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Test
06.11.2003 11:18 Uhr

Final Fantasy Tactics Advance

Ordentliche Strategie oder lieber eine Portion Fantasie?! Square Enix liefert euch beides.

Hersteller:
Termin: Spieler:
Testurteil:
90
 
Steuerung
-
Grafik
86
Sound
91
Multiplayer
89
06.11.2003 11:18 Uhr - Mit Final Fantasy Tactics Advance bringt Square Enix einen starken und exklusiven Strategietitel mit einer fantasiereichen Geschichte auf dem GBA heraus. Marche, Mewt und Ritz, so die Namen der Hauptcharaktere, versetzt es nach dem Lesen eines altertümlichen Buches über Nacht von ihrem Heimatort St. Ivalice in ein Land voller seltsamer Gestalten und Gefahren. Hier in Ivalice versuchen die drei Freunde alles, um wieder nach Hause zu kommen. Doch das ist nicht ganz so einfach.

Steiniger Weg
Der Spieler übernimmt die Rolle von Marche und durchläuft zu Beginn zwei Tutorials, die das Kampfgeschehen sehr gut erklären. Was allerdings die Charakterverwaltung angeht - das Ausrüsten der Figur mit Gegenständen, Waffen, Fähigkeiten usw. - so muss man sich alles selbst beibringen. Ebenfalls etwas unglücklich ist die Tatsache, dass beim Wechsel von Ausrüstungsgegenständen nicht die neuen Werte angezeigt werden. Ansonsten sind die Menüs sehr übersichtlich gestaltet. Auf einer großen Landkarte sind diverse Stationen dargestellt, die man nach mehreren Erfolgen selbst positionieren kann. Jobs holt man sich in Wirtshäusern und zahlt für entsprechende Tipps eine Informationspauschale. Sobald der eigene Clan, dessen Mitgliederzahl mit zunehmender Spieldauer steigt, einen Auftrag angenommen hat, macht man sich an dessen Ausführung. Zu Beginn einer Auseinandersetzung wählt man seine Kampftruppe aus und positioniert sie auf dem Schlachtfeld. Die Aktionsreihenfolge ist abhängig von der Geschwindigkeit der Figuren, wobei immer die Schnellste beginnt und vom Charakter mit dem zweithöchsten Wert gefolgt wird. Jede Figur hat die Möglichkeit, sich einmal zu bewegen und einmal eine Aktion durchzuführen. Egal, ob es sich dabei um einen Schwertangriff, den Einsatz von Magie oder das Heilen eines Kameraden handelt. Besonders wichtig bei Attacken ist die Blickrichtung der Zielfigur. Hiebe in den Rücken oder in die Seite sind weitaus effektiver. Dieses Prinzip gilt sowohl für Gegner als auch für die eigene Truppe.

Breaking the Law
Jeder Kampf unterliegt zu-dem bestimmten Gesetzen, die nicht gebrochen werden dürfen. Passiert dies doch, erhält der Übeltäter vom Richter - der bei jedem Kampf allgegenwärtig ist - zunächst eine gelbe Karte. Bei erneutem Verstoß gibt's die rote Karte und man wandert ins Gefängnis. Prinzipiell ist dieses System eine nette Ergänzung. Kommt es aber vor, dass zum Beispiel der Einsatz von Schwertern untersagt ist, muss man seine Truppe etwas genervt komplett umrüsten. Als Zugabe zum Einspieler-Modus kann man mit dem GBA eines Freundes eine Linkverbindung herstellen, um Kooperations-Missionen zu spielen, Gegenstände und Charaktere zu tauschen oder den Clan des anderen zu unterstützen. Besonderes Lob verdienen die wirklich sehr hübsch gezeichneten Hintergründe und liebevoll dargestellten Charaktere, die allerdings auch recht wenige Animationsphasen haben. Dazu glänzt das Spiel mit einem wirklich genialen und überaus abwechslungsreichen Soundtrack. Alle GBA-Strategen mit einer Vorliebe für Fantasy-Spiele können hier bedenkenlos zugreifen. Eine wirklich sehr gelungene Abwechslung zur ebenfalls starken Advance Wars-Reihe.
Zu Beginn des Spiels wird das Kampfsystem anhand einer Schneeballschlacht erklärt.
Der Richter verteilt bei Regelverstößen zunächst eine gelbe, dann aber eine rote Karte.
Hier sollte man regelmäßig vorbeischauen. Es warten interessante Gerüchte oder neue Missionen.
Trotz kleiner Fehler im Detail sind die Menüs übersichtlich gestaltet worden.

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Udo Crnjak
Meine Meinung - Udo Crnjak
Mich als Rollenspiel- bzw. Strategiespielmuffel hat der Titel von der ersten Minute an gefesselt. Die wunderschön gezeichneten Figuren und Hintergründe haben mich doch sehr stark an vergangene 16-Bit-Tage erinnert. Noch mehr als die tolle Optik hat mich die traumhafte Musikuntermalung fasziniert. Ich war wirklich überrascht, denn derartige Ohrwürmer hab ich auf dem GBA selten gehört. Aber auch die unglaubliche Spieltiefe konnte mich viele, viele Stunden an den GBA fesseln. Nach anfänglichen Niederlagen lernt man sehr schnell aus seinen Fehlern und kann bald richtig souveräne Erfolge verbuchen. Auch die Link-Möglichkeit bietet genügend Abwechslung, um sich stundenlang zu beschäftigen. Einzig und allein das Gesetzsystem ist mir manchmal etwas auf die Nerven gegangen. Auch wenn die Beschränkungen im Kampf meistens nur schmückendes Beiwerk sind, ärgert man sich dann doch, wenn man keine physischen Angriffe, wie beispielsweise Schwerthiebe, ausführen darf.
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