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Test
16.09.2003 11:00 Uhr

P.N. 03

Steuert eine der sexiesten Hauptdarstellerinnen der vergangenen Jahre durch Shinji Mikamis Science-Fiction-Shooter.

Hersteller:
Termin: Spieler:
Testurteil:
79
 
Steuerung
-
Grafik
77
Sound
85
Multiplayer
-
16.09.2003 11:00 Uhr - Irgendwo im Weltall, auf einem fernen Planeten: Die freiberufliche Söldnerin Vanessa Z. Schneider übernimmt einen neuen Auftrag. Sie soll den Hauptcomputer des Planeten, der sämtliche Waffensysteme und Roboter des Planeten kontrolliert, ausschalten. Durch eine Fehlfunktion dreht der Computer am Rad und vernichtet nahezu sämtliches Leben in der Kolonie. Darunter auch Vanessas Eltern. Jetzt ist es an euch, als Vanessa die Kontrolle über den Planeten wiederzuerlangen. Ihr steuert sie aus der dritten Perspektive über den Bildschirm. Das Spielprinzip von P.N.03 ist simpel: Ihr ballert euch von Raum zu Raum und knallt alles ab, was euch in die Quere kommt. Mit den L- oder R-Tasten weicht Vanessa nach links oder rechts aus, mit Y duckt sie sich. Und hier kommt eine der ganz großen Stärken des Spiels zum Tragen! Ihr müsst euch Vorsprünge, Wände und Gräben geschickt zunutze machen - andernfalls habt ihr keine Chance gegen die Roboterarmee. Die Feinde schießen dabei meist in Intervallen, so dass ihr in den Feuerpausen zurückschlagen könnt. Vanessa visiert dabei automatisch die Feinde an, mit einem Druck auf den X-Knopf schaltet ihr aber manuell zum nächsten Feind. Da Vanessas Kampfanzug direkt mit ihrer Wirbelsäule verbunden ist, kann sie Energiebündel aus ihren Armen feuern. Separate Waffen gibt es dagegen nicht. Dafür könnt ihr im Spielverlauf weitere Kampfanzüge freispielen. Jeder Anzug verfügt über unterschiedliche Stärken. Während der eine Anzug eine ausgezeichnete Panzerung bietet, ermöglicht euch der nächste die besseren Spezialattacken. Und jeder Anzug verfügt über besondere Combos. So könnt ihr beispielsweise mit dem Pegasus-Anzug zwei beeindruckende Riesenlaser abfeuern. Mit dem Thunderbird-Anzug schleudert ihr den Feinden dagegen eine mächtige Energie-Kugel entgegen. Darüber hinaus gibt es je nach Anzug spezielle Homing-Laser für mehrere Feinde oder einen Schutzschild. Ausgelöst werden die Spezialattacken mittels Digi-Kreuz. Aber Vorsicht: Jede Spezialattacke kostet euch Energie. Diese könnt ihr mit bestimmten Extras allerdings schnell wieder auffüllen. Praktischerweise könnt ihr von Zeit zu Zeit einen Shop besuchen. In diesen Shops kauft ihr nicht nur neue Kampfanzüge ein, sondern könnt euren bestehenden Anzug auch noch aufmotzen. So erhaltet ihr beispielsweise mehr Special-Energie oder eine bessere Panzerung. Wie viel ihr euch leisten könnt, hängt dabei allein von euren Leistungen ab. Denn für jeden abgeschossenen Feind erhaltet ihr Punkte. Wenn ihr es schafft, innerhalb einer bestimmten Zeit besonders viele Feinde auszuschalten, gibt es Bonuspunkte. Zusatzpunkte erhaltet ihr auch, wenn ihr einen Raum durchquert, ohne dabei Schaden zu nehmen.

Stilfrage
P.N.03 ist mit Sicherheit einer der stylischsten Titel der letzten Jahre. Vanessa Z. Schneider ist so cool wie der Terminator und so sexy wie Liv Tyler. Sie wackelt lasziv mit dem Hintern und wippt im Takt der Musik mit dem Bein, bevor sie den Feind mit aufgesetzter Sonnenbrille ins Nirwana ballert. Umso enttäuschender ist es, dass das Spiel ein paar gravierende Mängel aufweist. Das Erste, was auffällt, ist die relativ hakelige Steuerung. So führt Vanessa nicht immer direkt die gewünschte Aktion durch. Auch die Tatsache, dass Vanessa nicht in Bewegung oder während eines Sprungs feuern kann, erfordert eine gewisse Eingewöhnungszeit. Das Leveldesign kann ebenfalls nur begrenzt überzeugen. So toll es auch ist, dass man immer Deckung suchen muss, so enttäuschend ist es, dass sich einige Level-Abschnitte immer wiederholen. Selbst die Endgegner tauchen mehrmals auf. Und so genial Vanessa Z. Schneider auch ist, so verschenkt ist ihr Potenzial. Denn eine coole Hauptdarstellerin kann nicht über die teilweise schwache Präsentation hinwegtäuschen. Bis auf eine Ausnahme gibt es keine Sprachausgabe in den Zwischensequenzen. Meist gibt es nur zwei Bilder und Textbotschaften. Wie es besser geht, zeigt Capcom selbst: mit den genialen Zwischensequenzen in Resident Evil Zero. Auch die Missionen sind nicht besonders abwechslungsreich. Es geht wirklich nur darum, alles über den Haufen zu ballern. Rettungsmissionen oder das Untersuchen von bestimmten Objekten, wie es mittlerweile zu jedem gutem Ego-Shooter gehört, gibt es nicht. Schade auch, dass Capcom dem Spiel keinen Mehrspielermodus spendiert hat. Denn eigentlich hätten sich das Spielprinzip und die Levels dafür angeboten.

Krachender Sound
Grafisch ist der Titel gut, ohne aber neue Standards zu setzen. Die Grafik ist meist flüssig und die Animationen der Hauptdarstellerin sowie der Roboter gut. Die Lichteffekte sind schön anzusehen, genauso wie die Darstellung der Spezialattacken. Optisch beeindruckend sind aber eher die Außenareale, die teils richtig gut aussehen. Einen Kritikpunkt gibt es aber doch: Die Levels sehen sich zu ähnlich. So hat Capcom sie zwar bewusst meist in schwarzen und weißen Tönen gehalten, um eine möglichst kalte Atmosphäre zu erzeugen, doch leider glaubt man häufiger, dass man den Level schon mal gesehen hat. Der Sound ist dagegen sehr gut. Die Musik reicht von Techno über Trance bis hin zu Rock und passt richtig gut zu den jeweiligen Levels. Die Soundeffekte knallen in Dolby Pro Logic II aus den Boxen, so dass je-der Heimkino-Fan die Nachbarn damit zur Verzweiflung bringen kann. Schade, dass Capcom die PAL-Version nicht noch mal nachgebessert hat, denn sonst wäre es ein sicherer Hit geworden. Nichtsdestotrotz ist P.N.03 kein schlechtes Spiel. Wer einen unkomplizierten Science-Fiction-Shooter erwartet, der wird auch genau das bekommen.
Dieser Boss wird von einem Schutzschild bewacht.
Die Lichteffekte sind wirklich hübsch!
Der Laser wirbelt sogar Staub auf!
Im Shop deckt ihr euch mit neuen Anzügen und Power-ups ein
Einige Zwischensequenzen sehen auch ohne Sprachausgabe richtig klasse aus!
Die Explosionen sind einfach spektakulär.
Vanessa weicht den Lasern gerade so aus.
Am Ende eines Levels erhaltet ihr eine Bewertung.
Ein kräftiger Sprung rettet Vanessa vor den Raketen.
(Fabian Sluga)

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Fabian Sluga
Meine Meinung - Fabian Sluga
Bei P.N.03 hat Capcom einige Chancen vergeben. So ist das Spiel zwar wirklich nicht schlecht geworden, wer eine so geniale Hauptdarstellerin hat, hätte aber mehr daraus machen müssen. Mir hat P.N.03 trotzdem eine Menge Spaß gemacht. Zwar habe ich immer auf die große Überraschung gewartet (die leider nicht kam), das simple Spielprinzip und die Non-Stop-Action haben mich aber bei Laune gehalten. Wer aber nur mal seine Aggressionen abbauen möchte, ist bei diesem Titel genau richtig.
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