In Vivendis neuem Actiontitel erwartet euch abgefahrene Schrottplatz-Action!
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Termin:
Spieler:
Testurteil:
76
Steuerung
-
Grafik
68
Sound
72
Multiplayer
81
04.12.2003 11:29 Uhr - Auf dem weit entfernten Planeten Eisenstern ist der Krieg ausgebrochen und es herrschen Diktatur und Unterdrückung. Verantwortlich für diese ganze Miesere ist General Rostflug. Als Anhänger der Roboterrebellion einen fast gänzlich zerstörten Roboter namens Glitch finden, da schöpfen Oberst Schmelztiegel und seine Widerstandskämpfer neue Hoffnung. Wie die Namen bereits anklingen lassen, nimmt sich die Geschichte des Titels selbst nicht ganz so ernst. Das abgefahrene und ziemlich witzig erzählte Intro verstärkt diesen Eindruck. Nichtsdestotrotz verbirgt sich hinter dem Titel knallharte Actionkost. Der Spieler übernimmt die Rolle von Glitch und wird zu Beginn in einem Tutorial mit den sehr schnell erlernbaren Kontrollen vertraut gemacht. Von da an geht es in den über 50 Missionen, die auf sechs unterschiedliche Umgebungen verteilt sind, so richtig zur Sache. Wenn man der Hauptfigur nicht die ganze Zeit über die Schulter schauen würde, könnte man meinen, man spielte einen Ego-Shooter.
Altmetall sammeln In den interaktiven und mit Geheimgängen und Verstecken versehenen Levels ballert man hauptsächlich alles nieder, was sich nicht schnell genug auf den Schrottplatz verzieht. Hierzu stehen über 18 Waffen zur Verfügung. Bisweilen übernimmt man die Kontrolle eines fremden Roboters, um den feindlichen Besatzern mit eigenen Waffen in den Hintern zu treten. An anderer Stelle warten auch Vehikel wie ein Hovercraft oder ein gepanzerter Kampfbuggy darauf, in dem Kampf gesteuert zu werden. Das Charakter- bzw. Roboterdesign ist mit viel Liebe zum Detail und einem unverwechselbaren Charme umgesetzt worden. Während sich Glitch zum Beispiel hastig fortbewegt, wackelt entsprechend seiner Bewegung seine Rückenantenne. Aber auch die mitunter imposanten Gegner sind sehr gut gelungen. Leider kann man das von den Levels und der Bildwiederholungsrate nicht behaupten. Optisch bieten sie einfach zu wenig Abwechslung und die für einen Actiontitel ohnehin recht wenigen 30 Bilder pro Sekunde werden bei besonders heftigen Auseinandersetzungen nicht erreicht. Was man allerdings dem Titel zugute halten muss, ist sein sehr unterhaltsamer Mehrspieler-Modus. Mit bis zu drei Freunden kann man in insgesamt sieben Spielmodi und einer Gesamtzahl von 14 Levels für eine riesige Menge Altmetall sorgen. Unterm Strich bleibt ein witziger Actiontitel, der seine Stärken eindeutig im Mehrspieler-Modus hat.
Mit dem Hovercraft lässt sich so manche Gemeinheit anstellen.
Diese Gesellen sind sehr flink und echt widerstandsfähig.
Eine Granate sagt oft mehr als tausend Worte.
Zu zweit machts schon Laune. Zu viert aber rockt die Schrottplatz-Party.
Ich persönlich finde den Stil von Metal Arms: Glitch in the System echt cool. Die Roboter sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet worden. Leider hat der Titel mit einigen Technikmängeln zu kämpfen. Die Ruckler sind stellenweise so derb, dass man kaum mehr vernünftig zielen kann. Im Mehrspieler-Modus macht das Spiel aber so richtig Spaß und heimst hier somit die meisten Punkte ein. Besonders witzig sind nicht nur die Story, die im Vorspann sehr gelungen erzählt wird, sondern auch die Kommentare nach erfolgreichen Abschüssen.