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Test
31.10.2003 10:33 Uhr

Freedom Fighters

EAs böse Vision schickt Sie als US-Patriot in den Kampf gegen russische Invasoren.

Hersteller:
Termin: Spieler:
Testurteil:
86
 
Steuerung
-
Grafik
83
Sound
85
Multiplayer
79
31.10.2003 10:33 Uhr - Was wäre wohl passiert, wenn der Zweite Weltkrieg einen anderen Ausgang genommen hätte? Electronic Arts und Io-Interactive haben ein solches Szenario für Freedom Fighters entworfen. Die Sowjetunion hat den Zweiten Weltkrieg mit dem Abwurf einer Atombombe über Berlin beendet und somit den Anfang für ihre zukünftige Vormachtstellung geschaffen. Nach und nach befinden sich Europa, Südamerika und Kanada fest im Würgegriff der Roten Armee.

Bitterböse
Und so kommt es, wie es kommen musste: Die sowjetische Streitmacht fällt in Amerika ein und besetzt fast das gesamte Land. Inmitten dieser Invasion übernimmt der Spieler die Rolle von Christopher
Stone, einem nichts ahnenden Klempner in New York. Als er und sein Bruder Troy mit einem Auftrag zu der Untergrund-Aktivistin Isabella geschickt werden, nimmt Chris’ ruhmreiche Guerilla-Karriere ihren Lauf. Eine sowjetische Patrouille überrascht die beiden bei der Arbeit und nimmt Troy gefangen. Chris, der sich rechtzeitig verstecken konnte, schließt sich darauf der Manhattaner Untergrundorganisation an. Um das Vertrauen der Rebellen zu gewinnen, muss er zunächst Isabella aus russischer Gefangenschaft befreien. Diese selbstlose Tat ist der Grundstein für seine Karriere als Befehlshaber. Nach der Befreiung bekommt Chris die Möglichkeit, zwei Kämpfer neben sich zu dirigieren. Im Laufe des Spiels wächst die Zahl seiner knallharten Kampfgenossen auf zwölf Mann an.

Einfach Befehle erteilen
Das Befehlssystem funktioniert sehr einfach und ist nach den ersten Erklärungen sehr gut umzusetzen. Es stehen drei Befehle zur Auswahl: Stellung halten und verteidigen, Folgen und Angreifen. Jedem Befehl wurde eine eigene Taste auf dem Joypad zugewiesen. Erfolgt beispielsweise ein kurzer Druck auf den Y-Knopf, stürmt zunächst nur einer eurer Männer auf den feindlichen Pulk zu. Haltet ihr
allerdings die Taste länger gedrückt, so machen sich alle Kameraden auf, die Sowjets unter Beschuss zu nehmen. Genauso funktioniert es auch mit den anderen beiden Befehlen. Die Steuerung der Hauptfigur ist ebenfalls sehr gut und einfach gestaltet worden. Mit dem linken Analog-Stick bewegt man Chris nach vorne und hinten und zur Seite. Das rechte Pendant ist für das Blickfeld und das Zielen zuständig. Mit der linken Schultertaste wird das Geschehen herangezoomt beziehungsweise in den Sniper-Modus gewechselt, sofern man mit einem Scharfschützengewehr ausgestattet ist. Ein Druck auf die rechte Schultertaste feuert die momentan ausgewählte Waffe ab. Anders als bei anderen Action-Spielen kann man bei Freedom Fighters nur zwei Bleispritzen - zum Beispiel ein Maschinengewehr und eine Pistole - gleichzeitig mit sich führen. Wenn die Munition komplett verbraucht ist, kann man einfach eine andere, auf dem Boden liegende Waffe aufnehmen. Die zahlreichen Hindernisse werden durch Betätigen des B-Knopfes überwunden.

Mit Charisma destruktiv sein
Mal muss man einen Strommast in die Luft jagen, um einen kompletten Straßenzug zu verdunkeln, damit andere Rebellen im Schutze der Dunkelheit unerkannt agieren können. Für jede erfolgreich beendete Mission in den acht unterschiedlichen Zonen des Stadtgebietes, die durch das Hissen der amerikanischen Flagge auf strategisch wichtigen Gebäuden signalisiert wird, gibt es zudem Charisma-Punkte. Mit steigender Punkteanzahl erhöht sich die Anzahl der Kämpfer, die rekrutiert werden können. Die nett gemachten Zwischensequenzen und die eingestreuten Nachrichtensendungen runden das Besatzungsspektakel gelungen ab. Authentische Soundeffekte und ein genialer Soundtrack von Jesper Kyd lassen den Guerillakrieg in den Straßen von Manhattan sehr beklemmend wirken. Was die Grafik anbelangt, haben die Jungs von Io-Interactive sehr gute Arbeit geleistet. Hübsche Feuer- und andere Lichteffekte, gute Charaktermodelle mit flüssigen Animationen und viele Details, wie zerstörte Bauten mit vielen verstreuten Trümmern, unterstützen die Untergrundschlacht auf dem GameCube auch in optischer Hinsicht. Nur der schwache Mehrspielermodus mit seinen drei Maps und einer einzigen Spielvariante passt nicht in das ansonsten sehr gute Gesamtbild des Titels.
Der linke Soldat scheint nicht zu merken, dass wir schon zwei seiner Kollegen erledigt haben.
Hier steht man inmitten von Feinden und hat alle Hände voll zu tun.
Mit dem Snipergewehr kann man gut für seine Truppen Platz schaffen.
Bevor man den Vorposten stürmt, lässt man am besten erst eine Granate sprechen ...
... dann ist der dezimierte Rest kein großes Problem mehr.

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Udo Crnjak
Meine Meinung - Udo Crnjak
Zu Beginn des Spiels war ich sofort von der total einfachen Steuerung überrascht. Es dauert wirklich nicht lange, dann kann man im Schlaf seinen Gefolgsleuten Befehle erteilen. Aber nicht nur in diesem Bereich kann der Titel punkten. Die tolle Atmosphäre der Straßenschlachten mit den Roten inmitten von Manhattan ist wirklich gut gelungen. Einen großen Teil dazu trägt der hervorragende Soundtrack von Jesper Kyd bei. Aber wie bei fast jedem Spiel gibt es auch negative Seiten. Die künstliche Intelligenz der CPU-gesteuerten Partner lässt manchmal sehr zu wünschen übrig. Zu viert macht das Spiel zwar auch Spaß, nur hätte im Mehrspielermodus mehr drin sein müssen.
Zum Profil von Udo Crnjak
 
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 ... dann ist der dezimierte Rest  kein großes Problem mehr.
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