steuert ihr dabei immer den Kämpfer, der in nächster Nähe zum Quaffel herumschwirrt. Wollt ihr einen Zahn zulegen, so darf per Tastendruck ein eingebauter Boost aktiviert werden und gut getimte Pässe verhelfen dazu, rasch in die Torzone des Gegners zu gelangen. Für etwaige Quaffel-Diebstähle darf man sich sogar mit dem berühmt-berüchtigten Klatscher bedanken. Dabei schwingt sich per Tastendruck einer eurer Spieler in luftige Höhen, zückt eine Art Mini-Baseballschläger und klatscht den unliebsamen Kontrahenten mit einem brachialen Schmetterball von seinem Feger. Alternativ können Gegner auch mit Energiefeldern außer Gefecht gesetzt werden oder man überrollt den hilflosen Feind kurzerhand mit dem kompletten Team.

Irrelevantes Spielergebnis
Die Entwickler hielten sich (leider) auch weiterhin möglichst genau an die Buchvorlage. Beim Quidditch muss sich nämlich selbst der genialste Torschütze auf eine mögliche Niederlage einstellen. Und schuld daran ist nur der Schnatz ... urplötzlich platzt er, in Form eines güldenen Etwas mit winzigen Flügelchen, ins Spielgeschehen. Ähnlich wie bei einem Düsenjet zeichnet sich seine Flugbahn dabei klar am Himmel ab. Erst wenn ihr euch diesen Sch(n)atz schnappt, ist euch der Sieg sicher. Also verfolgt ihr seine Spur und presst wirklich den allerletzten Saft aus eurem Feger, bis ihr etwa auf gleicher Höhe seid, und reißt euch dieses kuriose Monsterglühwürmchen blitzschnell unter den Nagel. Leider hängt der Sieg meist von dieser kur-zen Geschicklichkeitseinlage ab. Ein geschnappter Schnatz beschert euch nämlich gleich fette 150 Punkte, während ein Tor mit lumpigen 10 Punkten zu Buche schlägt. Im Einzelspielermodus verliert das Spiel dadurch etwas zu schnell seinen Reiz. Wer jedoch lediglich gut unterhalten werden möchte, darf bei EA in der allerersten Reihe Platz nehmen und sich von dem detaillierten Leveldesign, den sehr hübsch modellierten Charakteren, den eindrucksvollen Effekten, den spektakulären Moves, den geschmeidigen Animationen und nicht zuletzt von einer wunderschönen Atmosphäre verzaubern lassen.
Es spielt keine Rolle, durch welchen der drei Ringe ihr den Quaffel feuert.
Am Bildschirmrand eingeblendete Tasten weisen auf Aktionsmöglichkeiten hin.
Indem ihr die A-Taste länger drückt, verleiht ihr euren Würfen mehr Power.
(Kerstin Springer)

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Kerstin Springer
Meine Meinung - Kerstin Springer
Wären einige kleinere Mankos noch behoben worden, hätte sich EA zumindest für Präsentation, Grafik und Sound einen Hit redlich verdient. Umwerfend in Szene gesetzte Specialmoves lassen einen sogar kurzzeitig die starken Mängel im Gameplay vergessen. Aber was nützt es mir, wenn ich die tollen gegnerischen Spezialangriffe bestaunen darf, ihnen dabei aber vollkommen hilflos ausgeliefert bin?! Kein Ausweichen, kein Blocken – gar nichts ist mehr möglich. Einem bleibt nichts anderes übrig, als dem munteren Treiben auf dem Schirm tatenlos zuzusehen und die grandiose Optik zu genießen. Mir persönlich reicht das bei weitem nicht aus!
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