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Test
08.12.2003 12:25 Uhr

Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs

Noch vor Start des Kinoblockbusters veröffentlicht EA das Spiel zum Film.

Hersteller:
Termin: Spieler:
Testurteil:
83
 
Steuerung
-
Grafik
87
Sound
87
Multiplayer
86
08.12.2003 12:25 Uhr - Grandiose Schauspieler, geniale Effekte und eine noch nie da gewesene Umsetzung einer Fantasy-Welt - das verspricht Peter Jacksons Kino-Umsetzung von Tolkiens Der Herr der Ringe. Angesichts der optischen und akustischen Pracht, die uns der Regisseur mit seinen Filmen beschert, ist es schwer, ein angemessenes Videospiel abzuliefern. Doch Electronic Arts hat bereits bei Die zwei Türme gezeigt, wie eine Versoftung eines Kinoformates auszusehen hat. Optisch ansprechend, gut spielbar und mit zahlreichen Filmszenen garniert. Für Die Rückkehr des Königs legten sich die Entwickler noch mal besonders ins Zeug. Größer, besser, spektakulärer lautete das Motto. Durftet ihr im Vorgänger gerade mal drei Charaktere steuern - Aragorn, Gimli und Legolas - so übernehmt ihr nun auch die Kontrolle über das Hobbit-Pärchen Frodo und Sam sowie Zauberer Gandalf. Allerdings stehen euch nicht alle Charaktere von Anfang an zur Verfügung, erst nach dem Durchspielen dürft ihr auf die weiteren Helden zurückgreifen und beliebig in die Levels wieder einsteigen.

Jede Menge Action
Die Schauplätze des Spiels halten sich eng an den Film. So steuert ihr zu Beginn des Spiels Gandalf durch Helms Klamm und versucht, die Festung gegen die eindringenden Orks und Uruk-Hais zu verteidigen. Anschließend helft ihr den Ents, Sarumans Turm einzunehmen. Oder ihr begleitet im zweiten Handlungsstrang Frodo und Sam auf ihrer Reise nach Mordor. Häufig stehen euch bis zu drei Levels zur Auswahl, die ihr spielen könnt. Die Entwickler haben sich bemüht, das Spiel so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. So müssen die beiden Hobbits sich beispielsweise häufig den Zauberumhang der Elfen zunutze machen und sich schleichend vorwärts bewegen. Außerdem könnt ihr an bestimmten Stellen Speere aus dem Boden ziehen oder Katapulte aktivieren, um die Gegner zu besiegen. Dies täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass es sich bei Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs um ein waschechtes Hack&Slay-Spiel handelt. Mittels Schwert und Axt vertrimmen Aragorn und Gimli die heranströmenden Gegner-Scharen, Legolas bevorzugt mit Pfeil und Bogen den Fernkampf und Gandalf zaubert, was der Stab hergibt. Frodo und Sam greifen gerne auf das Elben-Schwert Stich zurück, welches durch Glühen zuverlässig vor Orks warnt. Besonders witzig ist, dass ihr auch Kronleuchter oder Ähnliches auf eure Gegner fallen lassen dürft. Nach Abschluss eines Levels tauscht ihr gesammelte Erfahrungspunkte gegen neue Moves oder eine bessere Ausrüstung. Besonders gut ist, dass die Entwickler an den Schwächen des ersten Teils gearbeitet haben. So ist das Gameplay durch die neuen Charaktere sowie die Interaktivität mit der Umgebung und die Schleichmissionen deutlich abwechslungsreicher als noch bei Die zwei Türme. Sehr positiv ist uns zudem der gestiegene Umfang aufgefallen. Neben den neuen Charakteren sind die Levels wesentlich größer als noch beim Vorgänger. Auch grafisch haben die Entwickler eine mächtige Schippe nachgelegt. Gab es bei Die zwei Türme noch einige schwammige Texturen, könnt ihr nun sogar Gandalfs Falten erkennen. Hinzu kommt, dass in den Levels deutlich mehr abgeht als beim Vorgänger. Ihr habt es ständig mit Horden von Orks zu tun. Bei Helms Klamm werdet ihr regelmäßig umzingelt, ihr könnt beobachten, wie die Leitern an die Mauer gestellt werden, wie überall Feuerbälle einschlagen und immer neue Truppen nachrücken.

Wie im Film
Akustisch werdet ihr wieder mit dem typischen Herr der Ringe-Soundtrack verwöhnt, der immer noch wie die Faust aufs Auge passt und euch herrlich mitfiebern lässt. Die Soundeffekte sind erneut hervorragend und donnern in Dolby Pro Logic II aus den Boxen. Genau wie beim Vorgänger bekommt ihr zudem immer wieder Original-Filmausschnitte aus dem Kinofilm zu Gesicht, die fließend in die Spielgrafik überblenden. Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs macht schon beim Zuschauen Spaß. Umso schöner ist, dass die Entwickler einen kooperativen Zweispieler-Modus in das Spiel integriert haben. Ein weiterer Kumpel muss also nicht tatenlos auf dem Sofa zuschauen, sondern kann aktiv in das Bildschirmgeschehen eingreifen. In bester Gauntlet- oder Baldur's Gate: Dark Alliance-Manier schlagt ihr euch so gemeinsam auf einem Schirm durch die Ork-Horden. Was könnte mehr Spaß machen? Auch an die Langzeitmotivation haben die Entwickler gedacht. So könnt ihr weitere Filmsequenzen, Interviews, Sketche und Charaktere freischalten. Einige Mängel sollen nicht verschwiegen werden. So sind die vorgegebenen Kamerawinkel öfters unglücklich gewählt. Dieses Manko gab es beim Vorgänger so nicht. In einigen Spielsituationen werdet ihr mit Fernwaffen außerhalb des sichtbaren Bereichs angegriffen. Von den Gegnern keine Spur. Hinzu kommt ein teilweise heftiger Schwierigkeitsgrad. Selbst im leichtesten der drei Schwierigkeitsgrade werden sich Gelegenheitszocker überfordert fühlen. Außerdem leidet bei der permanenten Bildschirm-Action gelegentlich die Übersichtlichkeit und man sieht seinen Charakter nicht mehr . Nichtsdestotrotz zählt Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs zu den besten jemals entwickelten Filmumsetzungen.
Sam und Frodo lassen sich von Gollum führen.
Ständig geht irgendwas kaputt.
Gandalf, kurz bevor er zur Rettung von Helms Klamm eilt.
Die Videos sind von erstaunlicher Qualität.
Gandalf nutzt die explodierenden Fässer.
Mit L und A aktiviert ihr einen Fernangriff.
Am Ende der Levels verteilt ihr eure Erfahrungspunkte.
Gandalf vertreibt die Orks aus dem Fangorn-Wald.
(Fabian Sluga)

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Fabian Sluga
Meine Meinung - Fabian Sluga
Mir hat bereits der Vorgänger gut gefallen. Doch was Electronic Arts mit Die Rückkehr des Königs auf die Fernsehschirme zaubert, ist einfach nur fantastisch. Die Grafik ist eine wahre Freude und es gibt jede Menge zu bestaunen. Gemeinsam mit dem tollen Soundtrack entsteht ein audiovisueller Hochgenuss. Besonders der geniale kooperative Zweispieler-Modus rockt! Allerdings ist der Schwierigkeitsgrad recht happig und die Checkpoints unglücklich gewählt. Auch die Kamera macht Probleme.
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