Hallo, liebe Hektiker! Bitte einmal tief durchatmen und dann geht´s mit einem ruhigen Händchen an Super Monkey Ball.
Hersteller:
Termin:
Spieler:
Testurteil:
81
Steuerung
-
Grafik
69
Sound
70
Multiplayer
-
06.07.2003 19:43 Uhr - Mir sind ja in den vergangenen Jahren schon jede Menge merkwürdiger Spielideen untergekommen, aber auf eine so abgedrehte Idee wie bei Super Monkey Ball muss man erst mal kommen. Für dieses Geschicklichkeitsspiel hat man sich bei Sega erdreistet, vier Affen in jeweils eine Plexiglaskugel zu stecken, um sie dann über hoch gelegene Plateaus kullern zu lassen. Im Hauptspiel habt ihr nicht etwa die Kontrolle über die Bällchen mit Primatenfüllung, nein, ihr neigt mit dem Analogstick den Untergrund und lasst die Äffchen in die entsprechende Richtung rollen. Eure Aufgabe in jedem der hundert Levels ist es einfach, den behaarten Schützling ins Ziel zu bringen. Anfangs geht das noch locker von der Hand, aber spätestens wenn die Plattformen anfangen, sich zu bewegen, oder wenn waghalsige Sprünge gefragt sind, zählt das echte Fingerspitzengefühl einer ruhigen Hand. Das ist an sich schon recht spaßig, doch Super Monkey Ball hat noch mehr in petto. Erst im Mehrspielermodus lässt das Game so richtig seine Muskeln spielen. So könnt ihr euch zu viert in den normalen Levels gegenseitig Bananen wegschnappen oder euch in irren Speziallevels verlustieren. Da gibt es beispielsweise das Monkey-Boxing, wo ein riesiger Boxhandschuh an der Kugel befestigt ist und ihr eure Gegenspieler von einer Plattform schubsen müsst. Im Monkey Racing düst ihr eine Rennstrecke entlang und kämpft um Bestzeiten. Und schließlich lockt noch das abgedrehte Monkey Target, wo euer Äffchen eine Sprungschanze hinunterrollt und anschließend die Kugel als Fallschirm zweckentfremdet, um punktgenau auf einer Insel zu landen. Technisch macht der Titel aus dem Hause Sega zwar nicht viel her, aber dafür stimmt mittelfristig der Spielspaß.
Beim Monkey Boxing gibt es keinen Respekt vor Familienangehörigen.
Im Anflug auf die Landeplattform solltet ihr den gefährlichen Minen ausweichen.
Das Ziel ist bereits in Sichtweite. Jetzt kann doch nichts mehr schief gehen, oder?
Bei kaum einem anderen Spiel liegen Siegestaumel und Frustration so eng beieinander wie im Solo-Modus von Super Monkey Ball. Da neigt man den Analog-Stick nur einen Hundertstelmillimeter zu weit zur Seite und schon stürzt der Primaten-Ball ab und man darf den Level von vorne anfangen. Daneben machen die Party-Games aber mächtig Laune. Wenn ihr auf die Schnelle mal ein lustiges Multiplayer-Game braucht, könnt ihr mit Super Monkey Ball nichts verkehrt machen.