11.09.2003 13:00 Uhr - Es ist schon er-staunlich. Nach seinem ersten, mega-erfolgreichen Auftritt auf dem N64 ist der britische Superagent ein fester Bestandteil des Action-Genres geworden. In regelmäßigen Abständen werden die Spieler mit neuen Geheimdienst-Abenteuern versorgt, die allerdings nie das superbe Niveau des N64-Vertreters erreichen konnten. Das wollen die Entwickler von Electronic Arts nun mit der neuesten Episode Alles oder Nichts ändern. Eine Neuerung sticht nach den ersten Blicken auf das Game sofort ins Auge. Perspektivenwechsel Anders als noch bei James Bond 007: Nightfire spielt man Alles oder Nichts aus der Third-Person-Perspektive. Dadurch ergeben sich natürlich völlig neue Möglichkeiten für das Gameplay. Anders als bei der Ego-Ansicht haben die Entwickler nun die Chance, waschechte Stealth-Elemente in den Spielfluss mit einzubauen. In den Levelabschnitten hat James Bond - der im Spiel Pierce Brosnan übrigens wieder wie aus dem Gesicht geschnitten ist - die Möglichkeit, mit so gut wie dem gesamten Inventar zu interagieren. Ob man einem Gegner nun einen Stuhl oder eine Flasche über die Rübe ziehen möchte, man kann es tun. Während der Schleich-Einlagen muss der Spieler die Gegner auf Samtpfoten erledigen. Dabei kann man sogar die Identität des Opfers annehmen, um in bewachte Gebäude oder Einrichtungen zu gelangen. Ist der Rollentausch erfolgreich vollzogen worden, bekommt man sogar Stil-Punk- te gutgeschrieben. Ähnlich wie Solid Snake kann sich James Bond an Wände pressen, um das Geschehen hinter der Wand zu beobachten oder mit der Waffe aus dem Hinterhalt zuzuschlagen. Kommt es dann doch mal vor, dass man entdeckt wird, gibt es viele Möglichkeiten, sich zu verstecken. Electronic Arts ließ verlautbaren, dass die Third-Person-Abschnitte etwa 60 Prozent des gesamten Spiels ausmachen werden. Der Rest der über 20 Levelabschnitte wird in verschiedenen Vehikeln absolviert. Hier wird alles geboten, was man(n) braucht, um sich wohl zu fühlen. Männerspielzeug Nehmt auf einem bis unter den Tankdeckel mit Waffen voll gestopften Daytona-600-Motorrad, in einem Porsche Cayenne, einem Aston Martin Vanquish, einem schweren Panzer oder sogar erstmals in einem Kampfhubschrauber Platz! Allgemein vermittelt das Spiel einen viel cineastischeren Eindruck als die bisher erschienenen Teile, nicht nur durch die Verlagerung der Spiel-Perspektive, sondern auch durch die beeindruckenden Kamerafahrten in den Fahrlevels. Wenn James Bond zum Beispiel auf dem Motorrad unter einem LKW durchschlittert, wird das Spiel in Slow-Motion geschaltet und die Kamera zoomt und dreht sich um das Geschehen. Die detaillierte Modellierung der Charaktere und der Umgebung tragen ein Übriges zur klassischen James-Bond-Atmosphäre bei. Besonders erwähnenswert ist die Umsetzung eines Kooperations-Modus, in dem sich zwei Spieler gegenseitig Deckung geben oder unterstützen können. Etwas seltsam hingegen hört sich der Vierspielermodus an: EA wird hier, entgegen der üblichen Splitscreen-Variante, das Geschehen auf einem Bildschirm ablaufen lassen. Wie und vor allem ob das funktioniert, zeigen wir euch spätestens in unserem Test.
|
Manchmal ist der hemmungslose Gebrauch von Schusswaffen doch noch nötig.
Lasst erst einmal die Knarre stecken und erledigt diesen Kerl lieber leise, wenn er um die Ecke kommt.
Gleich wird diese Wache nicht nur Sternchen sehen, sondern auch ihre
Klamotten verlieren.
Durch die Verlagerung der Ansicht ergeben sich neue tolle Kamerafahrten.
Die Fahreinlagen sind actionreich und
bieten viele coole
Einstellungen.
Shannon Elizabeth, mehr kann Mann dazu nicht sagen.
John Cleese ist durch seine unvergessenen Auftritte bei der englischen Monty-Python-Truppe noch vielen im Gedächtnis.
|