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Test
03.11.2003 11:07 Uhr

Star Wars Rogue Squadron III Rebel Strike (US-Import)

Mehr Grafikleistung als beim Vorgänger ist nicht drin, oder? Factor 5 beweist euch das Gegenteil.

Hersteller:
Termin: Spieler:
Testurteil:
91
 
Steuerung
-
Grafik
93
Sound
90
Multiplayer
90
03.11.2003 11:07 Uhr - Erinnern wir uns an letztes Jahr, als Star Wars Rogue Squadron II: Rogue Leader für den Nintendo GameCube hierzulande erschienen ist. Ein weltweites Kieferklappen war zu hören und viele Menschen standen vor dem GameCube und dachten, sie würden träumen. Kaum ein anderer Titel konnte bis heute mit derart genialen Effekten, liebevollen Details und so viel Action auf dem Bildschirm aufwarten. Die Messlatte wurde für alle Titel derart hoch angesetzt, dass es nur ganz, ganz wenigen Ausnahmen gelang, eine ähnliche Grafikqualität zu erreichen.

Gewagte Behauptung
Endlich ist ein Titel in Sicht, der das Zeug hat, die Grafikreferenz noch zu toppen. Unmöglich, meint ihr? Irrtum: Factor 5 selbst sorgt für diesen Grafik-Overkill, und zwar mit Star Wars Rogue Squadron III: Rebel Strike. Natürlich sind wir stolz wie Oskar, dass wir euch als erstes Magazin überhaupt den Test zu diesem Ausnahmetitel präsentieren können. Und eines können wir euch versichern: Der Titel rockt! Und zwar so richtig! Was Factor 5 noch alles aus dem GameCube herausgequetscht hat, ist einfach unglaublich. Dazu haben die findigen Jungs aus Kalifornien eine neue Grafik-Engine entwickelt, die - man kann es kaum glauben - fast doppelt so viel leistet wie die aus Rogue Leader. Sobald man anfängt zu spielen, fällt das auch sofort auf.

Einfach unglaublich
Es schwirren noch mehr Tie-Fighter durch die Luft, die eure Rebellenkollegen in packende Luftkämpfe verwickeln. Wenn man dabei auf die umliegende Gegend achtet, erkennt man, mit welcher technischen Brillanz die deutschstämmigen Entwickler ihr Handwerk umgesetzt haben. Auf Yavin zum Beispiel kann man wunderschöne Wasserspiegelungen auf den verteilten Seen bewundern, die bisher ihresgleichen auf dem GameCube suchen. Die umliegenden Wälder sind detailliert dargestellt und die Bauten im Hintergrund erheben sich majestätisch gen Himmel. Und während der ganzen Zeit ist in der Luft die absolute Hölle los. Lasersalven zischen durch die Luft, feindliche Jäger kommen gefährlich näher und ziehen mit dem Star Wars-typischen Kreischen ganz knapp an euch vorbei. Krachende und effektgeladene Explosionen zucken am Himmel, Bump Mapping, wohin das Auge reicht. Und annähernd die ganze Zeit läuft das Spiel mit geschmeidigen 60 Bildern pro Sekunde. Nur ganz selten kommt es vor, dass kurze
Ruckler den Spielfluss beeinträchtigen.

Altbewährte Steuerung
Die Flugaction lässt sich dabei genauso souverän steuern wie schon beim Vorgänger. Mit der rechten Schultertaste beschleunigt man sein Schiff und mit der linken verlangsamt man es. Der Z-Knopf kann wieder zum Rollen benutzt werden. Mit
A wird aus allen verfügbaren Rohren geballert und B feuert die Sekundärwaffe ab. Wem die Jagd nach dem ersten Platz auf der Abschussliste zu unübersichtlich abläuft, kann mit der Y-Taste wieder den Zielcomputer aktivieren. Dadurch zeichnen sich die feindlichen Schiffe infrarotähnlich auf dem Bildschirm ab. Für richtiges Piloten-Feeling sorgt ein Druck auf den X-Knopf, der in die Cockpitsicht schaltet. Mithilfe des C-Sticks kann man sich in jede Richtung umsehen. Zudem sind die Flügelmänner an eurer Seite auch wieder mit dabei, die durch Druck auf das Digital-Kreuz eure Befehle ausführen. Der Einspielermodus führt euch, betrachtet man den zeitlichen Rahmen, durch die Ereignisse der Episode V (Das Imperium schlägt zurück).

Fast wie damals im Film
Erstmals werden im Spiel auch originale Filmsequenzen verwendet, die meistens nahtlos in die Spielsequenzen übergehen. Beeindruckend wird dies auf Endor dargestellt. Zunächst schaut man sich die Speederbike-Kaperaktion von Luke und Prinzessin Leia an und in der nächsten Sekunde übernimmt man selbst das Steuer des Gefährtes. In den zwölf Missionen, die - bis auf die letzte - in drei Untermissionen unterteilt sind, nimmt man zu knapp 60 % in einem Raumschiff Platz und zeigt den Bösen, wo der Jedi-Hammer hängt. Die restlichen 40 % der Action finden auf dem Boden statt. Allerdings ist diese neue Variante der rebellischen Aktivität nicht immer klar in einen kompletten Level unterteilt. Es kommt des Öfteren vor, dass man das erste Drittel einer Mission im X-Wing sitzt, diesen dann auf dem Boden abstellt und zu Fuß weiterballert. Diese Passagen sind im Rogue Squadron-Universum völlig neues Terrain, wurden von den Entwicklern aber sehr gut in Szene gesetzt.

In der Luft und zu Fuss
Die Figuren - je nach Level steuert man entweder Luke oder Han Solo - lassen sich sehr gut durch die verschiedensten Umgebungen dirigieren. Grundsätzlich gilt auch in den Landmissionen, alles umzunieten, was nicht schnell genug "Ich ergebe mich" sagen kann. Besonders hilfreich ist hierbei die gut funktionierende Auto-Aim-Funktion. Zusätzlich dazu müssen aber auch Aufgaben erfüllt werden. Auf dem Eisplaneten Hoth ist Luke nach seinem Absturz unterwegs, um die mächtigen AT-ATs zu Fall zu bringen. Dazu muss man, wenn man direkt unter dem Koloss steht, den C-Stick nach oben drücken, damit sich Luke an einer Leine hochziehen kann. Danach schlitzt er kurz mit dem Laserschwert ein Loch in den Bauch der Maschine und wirft einen thermalen Detonator als Willkommensgruß in den Innenraum. Sofort kann man bestaunen, wie diese imperiale Höllenmaschine mit viel Getöse auf die Schnee- und Eisoberfläche knallt. Auf Geonisis besteht die primäre Aufgabe darin, R2D2 zu eskortieren. Keine leichte Sache, da man es mit Horden von imperialen Truppen und Robotern - bekannt aus Episode I - zu tun bekommt.

Kleine Leihgabe
Ab und an steht ein feindliches Geschütz herum, das man sehr gut dazu verwenden kann, eine Schneise durch die herannahenden Feindhorden zu schlagen. Leider erschwert in diesen Bereichen ab und an die etwas ungünstige Kameraeinstellung die Übersicht. Wer sich nicht nur auf Lasersalven verlassen möchte, kann dem Gegner auch eine Granate zuwerfen und dann beobachten, wie die feindlichen Soldaten das Fliegen lernen. Zur Freude aller Fans gibt es auch noch andere Gerätschaften, die sich auf dem Boden benutzen lassen. Han Solo zum Beispiel schnappt sich auf Endor einen AT-ST. Steuern lassen sich diese Blechhaufen genau wie die Raumschiffe, wobei die Cockpitansicht wenig übersichtlich ist. Auch wenn die Bildwiederholungsrate in diesem Level ziemlich instabil ist, beeindrucken die vielen Soldaten und Ewoks, die auf dem Boden umherwuseln. Besonders witzig ist die Möglichkeit, den pelzigen Kameraden Befehle zu geben. Entweder lassen sie Baumstämme einen Hügel hinunterrollen oder feuern Katapulte ab.

Endlich nicht mehr allein
Das, worauf sich aber mit ziemlicher Sicherheit alle Star Wars-Fans am meisten gefreut haben, ist der kooperative Zweispieler-Modus von Rebel Strike. Den Entwicklern ist diesbezüglich doch tatsächlich das geniale Kunststück gelungen, den kompletten Vorgänger mit auf den Datenträger zu packen. Im Splitscreen geht man dabei zu zweit auf die Jagd nach Tie-Fightern und dergleichen. Der Schwierigkeitsgrad und das Gegneraufkommen wurden dabei entsprechend angepasst. Eine gute Absprache untereinander ist allerdings Pflicht, sonst endet die Mission mit einem Fehlschlag. In den freispielbaren Zusatzmissionen nehmen zum Beispiel auch mal beide Spieler an den Geschützen des rasenden Falken Platz und ballern aus allen Rohren. Entgegen allen Erwartungen ist sogar eine GBA-Unterstützung integriert. Im Zweispieler-VS-Modus kann der Spieler seinen Flügelmännern Befehle erteilen, ohne dass es der Gegner mitkriegt. Ganz nett, dass dieses Feature mit dabei ist, aber ehrlich gesagt hätte man darauf auch verzichten können. In technischer Hinsicht ist der Mehrspieler-Modus auf jeden Fall das Eindrucksvollste, was Rebel Strike zu bieten hat. Auch wenn die Framerate in manchen Bereichen doch merklich in die Knie geht, bleibt das Geschehen stets spielbar.

Zocken ohne Ende dank Medaillen
Neben dem kooperativen Rogue Leader hat Factor 5 noch vier VS-Spielmodi draufgepackt. Genau wie der Vorgänger auch schon, bietet Rebel Strike eine hohe Langzeitmotivation. Das altbewährte Medaillen-System ist mit von der Partie und treibt einen zu immer besseren Leistungen in den einzelnen Levels an. Immerhin wollen sieben Bonusmissionen und das Original-Arcade-Star-Wars-Spiel aus dem Jahre 1982 freigespielt werden. Ebenfalls unverändert ist der harsch zunehmende Schwierigkeitsgrad des Spiels. Taktisches Vorgehen ist nach wie vor wichtig, damit man erfolgreich bis zum Ende durchhält. Aufgrund der identischen Steuerung und des unveränderten Spielprinzips dieses Action-Knallers dürften alle diejenigen, die mit dem Vorgänger schon nichts anfangen konnten, auch mit Star Wars Rogue Squadron III: Rebel Strike ihre Probleme haben. Für alle Fans von Rogue Leader kann aber eine klare Kaufempfehlung ausgesprochen werden.
Dieser AT-AT liegt gleich im Schnee. Nur weiß er noch nichts von diesem drastischen Vorhaben.
Luke wurde ziemlich gut modelliert und lässt sich zudem auch noch punktgenau steuern.
Auf Endor kann man mit dem AT-ST sämtliche Gegner und sogar den Wald platt machen.
Diese Situation kommt mir irgendwie bekannt vor. Genau, da war doch was.
Na, Junge? War das Chili con Carne von heute Mittag doch etwas zu scharf für dich?
Über dem Eisplaneten ist die Hölle los. Es tummeln sich mehr Objekte auf dem Schirm als beim Vorgänger.
Hier sollte man nicht nur ein Auge auf die Asteroiden, sondern auch auf die Gegner werfen.
Bloß nicht nach unten sehen. Die Zähne machen mir ja gar nicht so viel aus, aber dieser Mundgeruch.
Hat sich ein feindlicher Jäger hinter euch platziert, lassen sie sich wesentlich schwerer wieder abschütteln.
Mit R2D2 im Schlepptau hat man hier etwas Probleme. Aber da muss man halt durch.
Bei der Eskortierung von Wissenschaftlern stellen sich euch viele Soldaten in den Weg.
Tja, das hat man davon, wenn man seinen eigenen Todesstern nicht auswendig kennt.
Nach guter Absprache nimmt Spieler 1 den Zerstörer aufs Korn und Spieler 2 die Tie-Fighter.

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Udo Crnjak
Meine Meinung - Udo Crnjak
Als ich das Spiel in den Würfel reingeworfen habe, traute ich meinen Augen kaum. Was für eine Hammer-Grafik. Rebel Strike sieht einfach unglaublich geil aus. Am Spielprinzip hat sich nichts geändert. Aber das ist mir ehrlich gesagt egal. Auch die neuen Boden-Missionen sind richtig gut geworden und machen einen Heidenspaß. Ungeschlagen jedoch ist der heiß ersehnte Kooperations-Modus. Bravo Factor 5, ihr habt’s einfach drauf. Ein Pflichtkauf.
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 Auf Endor kann man mit dem AT-ST sämtliche Gegner und sogar den Wald platt machen.
 Luke wurde ziemlich gut modelliert und lässt sich zudem auch noch punktgenau steuern.
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