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06.07.2003 15:07 Uhr
Super Mario Sunshine
Am 4. Oktober hat die Warterei ein Ende und Marios neuestes Jump&Run-Abenteuer erscheint endlich in europäischen Gefilden!
| Steuerung - |
Grafik 84 |
Sound 85 |
Multiplayer - |
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06.07.2003 15:07 Uhr - Er ist klein, pummelig und trägt am liebsten blaue Latzhosen sowie eine rote Mütze. Er hat einen Bruder, eine Freundin und er ist von Beruf Klempner. Tragische Umstände und eine Riesenschildkröte zwingen den Mann aber häufig dazu, seinen Beruf zu vernachlässigen. Wir reden hier nicht von einem menschlichen Schicksal, wie es so oft im Fernsehen geschildert wird, sondern vom berühmtesten Videospielhelden der Welt. Vor 20 Jahren von Shigeru Miyamoto ins Leben gerufen, war er in zahlreichen Spielen maßgeblich am Erfolg von Nintendo beteiligt. Die Rede ist natürlich von Mario! Und genau der meldet sich nach einer fünfjährigen Jump&Run-Auszeit zurück, um zu beweisen, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Wie alles beginnt... Sein neuestes Abenteuer führt Mario nach Delfino Island, wo er zusammen mit der Prinzessin seinen Urlaub verbringen möchte. Doch ein Unbekannter hat die Insel mit Graffiti besprüht und fast die komplette Landschaft unter einer dicken Farbschicht begraben. Eine Verwechslung führt dazu, dass Mario seinen Urlaub ablasen muss und bereits kurz nach der Landung dazu verdonnert wird, die Insel zu säubern. Ab hier übernimmt der Spieler die Kontrolle über Mario. Damit ihr die Aufgabe bewältigen könnt, steht euch die Wasserkanone FLUDD hilfreich zur Seite. Mittels FLUDD kann Mario die Gegend reinigen, Feinde bekämpfen, kurze Strecken in der Luft zurücklegen, sich auf hohe Gebäude katapultieren oder pfeilschnell durchs Wasser pflügen. Außerdem ist FLUDD die wohl innovativste Neuerung in Super Mario Sunshine. Das restliche Spielprinzip orientiert sich stark an Super Mario 64. So steuert ihr Mario auch dieses Mal wieder durch eine Oberwelt und könnt mithilfe von Portalen in Unterlevels wechseln. So verschlägt es euch unter anderem an einen Strand, in einen Vergnügungspark oder auch in ein Hotel. Jede Inselregion bietet acht Aufgaben, so genannte Geschichten. Für jede gelöste Aufgabe erhaltet ihr einen Shine. Die Shines haben die gleiche Funktion wie die Sterne aus Super Mario 64: Habt ihr genügend gesammelt, öffnet sich das Portal zu einem weiteren Level. Insgesamt bietet Super Mario Sunshine satte 120 Sterne. Diese werdet ihr nicht nur in den sechs Inselregionen finden, sondern auch in der Oberwelt sowie im letzten Level. Außerdem gibt es massig versteckte Sterne, die ihr erst nach gründlichem Durchstöbern der Insel finden werdet. Schwachpunkte Super Mario Sunshine ist, wie wir nach langem Testspielen wissen, ein fantastisches Spiel. Allerdings gibt es auch einen Haufen kleinerer Mängel, die eine höhere Wertung verhindern. Da wäre zum einen die Präsentation. Es ist zwar schön, dass Nintendo nicht die Standardgeschichte "Bowser entführt die Prinzessin und Mario eilt zur Hilfe" wiederverwertet hat, allzu einfallsreich ist die Hintergrund-Story "Mario macht Urlaub" dennoch nicht. Hinzu kommt, dass diese in einigen wenigen, qualitativ eher minderwertigen, vorberechneten Videos fortgestrickt wird. Auch die Grafik hinterlässt keinen tadellosen Eindruck. So kommt die Optik ab und zu ins Stocken und die ein oder andere billige Textur stören das an sich positive Gesamtbild. Einen negativen Beigeschmack hinterlässt auch die Tatsache, dass der Levelaufbau geradliniger ist, als im N64-Vorgänger. Während man bei Super Mario 64 zwar eine Vorgabe bekam, welchen Stern man als nächstes einsammeln sollte, konnte man trotzdem eine andere Aufgabe vorziehen. Dadurch, dass sich bei Super Mario Sunshine die Levels zwischen den einzelnen Aufgaben verändern, ist dies nicht mehr möglich. Da man aber die ersten sieben Geschichten einer Inselregion schaffen muss, um das Spiel durchzuspielen, kann es sehr frustrierend sein, wenn man an der dritten Aufgabe festhängt und es keine Möglichkeit gibt, die weiteren Shines einzusammeln. Statt dieser strickten Vorgabe von sieben gelösten Geschichten pro Level, wäre es wünschenswert gewesen, dass man mit einer Mindestzahl an Sternen den letzten Level betreten kann. Weitere Mängel Des Weiteren mangelt es Super Mario Sunshine etwas an Abwechslung. So spielt Marios neuestes Abenteuer lediglich auf dem tropischen Delfino Island. Somit sind die Möglichkeiten in der Levelgestaltung natürlich eingeschränkt und es gibt es keine Eis- und Schneelandschaften. Da ist der Level-Mix in Super Mario Bros. 3, Super Mario World sowie Super Mario 64 ausgewogener. Auch die Aufgaben könnten abwechslungsreicher sein. So müsst ihr in jeder Inselregion acht rote Münzen sammeln, ein Wettrennen gewinnen, die Gegend reinigen, und mindestens einen größeren Gegner besiegen. Somit sind bereits vier der acht Aufgaben vorgegeben und wiederholen sich in jedem Level. Kopfnüsse dürft ihr bei Super Mario Sunshine übrigens nicht erwarten, das Spielprinzip setzt kaum auf Rätsel sondern fast ausschließlich auf Geschicklichkeit. Schade ist ebenfalls, dass Yoshi nicht konsequent genutzt wird. Es ist zwar nett, den kleinen Dinosaurier steuern zu dürfen, jedoch wird er nur für einige wenige Sterne benötigt. Der größte Kritikpunkt an Super Mario Sunshine ist aber die Kamera. Diese könnt ihr mittels des C-Sticks stufenlos zoomen und frei bewegen. Da die Kamera aber über keine eigene Intelligenz verfügt, ist euer Blickwinkel nicht immer ideal. Obwohl man sich schnell daran gewöhnt hat, die Kamera manuell zu justieren, verliert man gerade in den Geschicklichkeitsabschnitten, in denen es auf präzises Springen ankommt, schnell die Übersicht. Gelegentlich kommt es auch vor, dass die Kamera an einem Vorsprung oder hinter einer Wand hängen bleibt. In diesen Fällen könnt ihr die Kamera auch nicht mehr mit dem C-Stick in die gewünschte Position manövrieren. Wenn die Sicht auf Mario durch ein Objekt behindert ist, ist es zwar nett, dass man Marios Silhouette erkennen kann, aber relativ unnütz, da der Blick auf die Umgebung ja versperrt bleibt. Erstaunlich, dass gerade der 3D-Pionier Nintendo hier nicht mit besseren Ideen aufwartet. Gewohnt hohe Nintendo-Qualität Doch kommen wir nun zu den positiven Aspekten von Super Mario Sunshine, welche die negativen Punkte bei weitem überwiegen. So ist das Leveldesign der Inselregionen dermaßen ausgefeilt, wie man es von einem Nintendo-Produkt gewohnt ist. Es gibt keine unfairen Stellen und jede Plattform, jede Wasserstelle, jede Wand ist genau da, wo sie sein sollen. Allein die Seile, die über die Insel gespannt wurden, demonstrieren, wie viel Liebe zum Detail Nintendo walten ließ. Dachte man im Vorfeld noch, dass es sehr schwierig sein muss, Mario über ein dünnes schwingendes Seil zu lenken, stellt sich diese Aufgabe im Spiel als absolut unproblematisch und purer Fun heraus. Dies liegt auch an der fantastischen Steuerung, die noch präziser als in Super Mario 64 reagiert. Die Bedienung der Wasserkanone ist ebenfalls denkbar einfach. So könnt ihr sie mit R aktivieren und aus dem Stand in sämtliche Richtungen schießen. Drückt ihr R nicht ganz durch, kann Mario sogar aus dem Laufen heraus schießen. Mit A wird gesprungen und mit B könnt ihr mit den Inselbewohnern kommunizieren. Mit X schaltet ihr die Wasserkanone von dem Normal-Betrieb in die alternativen Modi wie Jetpack, Schiffsrotor oder Raketenantrieb um. Die Kontrollen gehen euch bereits nach kurzer Eingewöhnungszeit in Fleisch und Blut über, so dass es eine wahre Wonne ist, Mario über die Insel zu steuern. Allerdings gehören einige Geschicklichkeitsabschnitte zu den anspruchsvollsten Passagen, die es je in einem Jump&Run gegeben hat. Gelegenheitsspieler sollten sich der Tatsache bewusst sein, dass Super Mario Sunshine einige frustrierende Momente bescheren kann. Geübte Spieler werden wohl um die 25-30 Stunden benötigen, die für den Endkampf erforderlichen knapp 60 Shines zu erspielen. Wer jedoch alle 120 Shines sammeln möchte, der muss mindestens die doppelte Zeit einplanen. Technische Finessen Super Mario Sunshine kann aber nicht nur in spielerischer, sondern auch in technischer Hinsicht punkten. Neben den praktisch nicht vorhandenen Ladezeiten, haben uns besonders die vielen liebevollen Grafikdetails, die Wassereffekte und die sensationelle Weitsicht beeindruckt. Die Entwickler haben es geschafft, dass Marios Welt unglaublich lebendig und dynamisch wirkt. So fliegen im Dorf Vögel umher während über dem Meer Möwen kreisen. Schaut ihr in den Himmel, könnt ihr ein Flugzeug erkennen, welches einen Kondensstreifen hinter sich herzieht. Spaziert ihr mit Mario am Stand entlang, hinterlässt er Fußspuren, lasst ihr ihn schneller laufen, zieht er eine kleine Wolke aufstiebenden Sands hinter sich her. Haltet ihr Mario an und blickt in Richtung Wasser, könnt ihr einige der schönsten Wassereffekte erkennen, welche es je in einem Konsolenspiel gegeben hat. Neben den grafischen Details verdient auch der Sound Lob. Die Musik ist interaktiv und ändert sich, je nachdem wo ihr euch gerade im Level aufhaltet und welche Freunde oder Feinde in eurer Nähe sind. Die Melodien haben eine durchweg hohe Qualität, besonders einprägsam sind jedoch die Hauptmelodie sowie ein a-capella-Stück des Mario-Bros.-Titelsongs. Präsentiert wird das ganze in feinstem Dolby Pro Logic II. Qualitativ kommt der Surround-Sound zwar nicht an Eternal Darkness oder Star Wars Rogue Squadron II: Rogue Leader heran, eine nette Dreingabe ist er aber allemal. Der allerwichtigste positive Aspekt kommt aber ganz zum Schluss: Super Mario Sunshine macht einfach unglaublich viel Spaß!
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Ein Unbekannter hat die Insel mit einer dicken Farbschicht überzogen und Marios Urlaub versaut.
Mit Marios pummeligen Bauch rutscht es sich besonders gut.
Die Farbeffekte sind den Entwicklern sehr gut gelungen!
Hier müsst ihr euch auf eine Krake setzen und innerhalb einer bestimmten Zeit ans Ziel kommen.
Bei den Geschicklichkeitsabschnitten müsst ihr beim ersten Durchspielen auf euer Jetpack verzichten.
Diesen Gesellen müsst ihr mit der Wasserkanone bearbeiten, so dass er vom Spiegel fällt.
Natürlich darf Mario auch dieses Mal wieder tauchen gehen.
Die Boos gehören zu den wenigen bekannten Feinden.
Die Weitsicht ist absolut phänomenal!
In diesem Abschnitt muss Mario es mit einem elektrisch aufgeladenen Rochen aufnehmen.
Ihr müsst Yoshi erst aus seinem Ei hervorlocken.
Mario spiegelt sich im Wasser aus der eigenen Kanone.
Mario kann sich an den Seilen festhalten und sich mit der Kanone zum Drehen bringen.
Die Wasserkanone erleichtert euch das Springen erheblich.
Ist Mario verdeckt, erkennt ihr noch seine Silhouette.
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(Fabian Sluga)
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Ist Super Mario Sunshine das beste Mario-Spiel aller Zeiten? Wohl nicht! Dafür gibt es einfach zu viele kleine Mängel. Allerdings ist es völlig unwichtig, ob Mario Sunshine das beste oder nur das drittbeste Mario-Abenteuer ist, denn es ist ganz einfach ein fantastisches Spiel! Nintendos neuester Streich bietet einmal mehr jede Menge Spielspaß. Dafür sorgen in erster Linie die herausragende Steuerung, das geniale Leveldesign und die liebevollen Grafikdetails, an denen sich andere Hersteller ein Beispiel nehmen sollten. Außerdem kommt beim Spielen richtiges Urlaubsfeeling auf. So, und ich geh jetzt noch eine Runde schwimmen und zwar in den schönsten Wellen, die die Videospielewelt seit Wave Race: Blue Storm gesehen hat.
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