27.10.2003 11:50 Uhr - Voller Erwartungen haben wir die japanische Version von Square Enix' Einstand auf dem GameCube erhalten. In einer mystischen Welt ist das gesamte Land von einer tödlichen, nebelartigen Substanz überzogen, die eigentlich jegliches Leben unmöglich macht. In der Mitte jedes Dorfes und jeder Stadt befindet sich ein Kristall, in dessen Schutz die Einwohner unbeschwert leben können. Doch die Kraft des Kristalls hält nicht ewig und so müssen einmal im Jahr ein paar Auserwählte ausrücken, um die wertvollen Tropfen des Mirula-Baumes zu finden. Hat man sich anfangs für eine von insgesamt 32 Charakterformen entschieden, geht die gefährliche Reise auf einer Landkarte los. Mit Caravan und Landkarte Hier sind vorgegebene Wege und einige Stationen, wie Dungeons, Dörfer, Städte oder Verbindungsstellen zu weiteren Landesteilen, zu sehen. Habt ihr euren Crystal Caravan auf einen Dungeon bewegt, so seht ihr zunächst, welche Arten von Attributwechsel in diesem Level vorhanden sind. Nach dem Betreten einer Station steuert ihr euren Charakter mithilfe des Analogsticks. Immer mit dabei ist euer Moogle, ein kleines, fliegendes Wesen, das euch helfend zur Seite steht und den Crystal Cage trägt. Dieser beinhaltet nicht nur die Mirula-Tropfen, sondern ist auch überlebenswichtig, da er eine schützende Kugel um euch erzeugt, in der ihr unversehrt bleibt. In bester Baldur's Gate-Manier kämpft ihr euch durch die wunderschön gestalteten Gebiete. Dazu bedient ihr euch entweder des Schwertes oder magischer Attacken, die ihr allerdings in jedem Level erst neu aufsammeln müsst. Etwas ungewöhnlich, aber nicht unbedingt schlimm, da die Gegner in den Levels eigentlich immer sämtliche Magiearten in sich tragen und nach ihrem Ableben freigeben. Anfangs können vier Aktionen festgelegt werden. Das Wechseln dieser Aktionen wird durch einen Druck der L- oder R-Taste vollzogen. So könnt ihr zwischen zwei festen Vorgängen - Angriff und Verteidigung - und zum Beispiel Feuer- und Heilzauber hin- und herschalten. Schatzkisten können auch seltene Artefakte beinhalten, die bestimmte Eigenschaften, wie zum Beispiel die Angriffsstärke, für die Dauer des Dungeons erhöhen. Ab und an wartet auch ein kleines Rätsel, das euch aber nur kurzzeitig den Weg versperrt. Am Ende wird es hart Am Ende eines jeden Levels wartet ein besonders dicker Endgegner, der sich Unterstützung von einigen kleineren Untertanen holt, die in bestimmten Abständen auftauchen. Anfangs sind diese Brocken noch relativ einfach platt zu machen. In späteren Abschnitten ist dann aber strategischer Einsatz von Waffengewalt und Magie nötig. Habt ihr Moogle zum Beispiel den Befehl über die X-Taste gegeben, den Crystal Cage hinzustellen, zaubert er kräftig mit und bündelt seinen Zauber mit dem eurigen. Aber auch die Hauptfigur selbst kann Zaubersprüche bündeln. Entweder ihr verstärkt die Wirkung eines Eiszaubers durch die Koppelung zweier einzelner Eissprüche oder ihr kreiert neue Magie durch die Kombination von zwei unterschiedlichen Zaubern. Nachdem ihr den Endgegner besiegt habt, erhaltet ihr einen Tropfen von einem Mirula-Baum. Nach drei Füllungen ist der Crystal Cage voll und der Kristall im heimischen Dorf ist für ein weiteres Jahr mit genügend Kraft versorgt. Nach einer kleinen Feier geht die Suche nach weiteren drei Tropfen im nächsten Jahr weiter. Briefwechsel mit der Familie Habt ihr einen Tropfen bekommen, erhaltet ihr außerdem einen Brief von eurer Familie. Ihr könnt diesen nicht nur beantworten, sondern auch Gegenstände wie Geld oder andere Aufmerksamkeiten beilegen, um eure Lieben bei der Stange zu halten. Bei der Levelauswertung könnt ihr dann auch noch ein Artefakt auswählen, das eine bestimmte Eigenschaft dauerhaft erhöht oder verändert. Jedes neue Jahr müsst ihr neue Gebiete erkunden, um an die wertvollen Tropfen zu gelangen. Hierfür müsst ihr die Verbindungsstellen passieren. Dafür braucht der Crystal Cage das gleiche Attribut wie der Übergang. Die Kristall-Attribute sind in vier Variationen vorhanden: Feuer (Farbe Rot), Wind (Farbe Grün), Wasser (Farbe Blau) und Erde (Farbe Braun). An bereits besuchten Levels lässt sich das Attribut ohne Betreten des Gebietes wechseln. Auf diese Weise ziehen die Expeditionen immer weitere Kreise und werden immer zeitintensiver. In Städten lassen sich zudem Vorräte auffüllen oder neue Waffen mithilfe von Schriftrollen entwickeln. Technisch absolut top Technisch ist der Titel einfach umwerfend geworden - angefangen bei den fantasievollen und mit Effekten nur so voll gestopften Dungeons bis hin zu der äußerst stimmungsvollen Musikuntermalung. Hier zeigt sich, dass die Entwickler den GameCube wirklich vorbildlich beherrschen. Aufgrund der hohen Sprachbarriere ist allen Rollenspiel-Fans nur zu raten, bis zum Europa-Release zu warten, um in den vollen Crystal Chronicles-Genuss zu kommen.
|
Gegen diese Viecher hilft am besten der Blizzard-Zauber.
Dieser Zeitgenosse führt euch durch ein Tutorial.
Bei den Übergängen bekommt man einen der besten Effekte im Spiel zu Gesicht. WOW!
Dank der Zeichnungen und
eindeutigen Situationen ist das Tutorial am Anfang recht hilfreich.
In den Levels müsst ihr den Crystal Cage hier kurz ablegen, um später die Attribute einfach
wechseln zu können.
Einige Levels sind sehr idyllisch gestaltet. Da hat man fast keine Lust mehr
zu kämpfen.
Diese Attacke der kleinen Feuerkugel ging ins Leere. Zeit für eine Gegenattacke!
Nachdem Moogle euch benachrichtigt hat, unterstützt er euch bei starken Zaubersprüchen.
Dieser idyllische Ort ist nahzu perfekt, um mal Abstand von der stressigen Realität
zu gewinnen.
ihr ihnen zu nahe,
vergiften sie euch. Seid ihr zu weit weg, setzen sie euch unter Strom.
Ohne Moogle muss leider einer der Spieler den Crystal Cage tragen.
Gerade bei Boss-Kämpfen ist eine gute Absprache untereinander Pflicht.
|