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Test
25.03.2003 13:47 Uhr

Mortal Kombat: Deadly Alliance

Hersteller:
Termin: Spieler:
Testurteil:
82
 
Steuerung
-
Grafik
76
Sound
77
Multiplayer
-
25.03.2003 13:47 Uhr - SKANDAL! Der knallharte Prügelklassiker taucht endlich wieder aus seiner Versenkung auf.

Neben den gelungenen Beat ‘em Ups Bloody Roar: Primal Fury und X-Men: Next Dimension gibt es für Prügelspielfans abermals Anlass zur Freude. Zwar hatten wir schon Befürchtungen, dass es die Fortsetzung mal wieder nicht schaffen könnte, in den Händlerregalen zu landen, aber nach eingehender Prüfung und ein paar winzigen Abstrichen wurde der Klassiker glücklicherweise doch für den deutschen Markt freigegeben - angesichts des eimerweise spritzenden Blutes schon fast verwunderlich. Wer nicht so sehr auf den roten Lebenssaft abfährt, kann ihn selbstverständlich auch im Optionsmodus deaktivieren.

Abwechslung garantiert

23 verschiedene Charaktere stehen euch zur Verfügung, wobei anfangs nur zwölf davon anwählbar sind. Die restlichen gilt es mittels so genannter Koins freizuschalten, die aber natürlich erst in diversen Kämpfen verdient werden müssen. In der Krypt können die Münzen dann gegen Bonuscharaktere, weitere Arenen und andere Extras eingetauscht werden.

Unter den Kämpfern werdet ihr alte Bekannte wie beispielsweise Sub-Zero, Scorpion oder Jonny Cage wiedertreffen. Mortal Kombat: Deadly Alliance wurde aber auch mit neuen Figuren wie Bo Rai Cho, Kenshi und Mavado bereichert. Auf Liu Kang werdet ihr allerdings verzichten müssen, da er bereits im Intro das Zeitliche segnet.

Jedem Haudegen stehen verschiedene Attacken sowie eine bewaffnete Angriffsmöglichkeit zur Verfügung. Sub-Zero setzt sich beispielsweise mit den Kampfsportarten Dragon und Shotokan-Karate zur Wehr. Außerdem kommt bei ihm die Kori-Klinge aus unzerbrechlichem Eis zum Einsatz.

Leicht misslungen

Austoben könnt ihr euch in verschiedensten Spielmodi. Der Practice-Modus ermöglicht das Trainieren der Moves bis zur Perfektion, die im Arcade-Modus nacheinander gegen eine Vielzahl von Charakteren zum Besten gegeben werden können. Leider zeigt sich diese Spielvariante von einer etwas unfairen Seite. Ab und an kann es schon mal vorkommen, dass euch bereits einer der ersten Kontrahenten gnadenlos niederstreckt.

Die Gegner werden nämlich per Zufallsgenerator ausgewählt. Etwas verwundert ist man auch, wenn beispielsweise der achte oder neunte Gegner schnell und komplikationslos ausgeschaltet werden kann. Tritt man abermals im Arcade-Modus an, sollte man sich bei vorher leicht besiegbaren Gegnern auch nicht allzu früh freuen, da diese urplötzlich zu richtigen Kampfschweinen mutiert sein könnten. Eine sich steigernde künstliche Intelligenz der Prügelveteranen wäre wünschenswert gewesen. Wer beim Antritt gegen die CPU nicht gerade in Begeisterungsstürme ausbricht, kann im Versus-Mode mit einem Freund die Arena betreten.

Hoher Wiederspielwert

Die Präsentation ist den Entwicklern wirklich gelungen. Der alleinige Einsatz des Steuerkreuzes ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber selbst MK-Anfänger können die Charaktere problemlos steuern. Die Kontrahenten weisen gelungene Animationen auf und auch an der Kollisionsabfrage gibt es nichts zu bemängeln. Die Kampfarenen sind ebenfalls abwechslungsreich und detailliert gestaltet.

Allerdings hätten ein paar Gegenstände, die als Wurfgeschosse dienen könnten, nicht geschadet. Lediglich einige Statuen, die beim Draufschlagen in alle Richtungen zerbersten, wurden integriert. Dass das Spiel sogar während eines extrem heftigen Schlagabtausches überraschend flüssig läuft, ist sehr erfreulich. Soundtechnisch ist das Spiel zwar keine Offenbarung, bietet aber dennoch solide musikalische Untermalung. Vor allem aufgrund der vielen Extras ist bei Mortal Kombat: Deadly Alliance auf jeden Fall Langzeitmotivation geboten.
Haudegen Sub-Zero friert seine Widersacher bei Bedarf einfach kurzerhand ein.
Nur bei Berührung werden die normalerweise unsichtbaren Arenen-Begrenzungen sichtbar.
Von zwei Schwertern gleichzeitig geschlitzt zu werden, ist kein Zuckerschlecken.
Kung Laos langer mächtiger Säbel macht der schönen Kämpferin Sonya ziemlich schwer zu schaffen.
Li Mei ist schwer verletzt und macht den Eindruck als bräuchte sie gleich unheimlich dringend eine Bluttransfusion.
(Kerstin Springer)

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Kerstin Springer
Meine Meinung - Kerstin Springer
Super! Endlich findet mal ein Spiel ohne großartige Beschneidungen den Weg nach Deutschland. Allerdings werdet ihr bei dieser Version nur noch in den Genuss von einem Finishing-Move pro Charakter kommen, die aber alle durch gelungene Effekte überzeugen. Durch die verschiedenen Spielmodi und die unglaublich vielen Extras ist für Langzeitmotivation gesorgt. Sehr erfreulich ist auch, dass der Prügelspaß endlich in 3D genossen werden kann und somit zum Ausweichen auch Seitwärtsschritte möglich sind. Nicht nur MK-Fans kommen bei diesem Beat ‘em Up auf ihre Kosten.
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