04.11.2003 11:12 Uhr - Im Bereich der Ego-Shooter gibt es im Moment auf dem GameCube für jeden Geschmack das Richtige. Erstklassige Vertreter wie James Bond 007: Nightfire, TimeSplitters 2 oder Medal of Honor: Frontline bieten erbarmungslose Action, tolle Technik und eine dichte Atmosphäre. Ubi Soft lässt sich da nicht lumpen und veröffentlicht im November einen Ego-Shooter der ganz besonderen Art. XIII ist in vielerlei Hinsicht ein herausragendes und innovatives Stück Software. Als Grundlage für den Shooter dient der gleichnamige französische Comic von Jean van Hamme, der mittlerweile in die 15. Runde geht. Genug Stoff, um eine spannende Geschichte auf die Beine zu stellen ist somit auf jeden Fall vorhanden. Mein Name ist Hase, ich weiss von Nix Die Hauptfigur in XIII ist ein Agent mit dem Codenamen XIII. Vollkommen orientierungslos und ohne jegliche Erinnerung an die eigene Identität oder an vergangene Ereignisse wacht der arme Mann an einem Strand schwer verletzt nach einem Mordanschlag auf. Nach und nach lüftet sich der Schleier der Unwissenheit und die spannend erzählte Geschichte um eine verworrene Verschwörung entwickelt sich langsam. Einziger Anhaltspunkt bei der schier hoffnungslosen Suche ist ein Schließfachschlüssel für eine New Yorker Bank. Doch um dorthin zu gelangen, muss sich der Spieler erst einige Probleme in Form von Gegnern vom Hals schaffen. Eine gute Gelegenheit, sich mit der Steuerung und dem eigenwilligen Grafikstil auseinander zu setzen. In den ersten Spielabschnitten erscheinen immer dann Informationsfelder, wenn man eine neue Aktion durchführen kann. Ein spezielles Tutorial ist somit unnötig. Die Steuerung wurde wirklich vorbildlich umgesetzt und ist nach den ersten Spielminuten sehr intuitiv zu beherrschen. Die Auto-Aim-Funktion ist bei der Zielerfassung äußerst erleichternd, kann aber, je nach Bedarf oder Wunsch, auch deaktiviert werden. Bekanntes und völlig Neues Wie es sich für einen guten Ego-Shooter gehört, sind auch viele unterschiedliche Bleispritzen mit dabei. Egal ob 9-mm- Handfeuerwaffe, Schrotflinte, Scharfschützengewehr, Wurfmesser oder eine Armbrust. Für jede Vorliebe bzw. Situation ist was dabei. Außerdem verfügt jede Waffe über eine sekundäre Funktion, wie zum Beispiel Schalldämpfer, Impuls- oder Dauerfeuer oder Zielfernrohr. Was den Titel eigentlich wirklich von der übrigen Ego-Shooter-Kost abhebt, ist der Cel-Shading-Look. Bisher fand dieser Grafikstil beispielsweise bei Jet Set Radio oder The Legend of Zelda: The Wind Waker Anwendung. XIII ist sehr stark an den zugrunde liegenden Comic angelehnt. Dies wird durch die Einblendung von separaten Text- oder Grafikfeldern sehr gut unterstrichen. Steht man zum Beispiel vor einem neuen Bereich, kann man in einem kleinen Fenster sehen, was hinter der Tür gerade abgeht. Erledigt man einen Gegner mit einem Wurfmesser, wird in drei kleinen Fenstern dargestellt, wie sich das Messer dem Opfer nähert und schließlich trifft. Mit Pixelblut wird bei der Darstellung nicht gespart, womit eindeutig ein erwachsenes Publikum angesprochen werden soll. Schleichen mit Stil Entsprechend der Geschichte kommt es nicht immer darauf an, rohe Gewalt zu benutzen, um zum Ziel zu gelangen. In bestimmten Levelabschnitten ist es auch bitter nötig, leise und unaufällig zu bleiben. Hilfreich hierbei ist der "sechste Sinn" der Hauptfigur. Bewegt sich beispielsweise ein Gegner hinter einer Tür oder Ecke, werden seine Schritte in Form von Buchstaben visualisiert. So kann man den perfekten Zeitpunkt abwarten, um zuzuschlagen. Wenn man nicht gerade geräuschlose Waffen wie Wurfmesser oder Armbrust zur Hand hat, kann man auch einfach auf das herumstehende Inventar zurückgreifen. Stühle, Backsteine oder Flaschen eignen sich hervorragend dazu, eine Wache ins Land der Träume zu schicken. Um einen Alarm zu vermeiden, empfiehlt es sich, Bewustlose beiseite zu schaffen. Diverse Hindernisse wollen mit hilfreichen Gegenständen überwunden werden. Hierzu zählen Magnetkarten für verschlossene Türen oder ein Enterhaken, um sich eine Häuserfront hochzuziehen. Solisten werden sich somit auf keinen Fall langweilen. Aber auch im Mehrspieler-Modus können sich bis zu vier Spieler spannende Duelle liefern. Noch nicht perfekt Leider waren in unserer Vorschau-Version bisher nur zwei Multiplayer-Levels in zwei Spielarten spielbar. In der finalen Version kann man sich in den Spielarten Deathmatch, Team Deathmatch, Capture the Flag und The Hunt mit bis zu drei Kumpels vergnügen. Technisch präsentierte sich die uns vorliegende Vorabversion recht solide, auch wenn die Bildwiederholungsrate noch einiger Verbesserung bedarf. Stellenweise gerät das Spiel doch ziemlich stark ins Ruckeln. Musikalisch haben die Entwickler wirklich herausragende Arbeit geleistet. Eine sehr gelungene Mischung aus Jazz, 70er-Jahre-Rhythmen und elektronischen Klängen unterstreichen die Atmosphäre und auch die Gefechte sehr gut. Die Sprachausgabe war zwar noch komplett auf Englisch, wird aber vollends in deutscher Sprache sein, wenn das Spiel hierzulande erscheint. Werden die technischen Mängel beseitigt, steht uns ein absoluter Hitgarant bevor.
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Für den Mord am Präsidenten der USA wird Agent XIII verantwortlich gemacht.
Nachdem XIII am Strand aufgewacht
ist, hat er noch nicht ganz alle Sinne beisammen.
Bei solchen Treffern
erscheinen zur Intensivierung drei kleine Fenster, die den Treffer noch einmal genau zeigen.
Die überleitenden Sequenzen werden in bester
Comic-Manier dargestellt.
Solange man die Geisel direkt vor sich hat, schießen die Wachleute nicht.
Hier kann man sich zunächst gut mit der einfachen Steuerung vertraut machen.
Die Schauplätze sind sehr abwechslungsreich gestaltet worden.
So gut wie alles im Spiel wird mit eingeblendeten Wörtern im Comic-Stil unterlegt.
Solche Einstellungen sind nicht gerade was für schwache Nerven. Trotz Cel Shading ist das Spiel ziemlich brutal.
Um die Verschwörung vollends aufzudecken, kommt man an die wundersamsten Orte.
Hier kann hinter jeder Ecke ein Hinterhalt lauern. Zum Glück hat Agent XIII seinen sechsten Sinn.
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