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Test
24.03.2003 11:35 Uhr

Dead to Rights

Brutal, brutaler, Dead to Rights. Neben expliziter Gewaltdarstellung hat das Namco-Gemetzel noch einiges mehr zu bieten.

Hersteller:
Termin: Spieler:
Testurteil:
80
 
Steuerung
-
Grafik
75
Sound
78
Multiplayer
-
24.03.2003 11:35 Uhr - Eigentlich handelt es sich nur um einen Routineauftrag, zu dem Musterbulle Jack Slate eines lauschigen Sommerabends gerufen wird. Doch dieser Auftrag ist alles andere als Routine. Zusam- men mit seinem vierbeinigen Begleiter Shadow wird der Cop in einen Sumpf aus Korruption, Betrug und organisiertem Verbrechen gezogen, aus dem er nur mit blanker Waffengewalt wieder herauskommt. So wird aus dem ehemaligen Vorzeige-Polizisten ein gnadenloser Kämpfer ums nackte Überleben. Den ersten Nackenschlag muss Jack einstecken, als er des Mordes beschuldigt wird und unschuldig hinter Gittern landet. Klar, dass der Ex-Cop keine Lust hat, zusammen mit Mördern die Dusche zu tei-len. Zumal er die Hälfte der Schwerverbrecher selbst hin-ter schwedische Gardinen gebracht hat. Mithilfe eines Bastlers und seiner Nahkampfausbildung gelingt ihm die Flucht. Getrieben von seinem Gerechtigkeitssinn und Rachegelüsten legt sich Slate nun mit der gesamten Unterwelt an. In 15 verschiedenen Kapiteln lässt der Einzelkämpfer in bester Hongkong-Actionfilm-Manier die Waffenläufe heißlaufen. So jagt er die Gesetzesbrecher in einem zwielichtigen Massagesalon oder eröffnet auf den Straßen der Großstadt das Feuer. An Waffen gelangt Slate, indem er den Verbrechern mit einem geübten Griff das Genick bricht. Auch sonst geht der ehemalige Cop nicht gerade zimperlich mit den Gegnern um. So werden Bösewichter als Schutzschilde benutzt, aus nächster Nähe mit Blei vollgepumpt oder mit einem gezielten Kopfschuss aus dem Scharfschützengewehr liquidiert.

Adrenalin
Nicht selten treten die Gangster in Scharen auf. In diesen Situationen zahlt sich der Slow-Motion-Sprung aus. Drückt man Y, hechtet Jack nach vorne, während die Action in Zeitlupe abläuft. Dies eignet sich pri-ma, um einen Feind nach dem anderen aufs Korn zu nehmen. Als etwas ungenau erweist sich dabei das Zielen per C-Stick. Mit diesem kann man nacheinander die Ganoven ins Visier nehmen. Ist die Übermacht zu groß, sucht Jack hinter der nächsten Häuserecke Deckung oder sucht in gebückter Haltung Schutz hinter einem Fahrzeug. Der Hund Shadow greift nicht nur aktiv ins Kampfgeschehen ein. In einigen Passagen schlüpft der Spieler in das Fell des Vierbeiners, um nach Bomben zu schnüffeln oder für sein Herrchen unzugängliche Bereiche zu erkunden.

Furiose Feuergefechte
Die bleihaltigen Auseinandersetzungen mit den zahlreichen Verbrechern werden durch witzige Minispiele aufgelockert, die geschickt in die Story eingeflochten wurden. So muss Jack beispielsweise im Knast den Rekord im Gewichtheben brechen, um neben Respekt Zigarettenpackungen einzuheimsen. Ansonsten ist der Bodycount im Spiel höher als bei allen Rambo-Einsätzen zusammen. Grafisch ist das Gemetzel eher durchschnittlich in Szene gesetzt, teilweise erreichen die Texturen nur N64-Niveau. Das Gameplay kann da schon eher punkten. Trotz zahlreicher ausführbarer Aktionen hat man Jack stets gut unter Kontrolle. Die Idee mit dem Hund hebt das Gameplay von anderen Actiontiteln ab. Den Matrix-ähnlichen Slow-Motion-Modus findet man inzwischen zwar in jedem 3. Spiel, bei Dead to Rights wurde er immerhin technisch gut umgesetzt und unterstreicht das rasante Filmflair des blutgetränkten Titels.
Euer Partner mit der kalten Schnauze verteidigt euch tapfer.
Gepackte Gegner eignen sich hervorragend als Kugelfang.
Mit der X-Taste nutzt Jack Slate Wände als Deckung.
Die Möglichkeit, den Gegner ganz nah heranzuzoomen, hat nicht nur Vorteile.
In der Rolle des Köters spürt ihr Bomben auf.
Durch Drücken der Y-Taste läuft die Action im Zeitlupentempo ab.
Als Knastbrüder knöpft sich Jack das Wachpersonal vor.
Wer im Takt Knöpfe drückt, bringt die Maus zum Tanzen.
(Jens Quentin)

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Jens Quentin
Meine Meinung - Jens Quentin
Es wäre unfair, diesen Titel allein auf die Brutalität zu reduzieren. Vielmehr wird ein cooles Actionspektakel mit packender Story geboten. Die Schauplätze sind abwechslungsreich, die eingestreuten Minispiele witzig und die Steuerung geht gut von der Hand. Zwar ist die Grafik nicht immer GameCube-würdig, dafür wurde die Slow-Motion-Funktion gut umgesetzt. Wer auf knallharte Action steht und fiktive von realer Gewalt unterscheiden kann, sollte Jack Slate auf jeden Fall eine Chance geben.
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 Durch Drücken der Y-Taste läuft die Action im Zeitlupentempo ab.
 Wer im Takt Knöpfe drückt, bringt die Maus zum Tanzen.
 Mit dem richtigen Timing stemmt man die Gewichte.
 Als Knastbrüder knöpft sich Jack das Wachpersonal vor.
 Die Bombe entschärft man mit einem ruhigen Händchen.
 Die Möglichkeit, den Gegner ganz nah heranzuzoomen, hat nicht nur Vorteile.
 In der Rolle des Köters spürt ihr Bomben auf.
 Mit der X-Taste nutzt Jack Slate Wände als Deckung.
 Gepackte Gegner eignen sich hervorragend als Kugelfang.
 Euer Partner mit der kalten Schnauze verteidigt euch tapfer.
 
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